Resonanz
In einem klugen Buch -
Würde und Eigensinn von Udo und Gabriele Baer - habe ich gelesen, dass jeder Mensch für seine gesunde Entwicklung Resonanz braucht. Das gilt für Kinder natürlich in besonderer Weise, aber auch erwachsene Menschen brauchen Resonanz, um innerlich gesund zu werden oder zu bleiben - und zwar Resonanz auf drei verschiedenen Ebenen:
- Nährende Resonanz: Wahrgenommen-Werden und Interesse. Den anderen bemerken. Ernstes Fragen nach dem "Wie geht es dir?" Worte und Signale, die deutlich machen: "Du bist da, ich sehe dich, ich höre dich. Ich nehme dich an."
- Spiegelnde Resonanz: Ehrliche, respektvolle Rückmeldung. "Ich sehe dich und teile dir mit,
wie ich dich wahrnehme. Ich sage dir, wie du auf mich wirkst.
- Resonanz als Gegenüber: Signale die zeigen: Hier bist du anders als ich, hier bin ich anders als du. Ich denke, fühle, handle anders als du, sage dir meine Meinung, höre deine und setze mich damit auseinander. Das kann auch mal Reibung und Streit bedeuten.
Ich finde das sehr spannend, versuche gerade zu beobachten, auf welche Art ich Resonanz gebe und bekomme. Und frage mich auch, wie das für Gott ist. Wenn wir nach seinem Bild geschaffen sind, dann wünscht er ebenso wie wir Resonanz auf allen drei Ebenen. Ich gebe ihm, glaube ich, gerade viel Resonanz auf der Ebene als Gegenüber. Das darf auch sein.
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Zukunftsperspektive
Eine Freundin schickte mir zum Jubiläum eine E-Card mit einem Banner auf dem Stand: "Hallelulja. Congratulations. Way to go!" Das fasst zusammen, wie ich mich fühle...dankbar...hallelulja...ein bisschen Stolz auf mich...Gratulation...und...ahnend, dass noch ein ganzes Stück Weg vor mir liegt...Way to go...
Ich freu mich....
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Leckeres Gepäck
Da ich Prospekte und Flyer auf der Tour dabei hatte, habe ich eigentlich erwartet, dass ich mit weniger Gepäck zu Hause ankomme als ich losgefahren bin. Das Gegenteil war der Fall...unterwegs hab ich so viel Schokolade, Tee und andere Wellness-Leckereien geschenkt bekommen, dass ich mit vollen Taschen wieder hier angekommen bin. Auf Zwischenstop für 2 Tage....dann geht es weiter nach Thüringen (Hildburghausen) und Franken (Nürnberg und Selb).
Superschön war auch, von meiner Haus-Mitbewohnerin mit einer Schale Obst und Schokolade vor der Tür begrüsst zu werden...weniger schön, der Umstand, dass der Freund, der in meiner Abwesenheit die Wände meines Büros isolieren wollte, wegen unvorhergesehener Schwierigkeiten nicht fertig geworden ist...und irgendwas dazu geführt hat, dass mein Telefon nicht funktioniert..und auf dem AB alle Nachrichten gelöscht wurden und ein Kurzschluss in den Flurlampen zu heftigem Funkenschlag führte - und dazu, dass man im Flur kein Licht mehr anschalten kann, ohne dass es Funken sprüht und knallt. So n Frust....
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Berührung
Gestern haben sich bei der Lesung, die von der Buchhandlung Olivenbaum in Winterthur veranstaltet wurde, etwa 50 - 60 Menschen in das kleine, längliche Café Punkt gedrängt, in dem die Lesung stattfand. Gemütlich. Warm, sehr warm. Und untermalt von sensibler Live-Musik. Ich hab mich sehr wohlgefühlt.
Vor und bei Lesungen versuche ich abzuspüren, aus welchen Kapiteln ich an diesem Abend lesen soll. Gestern empfand ich, dass ich u. a. das Kapitel "Fühlen lernen" lesen sollte, das ich bisher noch nie gelesen habe, weil es relativ wenig aktive Handlung, dafür viel mehr Gedanken enthält.
Hinterher sprach mich ein Mann an: "Wie kann ich es lernen, meine Gefühle mehr zu zeigen? Und: Wie kann ich die Angst loswerden, dass ich verletzlich werde, wenn ich meine Gefühle zeige."
Ich hab ihm gesagt, dass das verletzlich werden zum Risiko dazu gehört...aber dass die Schätze, die man bekommt, wenn man sein Herz zeigt, Situationen, in denen man auf Unverständnis stösst, weit aufwiegen...
Ein anderer Mann sprach mich hinterher an, dass "Fühlen lernen" genau sein Thema ist...
Für - wenigstens - zwei Menschen war es bedeutsam, dass ich diesen Text gewählt hatte...ich bin berührt und dankbar.
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Begegnungen
Ich bin dankbar für die Begegnungen auf der Reise. Mit Menschen, die offen von dem erzählen, was sie angesprochen hat oder wo sie noch Fragen haben. Wenn man an mit Menschen einem alten Tisch sitzt, an dem schon Hunderte von Menschen zuvor Platz genommen und ihre Spuren und Kerben im Holz hinterlassen haben, neben einem Schrank in dem schon Napoleon auf seinem Europa-Feldzug Sachen abgelegt hat und sich dann die Geschichte eines langen Lebens erzählen lässt, kann man einfach nur glücklich sein. Das Leben ist reich und spannend.
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Entdeckungsreise
"Ich bat den Mandelbaum, mir von Gott zu erzähen. Da fing er an zu erblühen. Ich bat den Menschen, mir von Gott zu erzählen. Da fing er an, ganz Mensch zu sein."
********************
In dem Moment, dem man sich einer Aufgabe verschreibt, beeit die Vosehung sich auch. Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wäre geschehen, um zu helfen.
Ein ganzer Strom von Ereignissen wird in Gang gesetzt durch die Entscheiidung; und der sorgt zu den eigenen Gunsten für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle, Bewegungen und materielle Hilfen, die sich kein Mensch vorher so erträumt haben könnte.
Was immer du kannst, beginne es.
Kühnheit trägt Genius, Macht und Magie.
Beginne jetzt. ****************
Zwei spanende Zitate, die ich auf meiner Reise aufgesammelt habe.
Es bewegt mich, dass ich auf meiner Lesetour nicht nur über eine Reise zu und mit Gott lese und erzähle, sondern ihn selbst im Unterwegssein auf die eine oder andere Art erlebe: in dem liebevollen Wunsch eines Kindes, beim Requiem von Mozart in der wunderschönen gotischene Stiftskirch, in Begegnungen, Reaktionen, Gesten, Berührungen, Geschenken...in vielem kann ich seine Präsenz erahnen und manchmal meine ich auch ihn zu spüren.
