Mittwoch, April 14, 2010

Gespeicherte Bilder

Die Bilder des gestrigen Abends werden mir noch lange in Erinnerung bleiben. Die fantastischen Tanzszenen der Flying Steps - klar. Aber auch die etwa 10 Jährige Tochter eines Breakdancers, die zum Schlussapplaus mit auf die Bühne kam und verschämt-stolz ein Rad schlug (Riesenapplaus). Und der Vater eines der Tänzer, der glühte vor Glück. Eine Zauberhafte Nacht.

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Dienstag, April 13, 2010

Flying Bach haut mich um


So was Tolles hab ich schon lange nicht mehr gesehen. Flying Bach = Bach plus Breakdance und Contemporary Dance....eine irre Kombination.

Was die Musiker und die Berliner Flying Steps (4 x Weltmeister im Breakdance!!!!) heute in der Neuen Nationalgalerie zum Besten war einfach nur umwerfend. Wenn Bach die Powermoves der "Jungs" sehen könnte, die zu seiner Fuge in F-Moll minutenlange Head Spins, Turtles und Windmills machen würde er sich im Grab umdrehen - um mitzutanzen!

Wer nicht so viel Glück hat wie ich, eingeladen zu werden und nicht die Kohle für den Eintritt hat, dem empfehle ich, ´ne warme Decke und ´ne Flasche Wein mitzunehmen und sich das Ganze durch die riesigen Glasfenster an der Rückseite der Neuen Nationalgalerie anzusehen. Läuft noch: Mi. 14, Fr 16., Sa 17., So 18., Mi 21., Fr 23., So. 25. April, Di 27., Mi 28., Fr. 30. April und Sa. 1. Mai ? jeweils 20:30 Uhr.

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Sonntag, April 11, 2010

Allein unter Esos

Die Buchhandlung Lehmanns aus Leipzig hatte mich im Rahmen der "Tage der Spiritualität" zu einer Lesung aus "Die Hütte und ich" eingeladen. Da war ich heute. Es gab viel Hintergrundgeräusche wie etwa eine laute Kaffemaschine neben dem Publikum und Getrampel auf der einzigen Treppe, die direkt hinter dem Podium war. Das hat mich stellenweise irritiert. Ansonsten lief die Lesung gut, ich konnte sehen, dass einige Zuhörer Tränen in den Augen hatten. Vermutlich hat etwas sie berührt.
Anschließend habe ich mir noch die Stände und Angebote, die es sonst noch gab, angesehen. Da wurde "Schamanische Reise zur Seele" ebenso angeboten wie "Lass dich nicht behexen - mit magischem Schutzschild negative Kräfte abwehren und Tarot Beratung...Habe mich noch eine Weile mit einer Kollegin unterhalten und mich dann auf den Weg zurück nach Berlin gemacht.

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Montag, April 05, 2010

Fastenzeit - Lesezeit

In der Passionszeit habe ich, um mehr zur Ruhe zu kommen, die Anregung eines Freundes aufgegriffen und den Computer ab 19.00 (meist) nicht mehr angerührt. Mir tat das richtig gut. Statt Abends "noch mal schnell" was am Computer nachzusehen, hatte ich mehr Ruhe zum Lesen, habe ´ne ganze Menge Bücher gelesen, die ich schon lange (fertig) lesen wollte. Und bin trotzdem (oder deswegen?) mit der Arbeit gut voran gekommen. Kurz: es hat mir gut getan. Ich denke die gute, nun 5o Tage eingeübte Gewohnheit, werde ich ich beibehalten.
Jetzt schalte ich den Computer auch gleich wieder aus - musste nur kurz etwas nachschauen. Aber will nicht hängen bleiben. So. Das reicht.

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Donnerstag, April 01, 2010

Tag mit Gott

Ich komme gerade aus Bernau zurück, wo ich eine "Tag mit Gott" verbracht habe. Bernau habe ich erstmals besucht. Der Stadtkern - umgeben von einer mittelalterlichen Mauer - war eine merkwürdige Mischung aus Fachwerkhäusern, klassizistischen und mittelalterlichen Bauwerken (ca. 30% der Gebäude) und Plattenbau (der Rest). Es hatte den Charme einer alten Dame, die zum eleganten Abendkleid aus Seide Gummistiefel, einen Anorak und Platikschmuck trägt.


Der Ort hat mich berührt mit seinen Brüchen, seiner architektonischen Verletztheit, dem ästhetischen Missbrauch, den er ebenso offen zeigt wie andere Verletzungen aus der Vergangenheit. So erinnert ein Denkmal aus Rost und Glas an die Namen der Frauen, die als Hexen gebrandmarkt und getötet wurden, ein anderes an die Synagoge, die früher in der Innenstadt stand.


Doof war, dass das Buch "Die Bürgschaft" aus der Serie "Poesie für Kinder", das ich mir als Erinnerung an eine Ausstellung, die ich heute gesehen habe, und einen Strauß roséfarbener Tulpen am Bahnhof habe stehen lasen. Schade.

Dennoch tat mir dieser "Tag mit Gott" sehr gut. Ich lese am 1. Tag des Monats immer alle Notizen, die ich mir im vorausgegangen Monat gemacht habe, durch. So kann ich mir noch einmal in Erinnerung rufen, was mir wichtig wurde. Und dann bete und überlege ich, was mir beruflich, geistlich und persönlich für den folgenden Monat wichtig ist. Heute hab ich erstmals die "10 Gebote für April" aufgeschrieben. Gebote eher spielerisch zu verstehen ist, es sind die Ratschläge, die ich mir selbst für gutes Leben gebe. (Hmm. Vielleicht sind Gottes Gebote ja nichts anderes?!).
Ich hab mir meine zehn Gebote jetzt in meinen Timer geschrieben. Wenn ich ihn aufschlage sind links die 10 Gebote für April, an die ich mich selbst erinnern will. Daneben steht die Wochenplanung für die jeweilige Woche - also die wichtigsten Aufgaben und Termine als Übersicht. Rechts ist dann meine Tagesplanung mit den aktuellen To-Dos.
Da kann ja fast nichts mehr schief gehen.

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Sonntag, März 28, 2010

Hütte-WoW-Wochenende

Ich bin beeindruckt von dem gerade aktuell erlebten Hütte-Wochenende. Ich wünschte, ich könnte alles erzählen, was sich bei Menschen innerlich in der Zeit bewegt hat - was aber aus Gründen der Vertraulichkeit nicht geht.
Von daher nur zwei Kommentare:
- "Meine große Traurigkeit, die mich seit Jahren begleitet hat, ist verschwunden."
- "Das war das beste Seminar, das ich je erlebt habe."

Beim letzten Kommentar klatschen die Teilnehmer so begeistert, dass es - wohl durch die Vibration - ein Bild von der Wand schmiss ohne dass jemand es berührt hat.
Ich bin tief beeindruckt von dem, was sich im Leben von Menschen in nur 48 Stunden tief verändern kann - mehrere Teilnehmer fanden Lösung für Dinge, die sie fast ein Leben lang belastet hatten (teilweise 50 ! Jahre und länger). So etwas miterleben zu können ist einfach nur zum Stauen.
Für mich persönlich war auch schön, zu erleben, wie viel die anderen vom Team mich entlastet haben, besonders angesichts der Tatsache, dass ich nicht so viel Energie hatte wie sonst.

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Dienstag, März 16, 2010

Schöne Kirche


Die Kathedrale in Sevilla ist nach dem Petersdom und Notre Dame in Paris die drittgrößte Kathedrale der Welt. Im Innenraum sind Unmengen an Edelhölzern, Gold, Silber und Edelsteinen verarbeitet. Der Stil war nicht ganz nach meinem Geschmack, Geschmäcker ändern sich mit dem Bedarf den Menschen haben...und mein Bedarf nach Überfülltem, Überladenen etc. ist schon durch meinen Schreibtisch reichlich gedeckt. Prachtvoll war sie allemal. Zumindest, wenn man Kosten und Aufwand als Maßstab nimmt. Bei der Besichtigung begleitete mich ein Mann, der aus Venezuela stammte. Seine Vorfahren wurden vermutlich ausgebeutet, um diese Pracht zu ermöglichen. Tausende, vielleicht sogar Millionen Menschen aus Südamerika starben in den Silberbergwerken, deren Ertrag in der Kathedrale tatsächlich zentnerweise verarbeitet wurde.
Ich frage mich, wonach Gott die Pracht seiner Kathedrale misst. Vielleicht nach Liebe, die wie Gold im Feuer geläutert ist, nach Mitgefühl, Barmherzigkeit, Erbarmen, Geduld, Opferbereitschaft, Glauben, Hoffnung, Gerechtigkeit usw. Wahrscheinlich glänzen in seinen Augen einige Kirchen gewaltig, die in keinem Reiseführer zu finden sind.

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Kopf frei

Heute Morgen wurde mir ein Stück der Nasenmuscheln herausoperiert, damit ich besser Luft bekomme. Ich bin erstaunt, wie schnell man nach so einer Operation - trotz Vollnarkose - wieder fit ist. Bereits zwei Stunden nach der Operation wurde ich wieder nach Hause entlassen. Offensichtlich haben sie das Gehirn nicht rausoperiert. Ich hatte einen richtigen Kreativschub, als ich hier ankam und hab mit viel Freude am neuen Quadro "Coaching Basics" weitergeschrieben. Etwa die Hälfte des Textes ist jetzt fertig und es macht mir ziemlich viel Spass, mein Wissen weiterzugeben und mir Fragen und Handlungsimpulse auszudenken. Juchu!
Werde trotzdem erst mal Mittag essen und dann ´ne Runde schlafen...will es ja nicht übertreiben.

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Freitag, März 12, 2010

Sherry und Flamenco


Heute fuhren wir nach Jerez, der Geburtsstadt des Sherry und des Flamenco - eine Stadt, die im Vergleich zu Sevilla beschaulich und verträumt wirkt - dennoch lange als Bastion der Mauren gegen die Spanier gedient hat - und Neues entwickelt. Hier kamen findige Weinbauern auf den klugen Gedanken, den lokalen Wein international zu vermarkten (die Engländer, die Jerez nicht aussprechen konnten, machten dann Sherry daraus...aus dem Namen, nicht aus dem Getränk - für das behielten die Spanier zum Glück die Oberhand). Eigentlich wollten wir in einen der Weinberge gehen, aber hier passiert Nachmittags gar nichts....die berühmte Andalusische Siesta, die in den heißen Sommermonanten absolut Sinn macht, hält auch im Winter in den Mittagsstunden die Aktivitäten auf - uns so öffneten die Bodegas so spät, dass wir es vor der Rückfahrt unseres Buses nicht mehr geschafft hätten. Die Tatsache, dass der Reiseführer auch noch phantasievolle, falsche Öffnungszeiten angab, half bei der Planung nicht unbedingt. Immerhin konnten wir uns, da uns schon der Besuch und die damit verbundene Sherry-Probe verwehrt war, an dem Sherry-Duft berauschen, der von den Fässern, die hinter den verschlossenen Toren gelagert waren, in unsere Nasen wehte. Und wir genossen dann eben in einem Café einen Tio Pepe (der angeblich beste Sherry der Stadt, auf alle Fälle seeeeeeeeeeeeeeeeeehr lecker).
Auf der Rückfahrt waren an vielen Stellen überflutete Felder zu sehen...viele Farmen waren kaum zugänglich, weil die Wege noch überflutet waren - Folgen der extremen Regenfälle der letzten Wochen. Dort wo das Wasser zurückgewichen ist, kommt das schönste, lebendigste, leuchtendste Grün hervor, was ich je gesehen habe.
Sprechen kann ich noch immer nicht - kuriere meine Stimme gerade mit frischem Ingwer-Tee mit Minze und Honig. Aber so schlimm ist das nicht. Mein Spanisch ist ähnlich wie das Deutsch Mark Twains, der über seine Sprachkenntnisse sagte: "Wörter kenne ich viele, die Endungen kennt nur der Herr."

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Schönheitswettbewerb

Gestern Morgen war ich im Indienarchiv, wo 8 Millionen ! Dokumente, die die Eroberung Lateinamerikas und anderer kolonialisierten Regionen lagern. Die kann man natürlich nur zum Teil sehen - trotzdem beeindruckend, wie viel geballte große und kleine Geschichte sich hier auf einem Raum befindet.
Dann gingen wir zum Alcazar, einem Palast, der seine Ursprünge in maurischer Zeit hat und später weitergebaut wurde. Das Gebäude ist traumhaft. Maurische Architektur vom feinsten, filligrane Steinmetzarbeiten. Später waren wir noch in den Gärten. Orangenbäume, die voller Orangen hingen (allerdings Zierorangen, bitter wie Zitronen, wir haben es probiert!), überall sanft plätscherndes Wasser - traumhaft.
In der Gunst um das beliebteste Fotomotiv hat am Ende nicht der Palast gewonnen, sondern - ein Pfau, der etwa 10 Min lang nur für uns beide Rad geschlagen und sich ins Zeug gelegt hat. Beim Wettbewerb um die Schönheit gewinnt am Ende doch das schöpferische Original.



Was gerade definitiv keinen Schönheitswettbewerb gewinnt ist meine Stimme. Mein Hals ist entzündet, sie ist rau wie ein Reibeisen und ich kann nur flüstern. Extrem übel. Vielleicht will die auch mal Urlaub machen.

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Donnerstag, März 11, 2010

Sevilla!


Es tut gut, hier in Sevilla zu sein. Nach einem gemütlichen Morgen werde ich mich jetzt aufmachen, die Stadt zu erkunden...Das Wetter hier ist durchwachsen, kühl, bewölkt, aber ich habe offensichtlich die bestmöglichen Tage im März erwischt. Selten habe ich so schönes Grün gesehen, wie auf dem Landeanflug. Leuchtend grüne Frühlingswiesen, die sich mit weißen und gelben Blüten geschmückt haben.
Nach dem Essen haben wir die Stadt erkundet. Conny, die gerade ein Erasmus-Jahr hier macht, hat mir die "Basics" von Sevilla gezeigt, natürlich haben wir auch spanische Leckereien ausprobiert - herrliches Gebäck, das alle Kalorien der Welt zu vereinigen scheint, aber extrem lecker schmeckt - da werde ich sicher noch weitere Experimente wagen, auch wenn ich nicht so scharf auf die Kalorien bin. Ich wusste nicht, dass die Spanier so gut backen können.
Woran ich mich noch gewöhnen muss, ist der Lärm. Leute reden unendlich laut. Im Flugzeug versuchten die Deutschen in ihren Sitzreihen zu schlafen, die Spanier unterhielten sich - und den Rest der Fluggäste. Laut. Laut ist es auch Nachts. Bin nicht ganz daran gewöhnt, dass Menschen Nachts laut sprechend und singend !!! unter meinem Fenster vorbeilaufen. Puh.
Selbst die Hunde bellen laut. Als wir auf einer Parkbank sassen, kläffte ein Mini-Hund so laut, dass er alle Aufmerksamkeit auf sich zog. Ein Passant lächelte mich an, zeigte auf den Hund und sagte: "Leon!! (Löwe) ich antwortete "Si!" Und war mächtig stolz, mein erstes Gespräch in Spanisch! erfolgreich bewältigt zu haben. Für tiefergehende Konversation als Spott über bellende kleine Hunde reichen meine 20 Wörter Spanisch jedoch noch nicht. Aber immerhin.
Und ich kann mir Milchkaffee bestellen! Cafe con Leche! Das werde ich gleich machen...und mir dann die Kathedrale ansehen, die auf den Grundmauern einer riesigen Moschee erbaut ist. Gestern war sie geschlossen, man kam nur in eine Nebenkapelle. Dort hing unter der Decke ein riesiges Netz, das all den Stuck, der abbröckelte auffing...offensichtlich nötig - es langen Kopfgroße Stücke Putz in dem Netz. Für grundlegenden Sanierung fehlt offensichtlich das Geld - was für ein Bild für den Zustand der Kirche an vielen Orten.
So...jetzt aber los...den Tag nutzen und gespannt sein, was er mir bringt.

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Samstag, März 06, 2010

Potsdam

Bin heute Nachmittag nach Potsdam gefahren...einfach so. Habe es genossen, lange in meinem Lieblingscafé zu sitzen, ins Schneetreiben zu sehen und zu lesen, mich in einem Laden, der gerade 2-jähriges Bestehen feierte, bei live-Musik kostenlos schminken zu lassen (wie machen die Profis das nur, dass es wirklich gut aussieht), Rosé zu trinken und mir ein Sommerkleid zu kaufen (die Hoffnung stirbt zuletzt)....und bei knallrotem Sonnenuntergang (der Schnee verzog sich wieder) nach Hause zu gehen. Der Tag hat mir, weil ich immer noch etwas müde und ausgelaugt bin, echt gut getan.

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Freitag, März 05, 2010

Coaching Sternstunde

Gerade hatte ich mal wieder eine von diesen Coaching-Sternstunden. Zu Beginn eine Kundin, die gar nicht so genau benennen konnte, was sie eigentlich drückt und will. Am Ende eine, die glücklich strahlte, weil sie eine konkrete, umsetzbare, einfache Lösung für ein konkretes Problem gefunden hatte. Ich strahlte mit!

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Sonntag, Februar 28, 2010

In vollen Zügen

Habe heute ein Buch (fast) in einem Zug gelesen. Nach 6 Wochen mit fast täglichen Zugfahrten freue ich mich jetzt auf 6 Wochen ohne DB...

- Dahindämmernde Begleiter
- Dauernde Betriebsstörungen
- Drückende Enge
und
- D-Englische Bronunciäschion

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Sonntag, Februar 21, 2010

Die Hütte 3

Das Seminar "In seiner Hütte" war wieder einmal überraschend gut. Überraschend, weil man vorher nie genau sagen kann, was die Menschen bewegen wird. Gut, weil sie - wie man an den Feedbackbögen erkennen kann - offensichtlich viel bewegt hat. Gott sei Dank. Und ich fühle mich jetzt erfrischter als vor dem Seminar.

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Donnerstag, Februar 18, 2010

Frühlingsträume

Heute Nacht habe ich geträumt, jemand hätte mich durch eine hügelige Schneelandschaft gezogen, die sich nach einer Weile in eine blühende Frühlingswiesen verwandelt hätten.
Das hab ich wohl meine 4-stündige Reise durchs verschneite Deutschland verabeitet - und meine Sehnsucht nach dem Frühling.

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Thüringen und Franken

Gestern Abend war die Lesung in dem bisher wohl schönsten Veranstaltungsort der Reise: im ca. 400 Jahre alten Rathaus von Hildburghausen, in dessen Veranstaltungsraum auch Fliesen aus dem Mittelalter, Tierknochen aus der früheren Fleischerei, Türbeschläge und andere historische Fundstücke ausgestellt hatten. Der Raum hatte Athmosphäre! Publikum war gemischt: Gemeindevolk und Leute, die aus der Zeitung davon gehört hatten. "Ich bin Atheist, so wie man das hier eben war, bin aus reiner Neugierde hier." Spannend.
Heute geht es nach Nürnberg...Heimspiel. Hier muss ich niemandem erklären, woher ich komme und warum ich das "R" rolle...das fällt hier in Franken nicht einmal auf.

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Mittwoch, Februar 17, 2010

Neue Farbe....