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Erfahrungen
Eine der spannenden Dinge auf der Hütten-Tour ist , dass ich ganz unterschiedlichen Menschen und Orten begegne. Gestern Saarlouis war warm, intensiv und schön. Spannend fand ich, dass mir mehrere Menschen auf der Tour erzählten, dass mein Erzählen davon, wie ich entdeckte, dass Gott meine Firma nicht für mich führen wollte (wie ich es unbewusst erwartet hatte), sondern MIT mir, als persönliches Highlight erlebt hatten, besonders hilfreich fanden. Das hätte ich nicht erwartet. Aber es freut mich.
Da mein geplantes Quartier kurzfristig platzte, übernachtete ich - zum ersten Mal in meinem Leben - in einer Pilgerherberge die zum Jakobsweg gehört - auch eine ganz spannende Erfahrung.
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Gabentisch abräumen
Es gehört zu meinen - wie ich finde liebenswerten - Macken, dass ich nach Festen wie Weihnachten oder Geburtstag den Gabentisch meist einen ganzen Monat lang stehen lassen. Ich freue mich an den Geschenken, den Karten und daran, dass sie Beziehung und Freundschaft, Herzlichkeit und Zuneigung sichtbar ausdrücken. Und das koste ich gern - auch lange aus.
In den letzten Tagen sah mein Gabentisch allerdings etwas "zerrupft" aus, weil "Gebrauchs-Geschenke" wie Schokolade und Kekse und Duschgel natürlich ihren Weg in das innere oder an die Umhüllung meines Körpers fanden. Die verbliebenen Geschenke und Karten sehe ich mir jetzt noch einmal in Ruhe an, bevor ich sie an ihren neuen "Wohnort" bringe.
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Mitgefühl
Tochter (1. Klasse) von Freunden schreibt in
Twitter:
"Ich hab jäst ein gipsfarband." Oh!Labels: Begegnungen, Fundstücke, kinder
Winterschluss-Wahnsinn
Bin immer noch am Kopfschütteln über den Winterschluss-Wahnsinn in Belgien. Dort haben nicht nur die Bekleidungsgeschäfte Winterschlussverkauf, sondern praktisch alle Läden vom Blumenladen bis zur Geldwechselstube!!!
Eine Verkäuferin, die ich kennen lernte als ich mir aus dem Papiermüll die edlen Tüten des Luxusgeschäfts zog, bei dem sie arbeitet, erzählte mir, dass sie am Ende des Winterschlussverkaufs Menschen nicht mehr mag. Wenn steinreiche Leute, sich darüber beschweren, dass es am Ende der Saison das reduzierte Hemd nicht mehr in ihrer Größe gibt, kann man die Lust am Bedienen sicher verlieren.
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Mitfühlen und Mittragen
Eine Frau, die in diesem Jahr einige herbe Schicksalsschläge einstecken musste, schrieb mir, dass mehrere (!!!) Teilnehmer des Hütte-Seminars im November ihr zu Weihnachten Mails, Post und Päckchen geschickt haben...mich berührt das. Die Leute spüren und tragen mit. Ich bin fast stolz auf "unsere" Hütte-Leute.
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Down to Earth Jahresfeier
Mit meinem Team habe ich heute unser gemeinsames Jahr gefeiert. Ich bin sooo dankbar für diese Gruppe an begabten (!!!), warmherzigen, geduldigen (die kennen und tragen viele meiner Schwächen - zum Teil seit Jahren), die gemeinsam mit mir an einem Strang ziehen.
Mir wurde neu klar: Alles, was wir machen will das LEBEN von Menschen unterstützen, fördern, bereichern...und ich bin so froh über jedes Feedback, das mir und uns zeigt, dass es uns gelungen ist, Leben weiterzugeben und zu stärken...
Das Team

v. l. nach rechts
Tobias (rettet mich bei Computerabstürzen und Ratlosigkeit: "Wie geht das mit Excel und Serienbriefen?"),
Markus (administriert und optimiert unsere Internetseite(n),
Benjamin (erfreut mich einfach....unbezahlter und unbezahlbarer Mitarbeiter),
Steffi (kümmert sich um Einträge ins Verzeichnis lieferbarer Bücher, Organisation von Seminaren, Hütte-Impulstour usw.), ich (ohne Worte - das ist selten),
Esther (meine Assistentin nimmt mir alles ab, was mich sonst zur Verzweiflung treiben würde...was für ein Job!),
Conny (ab und an mal Orga-Kram),
Michael (der für die Grafik bei uns zuständig ist und mich immer wieder begeistert)...
[Auf dem Bild fehlt
Günter Matthia, der Texte lektoriert und den Shop pflegt.]
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Weihnachtstext
Ich freue mich, dass mein Text
"Keine schöne Bescherung" heute Nacht in einem Gottesdienst in Thüringen vorgelesen wird. Alle Gottesdienstbesucher bekommen am Ende eine Karte, auf der ein Teppich und ein Zitat abgedruckt ist. Ich wünsche mir, dass der Text viele Menschen ermutigt, ihren Teppich der Liebe auszubreiten und im Rahmen ihrer Möglichkeiten anderen Trost und Hoffnung zu spenden.
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Weihnachtsferien
Am Freitag Abend war ich in
"Alte Weihnachtslieder neu" von Martin Steyer und Chor in der Heilig Kreuz Kirche - wunderbare jazzige Intonationen, die die tiefen Texte alter Lieder ganz neu zum Leuchten brachte. Das ganze in der entspannten Atmosphäre von Heilig Kreuz, wo man sich auch auf den warmen Fussboden legen und die Musik so viel tiefer genießen konnte...für mich eines der schönsten Konzerte meines Lebens.
Am nächsten Tag ging meine Weihnachtsreise einmal rund durch die Republik los - bin glücklicherweise vor dem Schneechaos losgeflogen. Heute Morgen habe ich bei
Lebenswert, einer Gemeinde, die ihre Gottesdienste in einem Jazz-Loft in Köln feiert gepredigt - über "Klein anfangen - wie Gott"
Kerngedanken:
- Die einzige Antwort auf das Leid der Welt, die ich kenne, ist, dass Gott in diese Welt kam, um es zu teilen.
- Die einzige weitere Antwort, die ich auf das Leid der Welt kenne, ist dass wir dazu beitragen können, es zu lindern.
Hinterher sagten mir mehre Menschen, dass sie sich angesichts der riesigen Not in der Welt völlig überfordert gesehen haben und sich innerlich zurückgezogen haben, weil sie ja dachten, sie könnten ohnehin nichts tun. Meine Predigt hat sie ermutigt, neu zu überlegen, was sie konkret tun können, um etwas Leid in der Welt zu lindern - selbst wenn sie nicht alles Leid lindern können. Ich hab mich gefreut.
Ich hab sie auch ermutigt, den Menschen in ihrem Umfeld zu sagen, was sie ihnen bedeuten, weil die es oft nicht wissen. Ich hab eine Frau, die ich kannte, gefragt, ob sie weiß, wie gut es mir immer getan hat, wenn sie mich strahlend begrüsst hat. Sie wusste es nicht - und hatte Tränen in den Augen als sie es hörte...
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Reiche Begegnung
Eigentlich wollte ich mir ja einen neuen Vorhang - grün natürlich - fürs Büro nähen. Eigentlich kann ich das auch. Uneigentlich fehlt mir seit Wochen die Zeit und Energie dafür. Heute habe ich mich also entschlossen, mir den Luxus zu Weihnachten zu schenken, mir den von der kleinen Änderungsschneiderei nähen zu lassen.
Gute Entscheidung. Der nette Inhaber hatte Zeit und war in Erzähllaune.
"Ich hab als ich nach Deutschland kam, erst in Burbach gewohnt. Schönes Städtchen. Aber keine türkischen Lokale und keine türkische Musik. Dann hat mein Onkel mich zu einer Hochzeit nach Berlin eingeladen. In der Herrmannstraße waren drei Hochzeiten in einem Haus. Und überall war Musik. Ich bin wegen der Musik nach Berlin gekommen, spiele jetzt im türkischen Klassikorchester von RBB...am 6. März geben wir unser nächstes Konzert..." Wie schön, ein Stück Leben zu teilen. Und den Konzerttermin merke ich mir vor.
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Jesus arragiert Adoption
Gestern habe ich die Geschichte gelesen, wo Jesus am Kreuz hängend noch arrangiert, dass seine Mutter seinen Lieblingsjünger adoptiert und umgekehrt.
Als Jesus seine Mutter sah und neben ihr den Jünger, den er besonders geliebt hatte, sagte er zu seiner Mutter: "Liebe Frau, das ist jetzt dein Sohn. Dann wandte er sich zu dem Jünger und sagte: "Sieh das ist jetzt deine Mutter!" Da nahm der Jünger die Mutter Jesu zu sich und sorgte von da an für sie." Johannes 19, 26-27
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Es berührt mich sehr, dass er wusste und weiß, dass Menschen gerade, wenn sie den Verlust eines Menschen, den sie liebten, erleiden, neue, reale, sichere Verbundenheit brauchen - nicht nur geistlichen Zuspruch und Trost "Gott kümmert sich um dich", sondern ganz reale, menschliche Verbundenheit und Geborgenheit.
Es berührt mich, dass er sich noch so kurz vor seinem Tod um die Menschen kümmert, die unter dem Verlust wohl am stärksten leiden werden: Maria und Johannes. Und dass er dafür sorgt, dass sie gut aufgehoben sind und einander stärken und trösten können.
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Ein Geschenk
Ein Geschenk
Manche Menschen wissen nicht, wie wichtig es ist, dass sie da sind.
Manche Menschen wissen nicht, wie gut es tut, sie nur zu sehen.
Manche Menschen wissen nicht, wie wohltuend ihre Nähe ist.
Manche Menschen wissen nicht, wie viel ärmer wir ohne sie wären.
Manche Menschen wissen nicht, dass sie ein Geschenk des Himmels sind.
Sie wüssten es, würden wir es ihnen sagen.
petrus ceelen
Mein Tipp für Heute: Überlege: Wem kannst du heute sagen, was er dir bedeutet? [Und dann: Mach´es!]
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Hütte Nr. 2

Wenn Zwillinge geboren werden, ist die zweite Geburt meist leichter als die erste. In gewisser Weise war das beim zweiten Hütten-Seminar auch so - allerdings nicht von Anfang an.
Zuerst traf uns fast der Schlag, als wir im "Bildungszentrum" Weidenberg ankamen. Ich kannte das Haus nur vom Internet, es war erkennbar rustikal, aber ich hatte nicht geahnt, wie sehr dort die Zeit stehen geblieben war. Der Seminarraum lag nicht nur äußerst ungünstig (vom Seminarraum gingen direkt 6 Zimmer ab!), sondern war auch noch relativ dunkel, hatte grässliche Neonbeleuchtung und Möbel aus den 70er und 80er Jahren in braun und oliv. Nach fast drei Stunden intensiver Deko-Arbeit unter Verwendung aller mitgebrachter Materialien war es zumindest etwas gemütlich geworden.
Am ersten Abend waren die Teilnehmer noch recht müde von der intensiven Arbeitswoche...eher zurückhaltend.
Das legte sich nach einer Nacht Schlaf - trotz dünner Matratzen auf z. T. knarrenden Bettfedern (ich hab in der zweiten Nacht die Matratze auf den Boden gelegt).
Viele Teilnehmer erzählten uns hinterher, dass sie jetzt wieder inneren Frieden und Ruhe und Ermutigung gefunden hätten, Schuldgefühle, die sie seit Monaten plagten, ablegen konnten, erstmals in ihrem Leben (!) die Bedeutung des Abendmahls verstanden hatten, neuen Mut gefunden haben, sich auf Herausforderungen einzulassen und die Veränderung zu suchen, neue Nähe zu Gott erlebten, Freude, Zufriedenheit, Glücksgefühle, Warmherzigkeit...
Ziemlich viel für nur 48 Stunden.

Viele fanden die Inspiration und Gedanken, die wir weitergaben hilfreich (insbesondere die Unterscheidung zwischen gefühlten Gefühlen und gedachten Gefühlen - sogenannten Ersatzgefühlen). Aber fast jeder nannte bei der Auswertung, dass ein Höhepunkt der Spaziergang alleine mit Gott war, zu dem wir sie ermutigt hatten. Dort konnten sie Dinge loslassen (symbolisiert durch einen Stein, den sie mitnehmen konnten), hatten Zeit, zu denken und mit Gott zu reden....
Ich finde das ziemlich cool. Wir inspirieren die Menschen, machen dann Pause und in der Zeit, wo wir gar nichts tun oder selbst auf einen Spaziergang mit Gott gehen redet er zu und mit Menschen. Einfach genial.

Zum Abschluss gab es noch eine Überraschung für mich. Als wir noch über den Weihnachtsmarkt des kleinen Ortes liefen entdeckte ich neben Buden mit fränkischen Bratwürsten, lokalen Marmeladen und Gebäckspezialitäten an einem Stand meinen STILLE MOMENTE Kalender...ich hätte alles erwartet, nur nicht, dass etwas aus meinem Verlag bis auf einen Weihnachtsmarkt in einen kleinen Ort im Fichtelgebirge zu finden ist. Umso mehr habe ich mich gefreut!
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Wärme, die ankommt
In den letzten Tagen hab ich so viel Warmes von Menschen gesagt bekommen...Seminarfeedback, warme Kommentare - ganz viele schöne Worte, die mich sehr berühren. Ich weiß nicht, ob ich objektiv mehr Komplimente bekomme als früher...auf jeden Fall kommt mehr an. Früher hab ich vielleicht mehr abgeschmettert. Jetzt lasse ich das Gesagte auf mich wirken, freue mich über die Verbundenheit zu Menschen und bin einfach glücklich.