Eine Gemeinde, die ihr Gebäude mitten in einem Szenebezirk Berlins hat, hat meinen Vorschlag aufgegriffen, ihren ziemlich öden Eingangsbereich optisch aufzupeppen - weil einladend sein auch mit dem Aussehen beginnt. Geholfen bei der Entscheidung hat sicher mein Angebot, dass ich ihnen die Farbe spendieren würde, wenn sie das neu gestalten (ein bisschen Motivationshilfe kann ja nichts schaden!)

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Montag, Februar 15, 2010

Krass ermutigt


Gerade habe ich mir - als Bettlektüre - noch mal alle Feedbacks durchgelesen, die mir Leute zu meinem heutigen 10-jährigen Firmenjubiläum in die Lesbar geschrieben haben. Was mich bewegt und berührt, ist dass Menschen nicht nur allgemein geschrieben haben "Down to Earth ist ein toller Verlag"....sondern sehr persönlich berichten, was es ihnen das, was ich und mein Team gemacht habe(n), bedeutet.
Von Dingen kann man vielleicht sagen: "Das ist schön!" und drückt damit schon viel aus. Aber wenn es gelingt einem Anderen Menschen mitzuteilen "Das, was du getan hast, bedeutet mir..." spürt man tiefe Verbindung. Und man erfährt Dinge vom Anderen, die man ohne die Mitteilung nicht gewusst hätte. Echte Schätze. Ich genieße das.

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Sonntag, Februar 14, 2010

Freundin für alle Fälle

Meine Freundin Rose hat mir eben die Haare gefärbt und mein Telefon wieder in Gang gesetzt. Gegen den Funkenschlag im Flur war sie auch machtlos, aber zwei meiner akuten Probleme sind erst mal gelöst. Was für ein Geschenk, Freunde zu haben (nicht nur zum Sanieren von Haaren und Telefonen).

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Samstag, Februar 13, 2010

Kurz vor Ende

Heute Abend endet die "große Tour"...nach 10 Tagen und ein paar Tausend Kilometern und Lesungen vor mehreren Hundert Zuhören. Morgen früh geht es erst mal nach Berlin. Mein Patenkind, bei dessen Familie ich gerade Zwischenstop mache, beschwerte sich: "Was nur so kurz!" Ich erklärte ihr, dass ich ja gern mal wieder in Berlin sein möchte, gerne drei Tage hätte, um mich zu erholen, bevor es am Mittwoch noch mal für 5 Tage weitergeht. Sie meinte "Erholen kannst du dich doch auch hier..." Recht hat sie natürlich...mit ihrer zweiten Patentante und dem Hund war ich heute im Neuschnee sparzieren...einfach schön.

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Freitag, Februar 12, 2010

Bestseller

Habe gerade von einer Freundin erfahren, dass mein Buch "Die Hütte und ich" gerade auf Platz 8 der Liste für die aktuell meistverkauften christlichen Bücher steht. Wow. Ich bin bedruckt, wie ich als Verlegerin zu sagen pflege.

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Das war knapp

Gestern auf dem Weg zur Lesung stand eine angetrunkene Frau an der Bahnsteigkannte, wollte sich offensichtlich vor den Zug werfen....lies sich im letzten Moment nicht nach vorne auf den Zug, sondern nach hinten fallen...Ich bin soooooo dankbar, dass ihr nichts passiert ist (keine Verletzungen)...und auch dankbar dafür, dass ich nicht mit eigenen Augen einen Suizid oder tragischen Unfall mit ansehen musste. Soo dankbar.

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Dankbar

[Bild: Birgit Cathrin Duval BCM Press - DANKE!]

Ich bin sooo dankbar, wie gut bisher auf der Tour alles läuft. Die Menschen sind berührt und angesprochen. Gestern suchten mehrere Leute hinterher das Gespräch mit Seelsorgern, die dafür bereit waren. Kauften stapelweise Bücher, um sie anderen zu schenken.
Nach der Lesung gestern schrieb mir eine Frau: Ich komme gerade vom ?Hüttenabend?, wir haben kurz gesprochen...
So viele Gedanken und Reflektionen vom Abend, die ich dir eigentlich sagen wollte??.
Vieles erlebe ich genauso, wie du es beschrieben hast. Bücher, die förmlich mitten auf dem Weg liegen, und so hilfreich sind! Geschenke von Gott, in Form von kleinen Alltagsdingen, Klamotten, Nutella ;) einfach Zeichen seiner Liebe?.. gerade jetzt nur für mich. Ganz herzerfrischend, wie du es erzählt hast, stundenlang hätte ich dir zuhören können und ganz ähnliche Erfahrungen beitragen können. Als sehr wohltuend habe ich es empfunden, dass du auch von deinen Sehnsüchten, Schwächen und Zweifeln erzählt hast, (ich stelle Buchautoren, deren Bücher mich berühren, immer auf einen sehr hohen Sockel J)

Eine andere Frau sagte mir in der Schweiz, dass sie es faszinierend fand, dass ich zwischen den Texten einfach eine Frage in den Raum gestellt habe, über die die Menschen nachdenken konnten, wenn sie wollten. Keine Diskussion. Einfach eine Frage.
Kurz: Ich bin sehr berührt, dankbar.

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Mittwoch, Februar 10, 2010

Schneeflocken

Rindfleisch von selbst gezüchteten Angus Rindern, Eier von glücklichen Schweizer Hühnern, Störche, die vor dem Fenster über schneebedeckte Streuobstwiesen fliegen, rieselnder Neuschnee vor grauem Himmel, warme Schweizer Gastfreundschaft - mir geht es hier - abgesehen davon, dass ich trotz der Landluft nicht gut schlafe - richtig gut.

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Dienstag, Februar 09, 2010

Stille

Eine Frau sagte gestern Abend: "Der schönste Moment für mich war als der Pianist spielte und ich die Augen öffnete und in lauter Gesichter sah, die still und bewegt waren. Ich kenne das Café hier auch aus dem Tagesbetrieb und hier an diesem Ort Menschen zu sehen, die still und berührt waren, hat mich selbst am meisten berührt."

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Berührung

Gestern haben sich bei der Lesung, die von der Buchhandlung Olivenbaum in Winterthur veranstaltet wurde, etwa 50 - 60 Menschen in das kleine, längliche Café Punkt gedrängt, in dem die Lesung stattfand. Gemütlich. Warm, sehr warm. Und untermalt von sensibler Live-Musik. Ich hab mich sehr wohlgefühlt.
Vor und bei Lesungen versuche ich abzuspüren, aus welchen Kapiteln ich an diesem Abend lesen soll. Gestern empfand ich, dass ich u. a. das Kapitel "Fühlen lernen" lesen sollte, das ich bisher noch nie gelesen habe, weil es relativ wenig aktive Handlung, dafür viel mehr Gedanken enthält.
Hinterher sprach mich ein Mann an: "Wie kann ich es lernen, meine Gefühle mehr zu zeigen? Und: Wie kann ich die Angst loswerden, dass ich verletzlich werde, wenn ich meine Gefühle zeige."
Ich hab ihm gesagt, dass das verletzlich werden zum Risiko dazu gehört...aber dass die Schätze, die man bekommt, wenn man sein Herz zeigt, Situationen, in denen man auf Unverständnis stösst, weit aufwiegen...
Ein anderer Mann sprach mich hinterher an, dass "Fühlen lernen" genau sein Thema ist...
Für - wenigstens - zwei Menschen war es bedeutsam, dass ich diesen Text gewählt hatte...ich bin berührt und dankbar.

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Neuer Erdenbewohner

Gerade war ich bei meinen Schweizer Freunden im Stall. Sie züchten wunderschöne, schwarze Angus - Rinder und heute Morgen um 4.00 hat eine Kuh ein männliches Kalb zur Welt gebracht. Als ich in den Stall ging, hat die nasse Haut des Kälbchens, das neben seiner Mutter im Stroh lag, in der kalten Winterluft immer noch gedanmpf...berührend schön!

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Sonntag, Februar 07, 2010

Begegnungen

Ich bin dankbar für die Begegnungen auf der Reise. Mit Menschen, die offen von dem erzählen, was sie angesprochen hat oder wo sie noch Fragen haben. Wenn man an mit Menschen einem alten Tisch sitzt, an dem schon Hunderte von Menschen zuvor Platz genommen und ihre Spuren und Kerben im Holz hinterlassen haben, neben einem Schrank in dem schon Napoleon auf seinem Europa-Feldzug Sachen abgelegt hat und sich dann die Geschichte eines langen Lebens erzählen lässt, kann man einfach nur glücklich sein. Das Leben ist reich und spannend.

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Samstag, Februar 06, 2010

Sprache und Verstehen

An der Kasse eines Einkaufsmarkes ging das Gespräch darum, dass wohl ein erneuter Wintereinbruch droht (nee...bitte nicht). Eine Frau bat ihren Mann, doch noch eine Packung Streusalz zu holen. Er kam mit einer kleinen Packung Speisesalz zurück. Ich konnte - obwohl mir der Mann leid tat - nicht anders - ich hab fast Tränen gelacht. Vielleicht kann man mit gelachten Tränen auch vereiste Straßen auftauen?

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Entdeckungsreise

"Ich bat den Mandelbaum, mir von Gott zu erzähen. Da fing er an zu erblühen. Ich bat den Menschen, mir von Gott zu erzählen. Da fing er an, ganz Mensch zu sein."
********************
In dem Moment, dem man sich einer Aufgabe verschreibt, beeit die Vosehung sich auch. Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wäre geschehen, um zu helfen.
Ein ganzer Strom von Ereignissen wird in Gang gesetzt durch die Entscheiidung; und der sorgt zu den eigenen Gunsten für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle, Bewegungen und materielle Hilfen, die sich kein Mensch vorher so erträumt haben könnte.
Was immer du kannst, beginne es.
Kühnheit trägt Genius, Macht und Magie.
Beginne jetzt.