Manches war zärtlich, theologisch ("Gott ist gut, und du auch!!"), anderes lobend, beschreibend. Am Coolsten: Eine Freundin erzählte mir heute, wie ihr Teenie-Sohn reagiert hat, als sie ihm sagte, dass ich demnächst zu Besuch komme:
"Das wird ja auch langsam Zeit. Sie war schon so lange nicht mehr da. Früher war sie viel öfter hier." Ich fühle mich wie nach einem Ritterschlag durch die Queen (auch wenn das bei ihr vermutlich etwas anders klingt als aus dem Mund eines Teenagers!)
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Die Hütte - Wochenende in Berlin

Hinter mir und meinem Team liegt das erste Hütte-Wochenende. 17 TeilnehmerInnen hatten sich aufgemacht, Gott neu "In seiner Hütte" zu begegnen - viele hatten Erfahrungen von schwerem Leid im Gepäck und sehnten sich nach Trost und neuer Begegnung mit Gott.
Am Ende des Seminars haben wir es bedauert, keine "vorher-nachher" Bilder gemacht zu haben. Bei vielen hatte sich Schmerz aus dem Gesicht gelöst, sie wirkten am Ende weit entspannter und gelöster als zu beginn.
Viele Teilnehmer erzählten, dass sie in diesen zwei Tagen wieder neu Zugang zu Gott gefunden hatten. Für mich war es beglückend, dass die Mischung aus Coaching-Elementen, Musik, Inspiration, gemeinsamen Übungen, Einzelübungen und kreativen Elementen offensichtlich dazu beitrugen, dass sich Blockaden, die den Zugang zum Leben versperrten, wieder lösten.
Mich selbst hat am meisten das gemeinsame Abendmahl beeindruckt. Wir hatten die Teilnehmer im Vorfeld gebeten, einen Gegenstand mitzubringen, der zerbrochen war. Die kaputten Sachen legten wir in die Mitte: abgelaufene Schuhe lagen neben Scherben von schönen Tassen, meinem - leider zebrochenen Lieblingsweinglas, kaputten I-pods...Hinter jeder Scherbe steckte eine Geschichte. Mich hat es ungemein getröstet, mein Zerbrochenes neben den Bruchstücken der anderen zu sehen...es hat symbolisiert - ich bin nicht allein. Wir teilen Zerbrochenheit - und Jesus, der Kaputtes
nicht immer gleich saniert, aber
immer mit uns teilt.
Die
Künstlerin Barbara Gockel hatte uns eine "Hütte" zur Verfügung gestellt, die von den Teilnehmern auch viel genutzt wurde.

Es gab noch viel mehr, was bewegend, berührend war...ich bin noch übervoll, dankbar, bewegt und berührt...und gespannt auf das nächste
Hütte-Wochenende, das in vier Tagen stattfindet.
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Leben retten mit Büchern
Gestern traf ich einen Freund wieder, der aus Berlin weggezogen ist (wie kann man nur!) und den ich lange nicht gesehen hatte. Wir unterhielten uns über das Buch
Imagine von Steve Turner, das wir beide für einen Klassiker zu der Frage halten, wie Christen in Kunst, Musik und Medien (so der Untertitel) authentisch leben können.
Ich erzählte ihm, dass eine Künstlerin, die völlig verwirrt und irritiert war, wie sie Christin und zugleich Künstlerin sein könnte, in dem Buch wertvolle Hilfe fand. Sie sagte mir später, das Buch habe ihr das Leben gerettet.
Seine Antwort: "Mir auch." Er erklärte mir dann, dass ihn das Buch zwar nicht vor dem körperlichen, wohl aber vor dem künstlerischen Suizid bewahrt habe. Nach seiner Hinwendung zum Glauben dachte er (warum auch immer), er müsste in jedem Lied irgend eine "Glaubensbotschaft" vermitteln - mit dem Ergebnis, dass er immer verkrampfter wurde, seine Musik immer schlechter.
IMAGINE halft ihm, eine entspanntere Perspektive zu entwickeln und Songs über das zu schreiben, was ihn gerade bewegt...egal, ob es sich um nachhaltiges Wirtschaften, Liebeskummer oder anbetendes Staunen handelt.
Das Buch war zwar kein wirtschaftlicher Erfolg - was vor allem daran liegt, dass das Cover nicht so gelungen ist, aber ein Leben und eine Musikerlaufbahn retten ist keine schlechte Bilanz.
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Mit Freunden leben teilen

...ist wunderschön....
Meine Freundin Gea hat mir einige Fotos geschickt....eines davon (beim persisch essen mit ihr und ihrem Mann) gefällt mir besonders gut (das dritte Weinglas gehört war seines!)
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Kinder
Meine Freundin Birgit erzählte mir davon, dass Nelson Mandela einmal gesagt hat: "Eines der schlimmsten Dinge an der Haft war 28 Jahre lang keine Kinder zu sehen." Mich hat das sehr berührt. Ich mag Kinder ohnehin sehr gern, liebe es, mit ihnen zusammen zu sein, zu scherzen, zu lachen. Aber in den letzten Tagen seit ich das von Nelson Mandela gehört habe, empfinde ich es, Kindern beim Spielen, Kommunizieren, Da-Sein zuzusehen und zu begleiten als ganz besonders tiefes Geschenk.
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Wohnberatung
Am Wochenende hat mich Tanja Sauer besucht. Sie ist Wohnberaterin und wir arbeiten zusammen an einem Impulsheft "Wohnen. Impulse, den eigenen Stil zu entdecken". Neben ganz viel Spass in der großen Stadt Berlin, die Tanja noch kaum kannte, fiel auch eine Wohnberatung für mich ab. Richtig spannend, den eigenen Stil klarer zu entdecken, benennen und erkennen zu lernen. Kann ich nur empfehlen. Heute Nacht habe ich dann erst von einer wilden Fahrt auf dem Rasenmäher von der Zugspitze (oder einem anderen Berg) bergab geträumt. Am Boden angekommen hat mich eine Frau damit überrascht, dass sie mir einen wunderschönen, klassischen, weißen Sekretär geschenkt hat, der genau in mein Schlafzimmer passte. Ich war überwältigt. Dann bin ich aufgewacht. Freue mich aber immer noch über das Geschenk. Es ist der Gedanke, der zählt!
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Warm
Der schönste, warme Satz des Tages: "Es war wie ein Wink des Himmels, dass Sie sich neben mich gesetzt haben!"
Eine junge Frau im Zug, der ich ein bisschen vom Coaching erzählt hatte, und die dabei ein Stück Lösung für etwas fand, das sie sehr beschäftigt hat...(wovon ich aber nichts wusste)...
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Buchmesse
Ein ganzer langer Tag voller Bücher und Büchermenschen. Interessante Bücher z. B. Biblify your life natürlich Tiki Küstenmacher und die richtig gut aussehende neue Genfer Übersetzung NGÜ im Moleskin Desgin - ich war nur in Halle 3: Reiseführer, Kochbücher, Religion...weiter bin ich noch nicht gekommen.
Interessante Begenung mit Andrea Malessa, den ich noch aus Arno + Andreas Zeiten kannte und der mir schon vor 20 Jahren verziehen hat, dass ich einen Songtext von ihm verloren hatte. Mit Lothar Seiwert, der, als ich mich dafür bedankte, dass er mein Buch
SWING in seinem Newsletter erwähnt hat, verschmitzt meinte: "Ach sie waren das!"
Nett.
Jetzt sitzte ich gerade bei einer Freundin, die mir erklärte, sie würde Ihrem Mann nur noch hellblaue Hemden kaufen, weil er keine anderen anzieht.
Als ich antwortete: Na, wenn er nur noch hellblaue hat, kann er auch keine anderen anziehen.
Sie meinte: Na er hatte früher schon andere, aber ich fand, die sahen nicht gut aus.
Aha!
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Aktiv und Reaktiv
Gerade arbeite ich an meinem neuen Buch und an den 1000 Dingen, die so in den Posteingang kommen - von daher steht das Bloggen gerade hinten an.
Aber wenn ihr wollt (und in Berlin seid) könnt ihr mich bald mal "live" sehen bei
Talktime, Performance und Brunch am Sonntag in Zion:
Thema: Wenn das Leben fies ist . . . Talktime zum (Welt-)Bestseller ?Die Hütte? mit der Berliner Verlegerin Kerstin Hack
Seit Wochen in der Spiegel-Bestsellerliste, monatelang auf Platz 1 der New York Times ? das Buch Die Hütte bewegt die Gemüter. Verpackt in eine mitreißende Story geht es darin zentral um die Frage unverschuldeten Leids im Leben eines Menschen. Und um eine unerwartete, revolutionäre Begegnung mit ?Gott?.
Unser Talkgast ist die Berliner Verlegerin Kerstin Hack, die sich ausgiebig mit dem Buch und seiner Thematik beschäftigt hat. ?Ganz nebenbei? ist ihre eigene Biographie spannend wie ein Roman . . .
Dazu Tanzperformance von Horst Bräutigam und Songs von Sarah und Ben Carey.
Herzliche Einladung (Man muss das Buch vorher nicht gelesen haben.)
FREISCHWIMMER-BRUNCH IN DER ZIONSKIRCHE - Chillen und Talk auf der Empore
Start: Sonntag (4. Oktober), 12.00 -15.00 Uhr
Ort: Zionskirche, Berlin-Mitte (Tram M1 + 12 bis Zionskirchplatz oder U8 Rosenthaler Platz)
Latte, Lachs und nette Leute - Brunchen gehört zum Berliner Sonntag wie das Amen zur Kirche. Dass beides auch zusammen geht, ist an jedem ersten Sonntag im Monat in der Zionskirche in Mitte zu erleben. Brunchen auf der Empore ? mit DJ oder Klassik, Kunst und Talk zu relevanten Themen. Der geschichtsträchtige Backsteinbau im Kastanienallee-Kiez hat ja schon so manche Veranstaltung erlebt ? letzter Aufreger die Modenschau von Michael Michalsky zu Jahresbeginn ? Frühstücken von 12 bis 15 Uhr gehörte bis vor kurzem allerdings noch nicht dazu. Das neue Angebot unter dem Motto ?freischwimmer ? kirche zum auftauchen? steht allen offen. Kommen und Gehen ist jederzeit möglich. Parallel wird ein Kinderprogramm angeboten. Veranstalter ist die Evangelische Kulturwerkstatt in Mitte, die unter anderem auch die Galerie Kunstschwimmer in der Choriner Str. 72 betreibt. Castingallee goes Church ? mal sehen was aus dieser Melange noch alles an neuen Impulsen ins Leben im Kastanienkiez schwappt.
freischwimmer
kirche zum auftauchen ? ein projekt der ev. kulturwerkstatt
fon rainer schacke 030.7670312-0
fon eberhard koll 030.4050409-0
www.freischwimmerberlin.de
info@freischwimmerberlin.de
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Inspirierende Politik

Gerade komme ich von der sehr inspirierenden Veranstaltung
Das Kreuz mit der Wahl zurück. Berliner Christen verschiedener Konfessionen hatten die Berliner /Spitzen)kandidaten der fünf im Bundetag vertretenen Parteien eingeladen. Monika Grütters (CDU), Wolfgang Thierse (SPD), Wolfgang Wieland (Bündnis 90/Die Grünen), Hellmut Königshaus (FDP) und Gesine Lötzsch (Die Linke).
Ich war bei der Spurgruppe gewesen, die sich die Veranstaltung ausgedacht, später haben andere das übernommen. Meine damalige Titelidee "Kunterbunt. Mitmischen in der Politik" - mit je zwei Buchstaben in der jeweiligen Parteifarbe - hatte sich nicht durchgesetzt, jedoch meine Eingangfrage hat überlebt:
Von welchem Aspekt Ihrer Politik könnte Jesus besonders begeistert sein?
Wolfgang Thierse scheute sich anfänglich, Jesus für die Rechtfertig seiner Politik heranzuziehen, verwies dann aber auf die sozialen Aspekte, Frau Grüttgers CSU betonte die Familienwerte und der Vertreter von Bündnis90/die Grünen die Bewahrung der Schöpfung. Gesine Lötzsch verglich die Austreibung der Geldwechlser aus dem Tempel mit dem aktuellen Ziel ihrer Partei gegen die Geldgier an den Finanzmärkten vorzugehen und Herr Könighaus fand in der Speisung der 5000 ein schönes Bild für die Ziele seiner Partei, Reichtum erst zu vermehren, um ihn dann verteilen zu können (er ist Experte für Entwicklungspolitik).
Es würde diesen armen Blog überfordern, wenn ich den ganzen Abend mit allen Themen von Afghanistan bis Kinderarmut und Abwrackprämie bis Bildung wiedergeben würde. Gerne hätte ich auch den Applaus analysiert. An der Zustimmung, die auf Statements der unterschiedlichen Politiker folgte, konnte man gut spüren, dass die Christen im Saal von ganz unterschiedlichen Themen bewegt sind. Deshalb nur ein paar Highlights (sinngemäß, aber nicht unbedingt wörtlich zitiert, da Politiker erfahrungsgemäß mehr sagen, als man mitschreiben kann).
- Lötzsch: Im Krieg stirbt immer als erstes die Wahrheit
- Thierse: Wir brauchen vom 1. Jahr eines Kindes an bildungsfreie Bildung. Äh. Sie verstehen. Ich meine gebührenfreie Bildung.