****************
Zwei spanende Zitate, die ich auf meiner Reise aufgesammelt habe.
Es bewegt mich, dass ich auf meiner Lesetour nicht nur über eine Reise zu und mit Gott lese und erzähle, sondern ihn selbst im Unterwegssein auf die eine oder andere Art erlebe: in dem liebevollen Wunsch eines Kindes, beim Requiem von Mozart in der wunderschönen gotischene Stiftskirch, in Begegnungen, Reaktionen, Gesten, Berührungen, Geschenken...in vielem kann ich seine Präsenz erahnen und manchmal meine ich auch ihn zu spüren.

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Freitag, Februar 05, 2010

Erfahrungen

Eine der spannenden Dinge auf der Hütten-Tour ist , dass ich ganz unterschiedlichen Menschen und Orten begegne. Gestern Saarlouis war warm, intensiv und schön. Spannend fand ich, dass mir mehrere Menschen auf der Tour erzählten, dass mein Erzählen davon, wie ich entdeckte, dass Gott meine Firma nicht für mich führen wollte (wie ich es unbewusst erwartet hatte), sondern MIT mir, als persönliches Highlight erlebt hatten, besonders hilfreich fanden. Das hätte ich nicht erwartet. Aber es freut mich.
Da mein geplantes Quartier kurzfristig platzte, übernachtete ich - zum ersten Mal in meinem Leben - in einer Pilgerherberge die zum Jakobsweg gehört - auch eine ganz spannende Erfahrung.

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Donnerstag, Februar 04, 2010

Lesezeit

Ich hab mir vorgenommen, auf der Reise nicht auch noch an neuen Projekten zu arbeiten, sondern mich auf die Lesungen zu konzentrieren. Was dazu führt, dass ich unterwegs Zeit zum Lesen habe...stundenlang in ein Buch "eingekuschelt" sein ist Luxus pur. Vermutlich werden die vier Bücher, die ich im Gepäck habe, nicht als Lesestoff für die 11 Tage reichen...aber dann hole ich mir eben Nachschub.

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Heimspiel


Gestern habe ich in Lauda im Taubertal - fast an der Grenze zu Franken, wo ich aufgewachsen bin, die erste Lesung der Hütte-Süd Tour gehalten und bin dankbar. Es waren viele Leute gekommen, ich konnte beim Lesen spüren, dass sie mit dem Herzen dabei waren... Den Einstieg hab ich mit einer Coaching-Frage gemacht "Was müsste heute passieren, damit es sich gelohnt hat, hierher zu kommen?" um die Erwartungen der Menschen abzuspüren und mit der Auswahl der Texte, die ich las darauf einzugehen.
Hinterher gab es viele Kommentare, Feedback über das, was Menschen beim Zuhören bewegt hat. Eine Frau erzählte, dass es sie sehr berührt hat, dass ich davon erzählte, wie wichtig es ist, zu zeigen, was einen bewegt...sie würde das kaum tun...immer denken: "Was denken denn die anderen...". Ich empfahl ihr das neue Quadro von Rosemarie Stresemann "Mich zeigen. Leben ohne falsche Scham." Ein Mann erzählte offen, wie schwer es ihm fällt, Gottes Liebe zu erfahren...der Mann von der Presse bat hinterher um mein Buch - er hatte so intensiv zugehört, dass ich vermute, dass er es nicht nur aus beruflichen Gründen haben wollte. Kurz: ein guter Abend und eine richtig tiefe ruhige Nacht (wenn man in der Stadt lebt, ist es immer erstaunlich, wie ruhig es auf dem Land sein kann).
Jetzt gibt´s bald Frühstück, dann geht es über Heidelberg - Kaffee mit ner Freundin - weiter nach Saarlouis. Im Saarland war ich noch nie. Ich bin gespannt.

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Dienstag, Februar 02, 2010

Reise nach Arizona gewinnen


Meine Freundin Rima und ich haben an einem Wettbewerb teilgenommen.
Wenn wir gewinnen, kriegen wir ne Reise nach Arizona. Das wäre cool!

Meine Bitte:
Wenn dir unser Bild gefällt, bitte für uns stimmen.
Wir sind die vorletzen "Kerstin aus Berlin" in der Liste.
Abstimmen könnt ihr direkt hier.

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Dienstag, Januar 26, 2010

Gute Nachricht

Manchmal haben wir uns so an manche wertschätzende Aussagen der Bibel gewöhnt, dass wir gar nicht mehr wahrnehmen, was für eine Explosionskraft diese Worte für Menschen haben, die sie zum ersten Mal hören und "die gute Nachricht" darin entdecken. Gestern erzählte mir ein indischer Christ von einem Gespräch, das er mit einem sehr gebildeten Leiter einer der Kaste der Unberührbahren hatte, der alle heiligen Schriften seiner Religion gelesen hatte. Innerhalb der Kaste der Unberührbaren gibt es wohl noch eine ganze Reihe von Untergruppen: Die Kaste der Hirten, der Töpfer usw.
Der Mann hatte einen Traum von Jesus gehabt und dem Christen, Josy, davon erzählt. Der gab ihm darauf hin eine Bibel, damit er mehr von Jesus erfahren könnte. Drei Stunden später rief der Mann Josy an:
- "Das ist das beeindruckendste Buch, was ich je gelesen haben! Ich habe zwar erst die ersten Seite gelesen, aber es ist das beeindruckendste, was ich je gelesen habe."
- "Wie kannst du denn sagen, dass es das beeindruckendste ist, wenn du erst eine Seite gelesen hast?"
- "Ich konnte gar nicht weiter lesen. Was ich da las, hat mich so bewegt, ich musste es immer wieder lesen?"
- "Was hat dich denn bewegt."
- "Das, was da stand!"
- "Ja, was denn genau?"
- "Da steht, dass wir Menschen als Abbild Gottes geschaffen sind. Mein ganzes Leben lang habe ich gehört, dass wir Unberührbaren weniger wert sind als eine Ratte, eine Schlange, ein Elefant oder eine Kuh. Und in diesem Heiligen Buch steht, dass wir als Abbild von Gott geschaffen sind."

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Samstag, Januar 23, 2010

Erster Abend der Hütte Impulstour

Er liegt hinter mir. Der erste Abend der Hütte-Impulstour. Es war richtig gut.
Die 90 Minuten Puffer, die ich eingeplant hatte, obwohl man bis Cottbus nur 2 Stunden braucht, habe ich - dank der Deutschen Bahn (s. u.) voll ausgeschöpft. Meine Abholer und ich kamen an, als alle Zuhörer schon da waren. Die Veranstalter hatten den Raum mit 40 Stühlen bestuhlt und mussten ständig neue Stühle holen, weil sich am Ende 97 Personen eingefunden hatten. Die kleine, romantische Kirche war mit Kerzen ausgeleuchtet und hatte eine richtig schöne Atmosphäre.
Die Teilnehmer (ich hab gefragt) kamen zu etwa einem Drittel aus der veranstaltenden Gemeinde, zu je einem weiteren Drittel hatten sie durch Freunde von der Lesung gehört und aus der Zeitung. Letzteres freute mich besonders, weil es sich dabei auch um Menschen handelte, die sich sonst nicht so sehr mit Glaubensthemen beschäftigten, wie der Kommentar einer Frau nach der Lesung zeigte.
"Ich gehöre keiner Kirche an. Es hat mich sehr bewegt, was Sie gelesen haben und dass Sie offensichtlich einen Weg gefunden haben, wie sie ihrem Herzen und Gott begegnen können."
Ein anderer, etwas älterer Mann meinte, es habe ihn berührt, zu hören, wie ich meine Gabe, zu formulieren zur Entfaltung bringen würde. Jeder Mensch habe ja Gaben von Gott bekommen, aber nicht jeder hätte die Unterstützung durch Gott und Menschen, diese auch zu entwickeln. Hinter seinem Kommentar vermutete ich traurige Anklänge an viele verhinderte Lebensentfaltungen in der DDR Zeit, aber ich kam nicht mehr dazu, ihn danach zu fragen.
Wieder Jemand anderes fragte, wie ich denn meinen Glauben außerhalb solcher besonderer Zeiten, wie ich sie in Die Hütte und ich geschildert habe, leben würde.
Und zuletzt begeisterte mich die Frage eines etwa 8-Jährigen Jungen, der wissen wollte, ob ich mir das alles selbst ausgedacht habe und wie lange man für so ein Buch braucht. Ich erzählte ihm, dass Übung den Meister macht und ich meinen ersten Roman mit 13 Jahren geschrieben hatte. Ganze eineinhalb Seiten lang. Dann ist mir nichts mehr eingefallen.
Für mich war es - trotz der Hektik im Vorfeld - ein sehr schöner, gelungener Abend. Mir hat das Lesen Spaß gemacht, es ging gut, nur am Ende waren die Lippen schmerzhaft trocken (und tun immer noch weh!). Da werde ich mir für die längere Tour noch etwas einfallen lassen müssen. Aber jetzt freu´ ich mich an der Sonne in Berlin. Und einem freien Samstag.

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5 x Deutsche Bahn - DB

Meine gestrigen Erfahrungen mit der Deutschen Bahn und meine persönliche Bewertung (in Klammern).