- Thierse: Wenn ich Bürgern begegne, sagen sie mir "Herr Thierse, sie sehen ja gar nicht so dick aus wie im Fernsehen. Ich erkläre mir das damit, dass das Fernsehen monumentalisiert."
Auf die Frage, woher die Politikverdrossenheit der Bürger kommt.
Thierse: Es ist die Verständliche Ungeduld der Menschen angesichts der Langsamkeit der Demokratie.
(Das wär für mich persönlich sehr einleuchtend, hat mir einiges erklärt).
Thierse zum Slogen der Linken "Reichtum für alle": Politik beginnt erst nach dem Wunsch. Den Wunsch haben wir alle.
Auf die Frage, was Ihnen an ihrem Politikerberuf besonders viel Freude macht:
Lötzsch: Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten begegnen.
Grütters: Dinge durchdiskutieren und durchdenken.
Thierse: Ich finde das schönste an diesem Beruf ist, dass ich immer gezwungen bin zu lernen. Ich lerne gern. Das hält jung. Ich habe den Eindruck, dass ich am Ende der DDR viel älter war als heute. (Letzer Statz = wörtliches Zitat)
Auch wenn ich immer noch weiß, was ich wählen werde, habe ich einiges dazu gelernt, bin also laut Thierse etwas jünger geworden.
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Opfer sein
"Opfer sein ist kein Zustand, sondern eine Erfahrung." sagte gestern Dominic Barter von
www.restorativecircles.deIch finde das einen spannenden Gedanken. Es ist ein massiver Unterschied, ob man die Erfahrung gemacht hat, machtlos gewesen zu sein oder ob man denkt, dass man Opfer IST.
Der Gedanke rumort in mir...
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Gehört werden
Ein Teilnehmer beim Seminar sagte: "Ich kenne eine Frau, die eine ganze Nacht lang vergewaltigt wurde. Sie kann seitdem ihr Leben nicht mehr Leben wie vorher. Sie kann sich überhaupt nicht vorstellen, mit der Person, die ihr das angetan hat, zu sprechen. Wie kann man mit ihr so einen Restorative Circle machen."
Dominic Barter: "Gar nicht."
Und nach einer Weile des Nachdenkens: "Ich vermute, dass sie tatsächlich [in Gedanken] sehr viel Zeit mit der Person verbringt, die ihr so etwas Schlimmes angetan hat [dass sie in Gedanken darum kreist.] Ich vermute, dass es auch etwas gibt, was sie dieser Person mitteilen möchte."
Ich fand den Gedanken faszinierend und sehr interessant, dass man, wenn man in Gedanken immer wieder um etwas kreist, möglicherweise von der anderen Person noch nicht gehört worden ist. Vielleicht auch deshalb nicht, weil man noch gar nicht weiß, was man eigentlich im tiefsten Herzen sagen möchte...und dass tiefer Schmerz nur durch Kommunikation und echte Begegnung heilen kann.
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Ein Leben - zusammengefasst
Gerade habe ich den Lebenslauf meines Vaters, den er an seinem 70. Geburtstag vorlesen will, abgetippt. Erstaunlich, was von einem Leben übrig bleibt, wenn man es so kurz zusammen fasst. Von mir wird nur der Geburtstag erwähnt und
"Die Erziehung der Kinder geschah vor allem durch meine Frau. Ich war viel unterwegs.
Alle drei Kinder haben erfolgreich studiert."
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Liebeserklärung
Heute habe ich eine der schönsten Liebeserklärungen meines Lebens bekommen. Die 7-jährige Tamara, bei der ich zu Besuch war, hatte meine Schuhe versteckt. Als ich sie fragte, warum sie das getan hat sagte sie "Weil ich nicht wollte das du gehst!", klammerte sich an mir fest und sagte: "Ich lass dich nicht gehen!"
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Mutig leben
Wer nicht ab und zu ein paar Leute so vergrault, dass sie die Augenbrauen in die Höhe ziehen, der lebt nicht in vollen Zügen. Erin Brockovich
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Gnade...schlechthin
Bei einem Podiumsgespräch zu seinem Film "Palermo Shooting" wurde der Regisseur Wim Wenders gefragt:
"Why did you give Finn a second chance?"
Wims Antwort hat mich bewegt
"We all deserve a second chance. We deserve seven times seventy second chances."
Ein Gott, der von uns erwartet, dass wir anderen sieben mal siebenundsiebzig mal vergeben sollte uns mit gutem Beispiel vorangehen. Und tut es.
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Die Hütte - als LIVE Wochenende
Viele Menschen wünschen sich eine Begegnung mit Gott, so wie es Mack in "Die Hütte" erlebt hat: Tiefe Heilung für Schmerz und neue Nähe zu Gott. Die wenigsten wagen es wie Mack, sich ganz allein auf den Weg zu machen. Sie wünschen sich bei dem Prozess Begleitung.
Deshalb plane ich im Herbst 09 und Frühjahr 2010 , mit einem Team von Coaches, Beratern, Seelsorgern und Musikern ein Wochenende zu gestalten, das Raum bietet für
- Inspiration und neue Perspektiven
- Zeiten allein mit Gott
- Seelsorge und Beratung
- Segnendes Gebet
- Entspannte, tiefe Zeiten in Gottes Nähe
Vermutlich wird es je einmal in der Umgebung von Berlin und einmal in Süddeutschland stattfinden.
Wenn du Interesse hast, daran teilzunehmen, dann melde dich einfach bei mir. Du bekommst dann nähere Infos.
Labels: Begegnungen, Buchtip, Seminare
Zufallsbegegnung
Heute Morgen hat Susanna mir noch einige Details von der Ermordung Hariris erzaehlt. Die Wucht der Detonation der 200 Kilo Bombe war so stark, dass alle Autos in der Naehe sofort in Flammen aufgingen, ein gerade frisch renoviertes und neu gebautes Hotel praktisch voellig zerstoert wurde - der Hotelbesitzer hatte keine Versicherung gegen Terror-Schaeden - jetzt hat er kein Geld mehr, die Ruine wieder neu aufzubauen. Alle Autos in der Naehe gingen in Flammen auf - insgesamt wurden 22 Menschen in den Tod gerissen, vom Selbstmordattentaeter fand man nur noch einen Fuss, der Rest des Koerpers war voellig zerstoert. Mehrere Hundert Meter weit gingen alle Scheiben zu Bruch - besonders die Schaufensterscheiben von Laeden. Dennoch kam es nicht zu Pluenderungen - die Leute waren einfach nur geschockt und verstoert. Meine Freundin erzaehlte mir, dass die ganzen Strassen an denen sie entlang gingen von Glasscherben ueberseat waren - sie wohnen nur etwa 20 Min Fussweg von der Stelle des Attentates entfernt.