1) Warum kann man die Strecke Berlin - Cottbus nicht online buchen? Nerv (6)
2) Die Mitarbeiterin am Schalter weist mich unaufgefordert darauf hin, dass es ein billigeres Ticket gibt, als das, um das ich bat. Ich spare 5 Euro und freue mich (1a).
3) Am Bahnhof Zoo erfahre ich, dass der Abfahrtsbahnhof des Zuges kurzfristig nach Lichtenberg verlegt wurde und ich mit der S-Bahn dorthin fahren solle. Ich habe 15 Minuten Puffer. Die reichen nicht. Als ich in Lichtenberg ankomme sehe ich den Zug nach Cottbus - abfahren! (6)
4) Ich frage sicherheitshalber mehrfach, ob die Rückfahrt regulär sein wird. Erhalte immer ein "Ja", alles in Ordnung als Auskunft. Erst im Zug (um 23.10 Uhr) erfahre ich, dass der Zug nicht regulär im Westen der Berlins halten wird, sondern nur im Osten und Nordosten. Die Aussicht, Nachts um 1.00 noch quer durch die Stadt zu fahren, begeistert mich nicht. (4-)
5) Der Zug hat einige Minuten Verspätung. Der Zugbegleiter, den ich nach Verbindungen in den Westen der Stadt gefragt hatte, ruft unaufgefordert die S-Bahn am einzigen möglichen Umsteigebahnhof an und bittet den Fahrer, auf mich zu warten. Das spart mir 30 Minuten warten in der Kälte bei Minus 10 Grad.(2+)

Ergebnis: Ich habe mal wieder verstanden: Die Bahn ist kein Konzern, sondern vor allem Menschen. Von denen manche klug, umsichtig, vorausschauend und initiativ handeln. Andere nicht. Die weniger umsichtigen Mitarbeiter zu fördern und zu mehr Eigenintiative bringen könnte, wäre eine spannende Aufgabe. Ich würde sie glatt coachen!

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Donnerstag, Januar 21, 2010

Warum gibt es Leid und wie werde ich glücklich?

Die Lausitzer Rundschau hat unter obiger Überschrift - in Vorbereitung auf die Hütte-Impulstour - ein Interview mit mir abgedruckt. Die Autorin hat bis auf ein paar Kleinigkeiten (ich sagte, die Menschen haben nicht nur um die Toten geweint, sie haben auch um sich geweint) ziemlich genau wiedergegeben, was ich gesagt habe. Die Überschrift finde ich ziemlich umfassend. Wäre schön, wenn man auf diese beiden riesigen Fragen eine Antwort geben könnte. Ich werde es - ein Stück weit - versuchen und bin sehr gespannt, wie viele und was für Menschen Morgen kommen werden.

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Mittwoch, Januar 20, 2010

Flugsicherheit

Ziemlich verrückt. Nach meinem letzten Flug erzählte ich einer Freundin, dass ich es ziemlich problematisch finde, dass man, wenn man kein Gepäck hat, bei innerdeutschen (und auch innereuropäischen) Flügen nicht mehr auf seine Identität geprüft wird. Man druckt sich die Bordkarte zu Hause aus. Geht durch den Sicherheitsbereich und dann ins Flugzeug. Ohne dass irgend jemand kontrolliert hat, ob man die Person ist, deren Name auf der Bordkarte steht. Das fand ich - obwohl ich garantiert kein Sicherheitsfanatiker bin - nicht wirklich witzig. Jetzt entdecken mehr Leute, dass das vielleicht keine so gute Idee ist.

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Donnerstag, Januar 14, 2010

Hauptgewinn

Beim Neujahrsempfang in meinem Fitness-Studio hab ich nen Vortrag über SWING. Dein Leben in Balance gehalten. Und bei der Tombola den Hauptgewinn gewonnen: 1 Monat Pilates-Kurs umsonst....puh....wenn ich nicht aufpasse, werde ich noch ´ne Sportskanone (das letzte Mal hatte ich ´nen Massagegutschein gewonnen, das war entspannender...)

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Dienstag, Januar 12, 2010

Gnade ist....

Derzeit lektoriere ich das neue Quadro von Rosemarie Stresemann: Mich zeigen. Leben ohne falsche Scham.
Mich hat besonders der Aspekt berührt, dass Gott uns nicht anklagt und beschämt, sondern uns mit Gnade begegnet. Dazu ist mir ein Erlebnis eingefallen.
Vor einer Weile hat mir eine Freundin eine sehr gute Aloe Vera Feuchtigkeitscreme besorgt. Ich hab mich riesig gefreut, die Creme in den Rucksack getan, bin zum Flughafen gegangen, hab mein Gepäck aufgegeben...und kam mit der Creme bis zur Sicherheitskontrolle...die Tube war genau 25 ml größer als die Bestimmungen es erlaubten...weil keine Zeit war, zur Gepäckaufgabe zurück zu gehen, musste ich sie schweren Herzens wegwerfen. So ein Frust.
Meine Freundin hat mich nicht angeklagt ("Wie konntest du nur so dumm sein! Du hättest doch wissen müssen! So gehst du mit den Dingen um, die ich dir mit Mühe besorge!"). Statt war sie mit mir über meinen Verlust traurig.
Und jetzt hat sie mir zu Weihnachten eine neue Tube der gleichen Creme geschenkt. Und obendrein - für die bald anstehende Hütte Tour - ein kleines Duschgel, mit dem ich auch durch die Sicherheitschecks komme!
Das ist Gnade - Gnade, die mitfühlt, nicht anklagt und obendrein noch neu beschenkt.
Gott ist gnädig!
Für mich ein Bild

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Sonntag, Januar 10, 2010

Sahnehäubchen....



Mein Balkon ...

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Mittwoch, Januar 06, 2010

Winterschluss-Wahnsinn

Bin immer noch am Kopfschütteln über den Winterschluss-Wahnsinn in Belgien. Dort haben nicht nur die Bekleidungsgeschäfte Winterschlussverkauf, sondern praktisch alle Läden vom Blumenladen bis zur Geldwechselstube!!!
Eine Verkäuferin, die ich kennen lernte als ich mir aus dem Papiermüll die edlen Tüten des Luxusgeschäfts zog, bei dem sie arbeitet, erzählte mir, dass sie am Ende des Winterschlussverkaufs Menschen nicht mehr mag. Wenn steinreiche Leute, sich darüber beschweren, dass es am Ende der Saison das reduzierte Hemd nicht mehr in ihrer Größe gibt, kann man die Lust am Bedienen sicher verlieren.

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Montag, Januar 04, 2010

Schneeflocken

Hier tanzen dicke weiße Schneeflocken vom Himmel herunter....ich genieße das ästhetische Schauspiel und hoffe, dass es Morgen nicht zu logistischen Problemen wie beim der Hinreise führt...

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Winterschlussverkauf

Bei den Rabatten hier - bis zu 70 % - könnte sogar ein Shopping-muffel wie ich ("Nur das Nötigste, keine 200 Paar Schuhe!) einkaufssüchtig werden...habe mich aber zurück gehalten. Teuerstes Schnäppchen: eine schicke Hose von Esprit von 69 auf 20 Euro reduziert. Die meiste Zeit nehme ich mir, um meine Notizen des alten Jahres durchzulesen, wieder zu entdecken, was ich gelernt habe. Oder auch wieder zu entdecken, was ich erkannt habe, aber noch nicht vollständig verinnerlicht habe. Und Antworten auf offene Fragen suchen (puh!). Wahlweise in der Wohnung meiner Freunde oder einem der schönen Cafés. Und auf dem Weg dorthin kann man ja einen Blick in den einen oder anderen Laden werfen...

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Sonntag, Januar 03, 2010

Antwerpen


Hierher zu kommen war mühsam:
- Zwei Stunden Flugverspätung
- 30 Minuten weitere Verzögerung als wir endlich im Flugzeug waren, weil der Gepäckwagen zusammenbrach
- Pendelverkehr zwischen den Stadtrand von Antwerpen und dem Hauptbahnhof
- eine Beule am Kopf, weil ich das metallene Gepäckfach übersah, als ich einem Riesenkoffer, der im Weg stand ausweichen wollte...
Gelang mir trotzdem, nicht auf das Ziel ("endlich ankommen") fixiert zu sein...sondern im Moment zu bleiben...mit einer belgischen Journalistin zu reden, die Berlin noch aus der RAF Zeit kennt, zu lesen, zu schreiben und viel zu teuren Flughafen-Kaffee zu genießen, Belgische Bahnhöfe, die wie aus einer andern Zeit scheinen, zu betrachten...
Halb Belgien kam mir entgegen, als ich vom Bahnhof zur Wohnung nahe der Haupteinkaufstr. lief...der Winterschlussverkauf hat begonnen und Abends um sechs kamen mir die erfolgreichen Einkäufer vollbepackt entgegen, so dass ich mir nur mit Mühe einen Weg durch die Menge bahnen konnte.
Die Wohnung ist schön und heimelig wie eh und je, Internet funktioniert nicht (warum auch immer), so bin ich jetzt an meinem Lieblingsplatz, draußen, wo mein Lieblingsgeiger Barocksontaten spielt...
Das Bild ist noch vom Sommer...die Temperaturen sind kälter...aber die Musik ist schön wie eh und je.
Tut mir gut, hier zu sein...
(Aus gesundheitlichen Gründen und um Ruhe zu haben, werde ich keine Mails beantworten...erst wieder am 6.1.)

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Samstag, Januar 02, 2010

Antwerpen - Abenteuer

Ich freue mich auf drei Tage Antwerpen, meine Lieblings-Coffee-Shops und Klamottenläden, aber vor allem auf Ruhe, Zeit zum Reflektieren, Planen und Abenteuer mit Gott.
Das Buch "Die Hütte und ich" in dem ich über meine letzten Antwerpen-Abenteuer berichte sollte in ein paar Tagen (nach der Inventur) erhältlich sein. Der Bildband dazu auch.

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Mittwoch, Dezember 30, 2009

Mitfühlen und Mittragen

Eine Frau, die in diesem Jahr einige herbe Schicksalsschläge einstecken musste, schrieb mir, dass mehrere (!!!) Teilnehmer des Hütte-Seminars im November ihr zu Weihnachten Mails, Post und Päckchen geschickt haben...mich berührt das. Die Leute spüren und tragen mit. Ich bin fast stolz auf "unsere" Hütte-Leute.

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Sonntag, Dezember 27, 2009

halb-halb

Kopf und Magen hängen noch etwas schief, aber die Beine sind schon wieder auf den Beinen...

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Samstag, Dezember 26, 2009

Antworten

Langsam kommen die Lebensgeister wieder - dank Cola geht es dem Magen etwas besser, aber der Kopf ist wach, obwohl ich lieber schlafen würde...also kann ich die Zeit auch nutzen, um ein paar Gedanken aufzuschrieben.
In den letzten Wochen habe ich für mich als Antwort auf das Leid zwei Antworten gefunden:
- Gottes Antwort auf das Leid, ist es zu teilen...die Botschaft von Weihnachten
- Unsere Antwort auf das Leid, das uns begegnet, ist es zu lindern (nicht alles Leid, das wäre viel zu viel, aber das Leid, das unseren Weg kreuzt).
- Gottes Antwort auf unser persönliches Leid, kann sein, dass er Trost sendet.
- Unsere Antwort auf unser persönliches Leid, kann sein, den Trost wahrzunehmen und zu empfangen.

In den letzten Tagen hab ich viel über die Antwort auf den Tod nachgedacht. Wie kann man antworten, wenn etwas unwiederbringlich vorbei ist? Meine Freundin Rosemarie hat mich mit dem Stichwort "nicht das letzte Wort" auf eine interessante Spur gebracht.
- Gottes Antwort auf den Tod ist ebenfalls, dass er ihn teilt und überwindet. Das ist die Botschaft von Ostern.
- Unsere Antwort auf den Tod kann die Hoffnung sein, dass mit dem Tod nicht alles aus ist, sondern es ein "danach" in einer neuen Welt gibt, weil ER den Tod überwunden hat.
- Unsere Antwort auf den Tod kann schon hier in dieser Welt das Vertrauen sein, dass der Gott des Friedens auch der Gott der Erstattung ist (im Hebräischen kommen beide Worte aus der Gleichen Bedeutungswurzel)...und dass der Tod auch hier auf dieser Erde nicht das letzte Wort haben wird - wie auch immer Gottes friedens-gefüllte Erstattung aussehen mag.

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Durchhänger

Meine Schwester hat neben meinem kleinen süßen Neffen auch noch einen wenige süßen Magen-Darm Virus mitgebracht. Frohes Fest - ohne mich. Ich hab den ganzen Tag zwischen Bad und Bett verbracht - hatte nicht mal die Energie zu lesen...also richtig ernst...hoffe, dass es nur eine ein-Tages-Fliege (oder Virus) ist und ich Morgen wieder auf den Beinen bin...mal sehen...

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Freitag, Dezember 25, 2009

Jesus - Bilder

Als Teenager bin ich, immer dann, wenn ich eine wichtige Entscheidung treffen und mit Gott verankern wollte, zu einem Kruzifix am Waldrand gelaufen - etwa eine Viertelstunde vom Haus meiner Eltern entfernt...habe dort Dinge mit Jesus besprochen und ihm anvertraut.
Ich bin heute mal wieder hin...der Jesus dort ist mir fremd geworden...möglicherweise, weil ich schon lange nicht mehr dort war. Aber vor allem, weil er so unnatürlich aussah. Eine Art Bodybuilder Jesus, mit muskelstarkem Oberkörper und Armen, die eher aussahen, als würde er Klimmzüge machen - nicht schmerzgekrümmt alles Leid der Welt auf den Schultern tragen. In den letzten Monaten ist für mich Jesus als der, der Leid vielleicht nicht immer wegnimmt, aber auf alle Fälle immer teilt, sehr bedeutsam geworden.
Ein unberührter, emotionsloser Jesus, der so aussieht, als würde ihm all das nichts anhaben, bleibt mir fremd.

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Kleiner Wecker

Von eilig tapsenden Kinderfüssen (mein Neffe, der gerade "sauber" wird und dringend aufs Töpfchen musste) geweckt zu werden hat was - auch wenn 7.30 NICHT meine bevorzugte Zeit ist, an Feiertagen wach zu werden.

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Mittwoch, Dezember 23, 2009

Zugfall

Als ich mich heute im Zug gerade auf meinen Sitzplatz setzen wollte, hörte ich eine Stimme "Hallo, Kerstin"...blickte auf und sah - meinen Bruder, der - obwohl wir 800 km voneinander entfernt wohnen - zufällig den gleichen Zug gebucht hatten...wir gingen ins Bistro, tranken Bionade (ich) und Cola (er) und redeten...und verabschiedeten uns nach zwei Stunden, weil ich noch Freunde besuchen ging, während er gleich zu unseren Eltern weiterfuhr.

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Entscheidungskriterien

Mein Patenkind (8), die neben mir noch zwei weitere Patentanten hat, beschäftigt sich gerade sehr mit dem Thema Tod.
Gestern sagte sie zu ihrer Mutter: "Wenn ihr sterbt, wohin sollte ich dann am Besten gehen? Kerstin wohnt in meiner Lieblingsstadt Berlin, meine andere Patentante hat einen Hund und die dritte eine Tochter. Hmmm. Nach Berlin kann ich auch ziehen, wenn ich groß bin, einen Hund kann ich mir auch selber kaufen, aber eine Schwester kann ich nicht einfach so kriegen. Also wäre es am Besten, ich würde zu der Patentante mit dem Kind gehen."

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Von oben betrachtet

Von einer lieben Freudin zum Jahresrückblick ins Café des Stuttgarter Fernsehturms eingeladen zu werden, ist nicht das Schlimmste, was einem passieren kann...Rückblick auf all das zu halten, was an Gutem und weniger Schönen in diesem Jahr geschehen ist, tat gut. Und der Ausblick von dort ist - wenn nicht gerade Wolken die Sicht versperren - ziemlich klasse...(sie legt Wert auf den Hinweis, dass es der erst Fernsehturm ist, der je in Deutschland gebaut wurde, weil sie damit das Image ihrer Provinzstadt aufbessern möchte).

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Sonntag, Dezember 20, 2009

Weihnachtsferien

Am Freitag Abend war ich in "Alte Weihnachtslieder neu" von Martin Steyer und Chor in der Heilig Kreuz Kirche - wunderbare jazzige Intonationen, die die tiefen Texte alter Lieder ganz neu zum Leuchten brachte. Das ganze in der entspannten Atmosphäre von Heilig Kreuz, wo man sich auch auf den warmen Fussboden legen und die Musik so viel tiefer genießen konnte...für mich eines der schönsten Konzerte meines Lebens.
Am nächsten Tag ging meine Weihnachtsreise einmal rund durch die Republik los - bin glücklicherweise vor dem Schneechaos losgeflogen. Heute Morgen habe ich bei Lebenswert, einer Gemeinde, die ihre Gottesdienste in einem Jazz-Loft in Köln feiert gepredigt - über "Klein anfangen - wie Gott"
Kerngedanken:
- Die einzige Antwort auf das Leid der Welt, die ich kenne, ist, dass Gott in diese Welt kam, um es zu teilen.
- Die einzige weitere Antwort, die ich auf das Leid der Welt kenne, ist dass wir dazu beitragen können, es zu lindern.
Hinterher sagten mir mehre Menschen, dass sie sich angesichts der riesigen Not in der Welt völlig überfordert gesehen haben und sich innerlich zurückgezogen haben, weil sie ja dachten, sie könnten ohnehin nichts tun. Meine Predigt hat sie ermutigt, neu zu überlegen, was sie konkret tun können, um etwas Leid in der Welt zu lindern - selbst wenn sie nicht alles Leid lindern können. Ich hab mich gefreut.
Ich hab sie auch ermutigt, den Menschen in ihrem Umfeld zu sagen, was sie ihnen bedeuten, weil die es oft nicht wissen. Ich hab eine Frau, die ich kannte, gefragt, ob sie weiß, wie gut es mir immer getan hat, wenn sie mich strahlend begrüsst hat. Sie wusste es nicht - und hatte Tränen in den Augen als sie es hörte...

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Donnerstag, Dezember 17, 2009

Reiche Begegnung

Eigentlich wollte ich mir ja einen neuen Vorhang - grün natürlich - fürs Büro nähen. Eigentlich kann ich das auch. Uneigentlich fehlt mir seit Wochen die Zeit und Energie dafür. Heute habe ich mich also entschlossen, mir den Luxus zu Weihnachten zu schenken, mir den von der kleinen Änderungsschneiderei nähen zu lassen.
Gute Entscheidung. Der nette Inhaber hatte Zeit und war in Erzähllaune. "Ich hab als ich nach Deutschland kam, erst in Burbach gewohnt. Schönes Städtchen. Aber keine türkischen Lokale und keine türkische Musik. Dann hat mein Onkel mich zu einer Hochzeit nach Berlin eingeladen. In der Herrmannstraße waren drei Hochzeiten in einem Haus. Und überall war Musik. Ich bin wegen der Musik nach Berlin gekommen, spiele jetzt im türkischen Klassikorchester von RBB...am 6. März geben wir unser nächstes Konzert..."
Wie schön, ein Stück Leben zu teilen. Und den Konzerttermin merke ich mir vor.

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Sonntag, Dezember 13, 2009

3. Advent auf meinem Balkon


Alles klar?