Das Attentat auf ihn war so ein einschneidendes Ereignis in der juengeren libanesischen Geschichte, dass ich es besser verstehen wollte. Ich bin gerade hingegangen, um mir das anzusehen. Joe Biden, der amerikanische Vizepraesident, hatte wohl die gleiche Idee zur gleichen Zeit. Gerade als ich da war, kam er auch. Natuerlich nicht zu Fuss, sondern mit etwa 40 gepanzerten Begleitwagen. Ich habe heute den ganzen Morgen immer wieder dafuer gebetet, dass die Gespraeche zwischen ihm und seinen libanesischen Gespraechspartnern fruchtbar sind, sie guten Kontakt miteinander haben und vor allem, dass sie auf gute, kreative Loesungen, die sich bisher keiner gedacht hat, kommen. Von daher hat es mich sehr beruehrt, ihn aus naechster Naehe zu sehen (genauer gesagt nicht ihn, sondern die schwarz getoenten Scheiben seiner Limousine - und natuerlich zu fotografieren, was nicht wirklich erlaubt ist...).
Labels: Begegnungen, Erlebnisse, Reisen
Tag 1
Heute war ein ruhiger Tag. Meine Freundin musste Aemterkram erledigen und zum Arzt, ich hab die Zeit auf dem Balkon verbracht und gelesen:
- Sei nicht nett, sei echt
- Jesus through Middle Eastern Eyes...
Habe im letzteren gelernt, dass die "Herberge" in der kein Raum mehr bei der Geburt Jesu war, keine Herberge war, sondern das Gaestezimmer einer Familie(wie bei der Witwe aus Zappata ein Raum auf dem Dach), es ist ein anderes griechisches Wort, das da benutzt wird als z. B. bei der Herberge (= eine echte Herberge) in die der barmherzige Samariter den verletzten bringt. Gelernt habe ich auch, dass einfache Haeuser in Palaestina einen Anbau hatten, in dem das Vieh in der Nacht schlief und die Krippen, aus denen die Tiere aussen waren an der Wand zum Wohnraum...d.h. die Krippe war NICHT im Stall, sondern in dem Familienraum, der an den Stall grenzte...
Nachmittags hab ich meiner Freundin beim Ausmisten geholfen. In 4 Wochen ziehen sie von hier weg, wir haben Buecher durchgesehen, zwei Muellsaecke mit Ueberfluessigem gefuellt und drei grosse Kisten, die wir Morgen in ein Waisenhaus bringen wollen.
[Gerade ruft der Muezzin zum Gebet...hier ist das weit weniger laut und viel dezenter als ich es von anderen arabischen Laendern kenne.] Ein kleiner Sparziergang durch die Gegend und Gespraeche mit den Teenie-Jungs rundeten den Tag ab - bis jetzt...der Abend kommt ja noch.
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Urkundenkundler
Heute habe ich im Zug einen Mann kennen gelernt, der Lateinische und Niederdeutsche Urkunden aus Archiven und Museen abschreibt und publiziert. Interessant von was man leben kann. Und wofür.
Labels: Begegnungen, Erlebnisse
Gebrechlich
Meine Eltern werden gebrechlich...im wahrsten Sinne des Wortes. Gestern Abend, als ich gerade zu Besuch bei ihnen war, ist meine Mutter gestürzt und so unglücklich gefallen, dass sie sich den Oberarm gebrochen hat und jetzt in der Klinik ist. Sie meinte der Bruch sieht aus wie eine zackige Börsenkurve. Damit kann sie wohl ehe nur historische Kurse gemeint haben. Heutzutage gehen die Kurven ja eher gerade nach unten.
Auf jeden Fall muss sie Morgen operiert werden, um den gezackten Knochen wieder zusammen zu fügen - die erste Operation ihres Lebens! Gar nicht schlecht für knapp 70! Zu diesem Anlass hat sie sich noch von mir ihre Fussnägel lackieren lassen...weil sie meinte, dass sie sich so auf dem OP Tisch wohler fühlen würde!
Mein Vater hat die Situation zum Anlass genommen, mit mir über seine Vorstellungen von der Zukunft zu sprechen...falls Pflege notwendig würde und wie er sich sein Grab vorstellt. Irgendwie ein bisschen morbide...und gleichzeitig immer näher kommende Realität.
Labels: Begegnungen, Erlebnisse, Menschen
Kleinigkeiten
Ein kleiner Junge fragte mich gestern, als ich an einem Spielplatz vorbei lief: "Können Sie mir sagen, wie spät es ist?"
"Viertel nach sechs." und "Ich finde du hast sehr höflich gefragt. Das hat mich gefreut!"
Er strahlte mich an!
Labels: Begegnungen
Sportlich
Heute geht das Impulsheft "Kreativ leben" in den Druck - mit dem Strohhalm-Cover, das die meisten Stimmen von Euch bekam (Vielen Dank für alle Rückmeldungen - das hat mir sehr geholfen!). Der
Autor hätte ein anderes Bild Cover bevorzugt...aber nahm es sportlich.
Als ich ihm einen Cocktail mit vielen Strohalmen als Entschädigung anbot, schrieb er zurück:"das Cocktail Angebot nehme ich gerne an. Ich werde dann im Strohhalm T-Shirt kommen ;-)" ...er schickte den Entwurf fürs T-shirt gleich mit!
Echt sportlich - und sehr kreativ! Der Mann macht seinem Buchtitel alle Ehre!!!

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Bilder und Erwartungen
Vor einigen Wochen habe ich einer Frau davon erzählt, dass ich lange gebraucht habe, um einen Grafiker zu finden, mit dem ich gerne zusammen arbeite. Wir haben reflektiert, wie uns Vorstellungen helfen, Klarheit zu gewinne, uns aber oft auch hindern, den anderen zu sehen, weil unser Erwartungs-Bild den Blick auf den echten Menschen verstellt.
Sie gab mir den Tipp mal alle Vorstellungen, die ich davon habe, wie Jemand zu sein hat, aufzuschreiben.
Wie sollen Eltern sein?
Mütter?
Väter?
Geschwister?
Freunde?
Freundinnen?
Partner?
Mitarbeiter?
Kinder?
Leiter?
Postboten?
Verkäufer?
...
Es ist ok, Erwartungen zu haben, solange man sich bewusst ist, dass es eben eigene Erwartungen sind, die den eigenen Bedürfnissen entspringen. Sie sind kein absoluter Maßstab für "so ist es richtig".
In meinem Fall: Ja, ich erwarte von einem Grafiker, dass er gut arbeitet, aber daneben auch unkompliziert und freundlich ist, nach schlanken, effektiven Lösungen Ausschau hält und warm und herzlich mit mir umgeht, weil
ICH entspannt arbeiten will und Akzeptanz
mir wichtig ist.
Wenn Erwartungen erfüllt sind, ist alles in Ordnung. Wenn nicht, habe ich die Wahl:
- Meine Erwartungen zu hinterfragen: Was sagt diese Erwartung über mich? Was brauche ich?