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Mittwoch, Dezember 02, 2009

Geschenke des Lebens

Mein Grafiker schlug vor, sicherheitshalber noch ein drittes Lektorat über mein neues Buch "Die Hütte und ich" laufen zu lassen bevor es Morgen in den Druck geht. Ich hatte alle meine Verlagslektoren "verbraucht" und fragte deshalb eine Frau an, die ab und zu mal aus Spass an der Freude etwas für meine Internet-Seite korrigiert - für sie eine willkommene Abwechslung zum Lehrerberuf.
Sie hatte erstaunlicherweise Zeit - weil sie an dem Morgen, als sie meine Mail erhielt, gerade vom Arzt zurück kam, der sie wegen einer Erkältung eine Woche krank geschrieben hatte...Später am Tag schrieb sie mir:

"Ich wusste schon, warum der Tag heute ein guter werden würde, auch wenn ich nach dem Arztbesuch erst mal Gott gefragt habe, was ich mit so viel freier Zeit anfangen soll (Hausarbeit oder andere anstrengende Dinge soll ich ja nicht machen). In entspannter Atmosphäre Korrektur lesen kam da genau richtig plus der inhaltlichen Inspiration (und vieles in deinem Buch trifft in meinem Leben gerade genau den Punkt)."

Genial, wenn es sich so fügt, dass etwas für mehrere Menschen zugleich Geschenk ist (für sie, für mich, für die Leser!)

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Dienstag, Dezember 01, 2009

Hütte Nr. 2


Wenn Zwillinge geboren werden, ist die zweite Geburt meist leichter als die erste. In gewisser Weise war das beim zweiten Hütten-Seminar auch so - allerdings nicht von Anfang an.
Zuerst traf uns fast der Schlag, als wir im "Bildungszentrum" Weidenberg ankamen. Ich kannte das Haus nur vom Internet, es war erkennbar rustikal, aber ich hatte nicht geahnt, wie sehr dort die Zeit stehen geblieben war. Der Seminarraum lag nicht nur äußerst ungünstig (vom Seminarraum gingen direkt 6 Zimmer ab!), sondern war auch noch relativ dunkel, hatte grässliche Neonbeleuchtung und Möbel aus den 70er und 80er Jahren in braun und oliv. Nach fast drei Stunden intensiver Deko-Arbeit unter Verwendung aller mitgebrachter Materialien war es zumindest etwas gemütlich geworden.
Am ersten Abend waren die Teilnehmer noch recht müde von der intensiven Arbeitswoche...eher zurückhaltend.
Das legte sich nach einer Nacht Schlaf - trotz dünner Matratzen auf z. T. knarrenden Bettfedern (ich hab in der zweiten Nacht die Matratze auf den Boden gelegt).
Viele Teilnehmer erzählten uns hinterher, dass sie jetzt wieder inneren Frieden und Ruhe und Ermutigung gefunden hätten, Schuldgefühle, die sie seit Monaten plagten, ablegen konnten, erstmals in ihrem Leben (!) die Bedeutung des Abendmahls verstanden hatten, neuen Mut gefunden haben, sich auf Herausforderungen einzulassen und die Veränderung zu suchen, neue Nähe zu Gott erlebten, Freude, Zufriedenheit, Glücksgefühle, Warmherzigkeit...
Ziemlich viel für nur 48 Stunden.

Viele fanden die Inspiration und Gedanken, die wir weitergaben hilfreich (insbesondere die Unterscheidung zwischen gefühlten Gefühlen und gedachten Gefühlen - sogenannten Ersatzgefühlen). Aber fast jeder nannte bei der Auswertung, dass ein Höhepunkt der Spaziergang alleine mit Gott war, zu dem wir sie ermutigt hatten. Dort konnten sie Dinge loslassen (symbolisiert durch einen Stein, den sie mitnehmen konnten), hatten Zeit, zu denken und mit Gott zu reden....
Ich finde das ziemlich cool. Wir inspirieren die Menschen, machen dann Pause und in der Zeit, wo wir gar nichts tun oder selbst auf einen Spaziergang mit Gott gehen redet er zu und mit Menschen. Einfach genial.


Zum Abschluss gab es noch eine Überraschung für mich. Als wir noch über den Weihnachtsmarkt des kleinen Ortes liefen entdeckte ich neben Buden mit fränkischen Bratwürsten, lokalen Marmeladen und Gebäckspezialitäten an einem Stand meinen STILLE MOMENTE Kalender...ich hätte alles erwartet, nur nicht, dass etwas aus meinem Verlag bis auf einen Weihnachtsmarkt in einen kleinen Ort im Fichtelgebirge zu finden ist. Umso mehr habe ich mich gefreut!

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Wohltuend

Der "Tag mit Gott" am 1. des Monats ist für mich immer ein besonderes Geschenk. Es tut mir gut, innezuhalten, zurückzublicken, zu planen. Idealerweise in einer anderen Umgebung...ich fahre dazu meist nach Potsdam, genieße es zwischen Zeiten in Cafés, in denen ich lese, innerlich höre, plane und schreibe, auch ein bisschen zu Bummeln...

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Montag, November 23, 2009

Die Hütte - Wochenende in Berlin


Hinter mir und meinem Team liegt das erste Hütte-Wochenende. 17 TeilnehmerInnen hatten sich aufgemacht, Gott neu "In seiner Hütte" zu begegnen - viele hatten Erfahrungen von schwerem Leid im Gepäck und sehnten sich nach Trost und neuer Begegnung mit Gott.
Am Ende des Seminars haben wir es bedauert, keine "vorher-nachher" Bilder gemacht zu haben. Bei vielen hatte sich Schmerz aus dem Gesicht gelöst, sie wirkten am Ende weit entspannter und gelöster als zu beginn.
Viele Teilnehmer erzählten, dass sie in diesen zwei Tagen wieder neu Zugang zu Gott gefunden hatten. Für mich war es beglückend, dass die Mischung aus Coaching-Elementen, Musik, Inspiration, gemeinsamen Übungen, Einzelübungen und kreativen Elementen offensichtlich dazu beitrugen, dass sich Blockaden, die den Zugang zum Leben versperrten, wieder lösten.
Mich selbst hat am meisten das gemeinsame Abendmahl beeindruckt. Wir hatten die Teilnehmer im Vorfeld gebeten, einen Gegenstand mitzubringen, der zerbrochen war. Die kaputten Sachen legten wir in die Mitte: abgelaufene Schuhe lagen neben Scherben von schönen Tassen, meinem - leider zebrochenen Lieblingsweinglas, kaputten I-pods...Hinter jeder Scherbe steckte eine Geschichte. Mich hat es ungemein getröstet, mein Zerbrochenes neben den Bruchstücken der anderen zu sehen...es hat symbolisiert - ich bin nicht allein. Wir teilen Zerbrochenheit - und Jesus, der Kaputtes nicht immer gleich saniert, aber immer mit uns teilt.
Die Künstlerin Barbara Gockel hatte uns eine "Hütte" zur Verfügung gestellt, die von den Teilnehmern auch viel genutzt wurde.

Es gab noch viel mehr, was bewegend, berührend war...ich bin noch übervoll, dankbar, bewegt und berührt...und gespannt auf das nächste Hütte-Wochenende, das in vier Tagen stattfindet.

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Mittwoch, November 11, 2009

Wirklich - Talksendung jetzt online


Wirklich: Gottesbilder. Die erste Live-Sendung meines Lebens habe ich - so weit ich das als Beteiligte beurteilen kann - ganz gut überstanden. Es hat mir selbst viel Freude gemacht, zwei andere Menschen, mit ihren ganz eigenen Erfahrungen und Gedanken zu Gott kennen zu lernen.
Die Sendung ist ab sofort online zu sehen.

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Sonntag, November 08, 2009

Erinnerung an die Mauer


Gerade war ich - weil ich Morgen ja leider nicht in Berlin bin - am Brandenbuger Tor und habe mir die 1000 großen Domino-Steine angesehen, die dort an der Stelle der früheren Mauer aufgebaut sind - die meisten von Schülern gesaltet. Morgen werden sie angesptupst und fallen um, um an den Fall der Mauer zu erinnern.
Ich bin dann auch noch zum Reichstag gegangen. Vor etwas mehr als 20 Jahren stand ich dort auf der Rückseite und blickte über die Mauer in den Osten. Plötzlich klangen Geigenklänge vom einem Gebäude im Osten in den Westen hinüber. Mich hat das damals sehr berührt. Ich dachte: "Diese Mauer kann nicht alles zurückhalten."
Dass die Mauer selbst bald darauf fallen würde, konnte ich damals natürlich noch nicht ahnen...

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Samstag, November 07, 2009

Leben retten mit Büchern

Gestern traf ich einen Freund wieder, der aus Berlin weggezogen ist (wie kann man nur!) und den ich lange nicht gesehen hatte. Wir unterhielten uns über das Buch Imagine von Steve Turner, das wir beide für einen Klassiker zu der Frage halten, wie Christen in Kunst, Musik und Medien (so der Untertitel) authentisch leben können.
Ich erzählte ihm, dass eine Künstlerin, die völlig verwirrt und irritiert war, wie sie Christin und zugleich Künstlerin sein könnte, in dem Buch wertvolle Hilfe fand. Sie sagte mir später, das Buch habe ihr das Leben gerettet.
Seine Antwort: "Mir auch." Er erklärte mir dann, dass ihn das Buch zwar nicht vor dem körperlichen, wohl aber vor dem künstlerischen Suizid bewahrt habe. Nach seiner Hinwendung zum Glauben dachte er (warum auch immer), er müsste in jedem Lied irgend eine "Glaubensbotschaft" vermitteln - mit dem Ergebnis, dass er immer verkrampfter wurde, seine Musik immer schlechter.
IMAGINE halft ihm, eine entspanntere Perspektive zu entwickeln und Songs über das zu schreiben, was ihn gerade bewegt...egal, ob es sich um nachhaltiges Wirtschaften, Liebeskummer oder anbetendes Staunen handelt.
Das Buch war zwar kein wirtschaftlicher Erfolg - was vor allem daran liegt, dass das Cover nicht so gelungen ist, aber ein Leben und eine Musikerlaufbahn retten ist keine schlechte Bilanz.