- Meine Erwartungen zu revidieren: Auf welche Aspekte kann / will ich verzichten?
- Alternativen suchen: Kann ich das hinter der Erwartung stehende Bedürfnis vielleicht auch anders erfüllen?
- Trennen: Mich von der Person distanzieren und suchen, ob Jemanden finde, der meinen Erwartungen mehr entspricht.
Trennen und Weitersuchen geht natürlich nur bei Menschen, bei denen man die Option hat (z. B. Grafikern). Eltern, Kinder usw. kann man nicht tauschen...
Aber gerade in Beziehungen zu "nicht tauschbaren" Menschen, tut es gut, zu realisieren: Ah, das ist meine Erwartung, kein absoluter Maßstab. Was ich erwarte, sagt mehr über mich als über den anderen. Der andere
muss gar nicht unbedingt so sein, wie ich es erwarte.
Die Bilder und Erwartungen, die wir haben, nehmen uns oft die Möglichkeit zur bereichernden Begegnung nehmen, weil die Bilder im Kopf und Erwartungen uns den Blick darauf verstellen, wie der andere wirklich ist.
Wenn das der Fall ist, ist klar, "dass eine Trennung unausweichlich wird: Entweder wir trennen uns von unseren Bildern oder - wir trennen uns." (Magnus Malm in: Gottes Helden sehen weiter)
Die anderen Optionen neben der Trennung sind noch:
- wir sind ewig unzufrieden und leiden
- wir weisen dem anderen die Schuld zu
- wir versuchen, ihn zu verändern
Alles keine angenehmen, begegnungsreichen Optionen...
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Vater-Bilder
Letztes Jahr im Sommer habe ich an einem Samstag Nachmittag in einem Café einen Artikel gelesen, der die Vaterbilder der beiden amerikanischen Präsidentschaftskandidaten anhand ihrer Biographien verglichen hat. Mich hat der Artikel sehr bewegt - ein Freund hat mir jetzt die
Online-Version geschickt.
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Grabbesuch
Maria Magdalena war die erste,
die den Auferstandenen traf.
Sie war zum Grab gegangangen,
um seinen Leichnam,
den Grund ihres tiefen Schmerzes,
einzubalsamieren...
festzuhalten
was noch festzuhalten war
bevor sie versinken würde
in bodenlosen Schmerz.
Ihn noch einmal zu sehen,
anzusehen,
wen sie verloren hatte...
Vielleicht
ist der Weg zum Grab
dorthin wo
der Schmerz begraben liegt
der schnellste Weg
Auferstehung zu erleben.
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Liebe ist...
Ich glaube nicht unbedingt an die eine große Liebe...wohl aber an das Tausendfache kleine Lieben.
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Ziemlich cool - Antwerpen in Berlin
Der erste Teil des Experiments hat schon gut geklappt. Ich bin heute am frühen Nachmittag in eines meiner Lieblingscafés gegangen - genauer gesagt geradelt, das geht derzeit leichter als Laufen. Nebendran war ein Wäsche-Geschäft, das hab ich noch anschließend besucht. Ich kam mit der Verkäuferin ins Gespräch. Das hatte ich zwar nicht auf die Liste geschrieben, aber es gehört definitiv mit zum Antwerpen-Feeling: Mit Ladeninhabern und Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen.
Die Dame mit der ich sprach war klasse, extrovertiert und offen: "Sie tragen den entzückendsten Hut dieser Woche!"...Wir redeten über Beruf und Coaching...und sie hatte eine so geniale Geschäftsidee für mich, dass ich absolut jubelnd nach Hause geradelt bin...die Idee ist so nahe liegend, praktisch und umsetzbar...und was, was total zu mir passt...verraten werde ich es allerdings erst, wenn ich es tatsächlich umgesetzt habe...aber das kommt sicher bald...
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Begegnung
In dieser Woche habe ich drei neue Impulshefte fertig bearbeitet und zum Grafiker bzw. zum zweiten Lektor geschickt
- Gebet für Politik
- Natürlich wachsen. (Reife)
- Geld.
Ich schreibe sehr gerne kreativ und aus dem Bauch heraus. Das intensive Überarbeiten ist für mich sehr anstrengend. Ich war heute Mittag richtig erschöpft. Dann hatte ich ein Coaching. Zwar nur am Telefon, nicht live. Aber jetzt, nach dem ich eine Stunde lang eine junge Frau in einem Entscheidungsprozess begleitet habe, fühle ich mich selbst wieder erfrischt und glücklich. Ich brauche intensive, inspirierende Begegnungen zum Leben wie andere Wasser oder Kaffee!
Labels: Begegnungen, Besser Leben, Coaching
Begnungen in Soho
Gestern war ich - abgesehen von einem abendlichen Besuch im faszinierenden Jewish Heritage Museum - den ganzen Tag erst in Tribeca (neue Trendecke) und Soho unterwegs, einer eher noblen Gegend mit vielen schicken Läden, Restaurants "Make Food, not War!" und Galerien.
In einem Laden habe ich ein wunderbares Einrichtungsbuch entdeckt. Jonathan Adler: "My Prescription for non-depressive Living": Herrlich bunt, kreativ, verspielt...einfach nur schön...Ich hab mich in dem Buch, seinen witzigen Texten und herrlichen Bildern verloren, als mich ein Mitarbeiter ansprach. Ich sagte ihm, wie herrlich ich das Buch finde. Er meinte, indem er mit beiden Fingern auf seine Brust zeigte: "That is my style!" Wir unterhielten uns noch etwas über Dollar und Euro...später erzählte mir eine andere Mitarbeiterin mit Ehrfurcht in der Stimme "The man you talked to was
Jonathan Adler himself. He is the author and designer...he owns all the shops..." Witzig...
Das Leben ist voller Überraschungen, wenn man nur offen dafür ist.
Labels: Begegnungen, Erlebnisse
Altersunterschied
Heute habe ich den Tag mit zwei sehr altersunterschiedlichen Damen verbracht. Am Morgen gab ich einer Frau, die sich als der Nachkriegsgeneration zugehörig beschreibt, ein Coaching, das - so denke ich - ihr half, eigenen Gefühlen auf die Spur und einer Lösung näher zu kommen.
Den Rest des Tages habe ich mich dann um die drei Monate alte Anna gekümmert, damit ihre Mutter den schwer kranken Vater in der Berliner Charité Klinik besuchen konnte. Zwischen den zwei "Damen" lagen wohl um die 60 Jahre. Es waren zwei ganz unterschiedliche Begegnungen und doch waren die Bedürfnisse der beiden ähnlich: Aufmerksamkeit, achtsame Zuwendung, Hinspüren, was jetzt gut sein könnte. Ich hab´s mit beiden genossen.
Jetzt werde ich mich um die "Dame" kümmern, die in meiner Haut steckt und die die gleiche Bedürfnisse hat. Ich glaube ich werde ihr erst mal was zu essen und zu trinken geben.
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