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Sonntag, Oktober 25, 2009

Kinder

Meine Freundin Birgit erzählte mir davon, dass Nelson Mandela einmal gesagt hat: "Eines der schlimmsten Dinge an der Haft war 28 Jahre lang keine Kinder zu sehen." Mich hat das sehr berührt. Ich mag Kinder ohnehin sehr gern, liebe es, mit ihnen zusammen zu sein, zu scherzen, zu lachen. Aber in den letzten Tagen seit ich das von Nelson Mandela gehört habe, empfinde ich es, Kindern beim Spielen, Kommunizieren, Da-Sein zuzusehen und zu begleiten als ganz besonders tiefes Geschenk.

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Zu Hause und Aufräumen

Nach einer Phase, in der ich viel unterwegs war und Besuch hatte (Buchmesse, Besuch, Kurzurlaub mit einer lieben Freundin in Salzburg, Besuch bei Freunden), genieße ich einen ruhigen, entspannten Vormittag in Berlin in meiner Wohnung.
Gestern war ich noch bei einem befreundeten Ehepaar, das ich lange nicht gesehen hatte. Der Mann fragte mich, ob ich ihm helfen könnte, sein Büro aufzuräumen. Eine Stunde und fünf !!! Kartons gefüllt mit Altpapier später sah es schon viel besser aus. Auf dem Weg zum Flughafen fragte er mich, ob ich nicht mal wiederkommen und sie weiter unterstützen könnte. Ihre Ehe könnte Aufräumen auch gut tun. Er meinte es ernst: "Ich hab noch Meilen übrig, könnte dir den Flug hierher spendieren..:"

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Mittwoch, Oktober 21, 2009

Dramatisch und verborgen

Es gibt Geschichten in der Bibel, da zeigt sich Gott den Menschen dramatisch und lautstark: Mit Feuersäule, Wundern, Engeln und allem, was sonst noch dazu gehört. Das ist beeindruckend, umwerfend, atemberaubend.
Aber berührend finde ich die kleinen zarten Geschichten wie etwa das Buch Ruth, in dem Gott als Handelnder fast nur indirekt erkennbar ist - als derjenige, der aus Liebe zu den Menschen die Dinge gut fügt und lenkt, ihnen aber dennoch nicht die Würde der eigenen Entscheidung nimmt. Beeindruckend.

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Dienstag, Oktober 20, 2009

Wohnberatung

Am Wochenende hat mich Tanja Sauer besucht. Sie ist Wohnberaterin und wir arbeiten zusammen an einem Impulsheft "Wohnen. Impulse, den eigenen Stil zu entdecken". Neben ganz viel Spass in der großen Stadt Berlin, die Tanja noch kaum kannte, fiel auch eine Wohnberatung für mich ab. Richtig spannend, den eigenen Stil klarer zu entdecken, benennen und erkennen zu lernen. Kann ich nur empfehlen. Heute Nacht habe ich dann erst von einer wilden Fahrt auf dem Rasenmäher von der Zugspitze (oder einem anderen Berg) bergab geträumt. Am Boden angekommen hat mich eine Frau damit überrascht, dass sie mir einen wunderschönen, klassischen, weißen Sekretär geschenkt hat, der genau in mein Schlafzimmer passte. Ich war überwältigt. Dann bin ich aufgewacht. Freue mich aber immer noch über das Geschenk. Es ist der Gedanke, der zählt!

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Freitag, Oktober 16, 2009

Warm

Der schönste, warme Satz des Tages: "Es war wie ein Wink des Himmels, dass Sie sich neben mich gesetzt haben!"
Eine junge Frau im Zug, der ich ein bisschen vom Coaching erzählt hatte, und die dabei ein Stück Lösung für etwas fand, das sie sehr beschäftigt hat...(wovon ich aber nichts wusste)...

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Mittwoch, Oktober 14, 2009

Buchmesse

Ein ganzer langer Tag voller Bücher und Büchermenschen. Interessante Bücher z. B. Biblify your life natürlich Tiki Küstenmacher und die richtig gut aussehende neue Genfer Übersetzung NGÜ im Moleskin Desgin - ich war nur in Halle 3: Reiseführer, Kochbücher, Religion...weiter bin ich noch nicht gekommen.
Interessante Begenung mit Andrea Malessa, den ich noch aus Arno + Andreas Zeiten kannte und der mir schon vor 20 Jahren verziehen hat, dass ich einen Songtext von ihm verloren hatte. Mit Lothar Seiwert, der, als ich mich dafür bedankte, dass er mein Buch SWING in seinem Newsletter erwähnt hat, verschmitzt meinte: "Ach sie waren das!"
Nett.
Jetzt sitzte ich gerade bei einer Freundin, die mir erklärte, sie würde Ihrem Mann nur noch hellblaue Hemden kaufen, weil er keine anderen anzieht.
Als ich antwortete: Na, wenn er nur noch hellblaue hat, kann er auch keine anderen anziehen.
Sie meinte: Na er hatte früher schon andere, aber ich fand, die sahen nicht gut aus.
Aha!

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Montag, Oktober 05, 2009

Freiheit und Liebe

Gestern war ich Talkgast zum Buch Die Hütte bei einem Event von Freischwimmer in der Ost-Berliner Zionskirche. Vor 20 Jahren standen dort die Menschen dicht an dicht und haben gemeinsam für Wiedervereinigung gebetet. Sie wollten frei werden von einem totalitäten System, das es "gut mit ihnen meinte", "ihr Bestes wollte" und ihnen dabei fast alle Freiheiten nahm.
Später haben wir dann auch über die Frage nach dem Leid geredet. Wenn Gott Liebe ist, wie kann er dann Auschwitz zulassen? An diesem historischen Ort wurde mir ganz neu bewusst, dass es keine halben Sachen gibt. Es gibt keine halbe Freiheit. Entweder man ist frei oder man lebt in einem totalitären System.
Wo soll man die Grenzen setzen? Sollte Gott einschreiten, wenn Menschen andere ermorden, aber ihnen die Freiheit lassen, sich anzubrüllen und emotional zu drangsalieren? Oder soll er ihnen alle Freiheit für Handlungen, die nicht liebevoll sind, nehmen, um "das Paradies auf Erden" zu schaffen?
Ich brauche die Freiheit, auch nicht lieben zu dürfen. Wenn ich jemanden lieben müsste, nur damit er kein Leid erfährt, wäre das schrecklich - für mich! Ich habe Menschen dadurch verletzt, dass ich ihnen sagte: "Nein, dich will ich nicht lieben!" Und ich bin verletzt worden, dadurch dass Menschen mich nicht liebten. Die einen haben mich "nur" nicht geliebt, andere waren aktiv aggressiv, haben mich betrogen und verletzt. Ich weiß, wie sehr nicht geliebt werden schmerzt.
Dennoch brauche ich selbst die Freiheit sagen zu können: "Dich liebe ich nicht! Ich möchte keine engere Freundschaft." oder auch - was ich fast jede Woche sagen muss "Dein Manuskript liebe ich nicht. Ich möchte es nicht haben." Ich verletzte, füge Leid zu und das fällt mir schwer. Aber um leben zu können, brauche ich diese Freiheit, auch wenn das bedeutet, dass auch andere die Freiheit haben, nicht zu lieben - und diese Freiheit manchmal brutal verletzend nutzen.

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Mittwoch, September 30, 2009

Silber oder Gold

Heute habe ich die Umsatzzahlen für diesen Monat erhalten. Es ist der zweitbeste Monat in meiner fast 10-jährigen Firmengeschichte. Ich bin frustriert, weil es nicht wie erhofft der beste wurde und es mir nicht gelungen ist, mich selbst zu übertreffen.
In einer Studie habe ich gelesen, dass bei Sportwettkämpfen der Gewinner der Silbermedaille sich schlechter fühlt als der Goldmedaillen-Gewinner. Das ist logisch. Aber er fühlt sich auch meist schlechter als der Gewinner von Bronze. Der vergleicht sich nämlich mit Nr. 4 und denkt: Was für ein Glück, dass ich überhaupt auf dem Treppchen stehe. Silber hingegen vergleicht sich mit Nr. 1 und denkt: "Fast hätte ich es geschafft. So ein Frust." Kann ich verstehen. Geht mir gerade genauso.
Und dann ärgerte ich mich natürlich noch darüber, dass es mich überhaupt ärgert. Ich lebe, bin nicht von Erdbeben und Tsunami betroffen wie die Menschen in Indonesien und Sumatra und rege mich auf, weil ich ein Ziel, auf das ich ohnehin nur bedingt Einfluss habe, weil ich ja niemanden zum Kaufen zwingen kann, nicht erreicht habe. Wie doof!
Besser ging es mir erst, als ich in das strahlende Gesicht von Anita, einer Freundin, die in mein Haus gezogen ist, sah: "Wow. Der zweitbeste. Darauf müssen wir anstoßen. Hast du heute Abend Zeit." Mal sehen, ob ich bis dann in Feierlaune bin.

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Montag, September 21, 2009

Antwerpen


Heute sitze ich auf dem - etwas windigen - Balkon und schreibe noch die Passagen fertig, die ich bisher nur stichpunktartig notiert habe. Ein Antwerpener, der mich fotografiert hat, als ich an Tag fünf an meinem Lieblingsplatz sass, hat mir gerade das Bild geschickt. Was für eine schöne Erinnerung.

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Montag, September 07, 2009

Inspirierende Politik


Gerade komme ich von der sehr inspirierenden Veranstaltung Das Kreuz mit der Wahl zurück. Berliner Christen verschiedener Konfessionen hatten die Berliner /Spitzen)kandidaten der fünf im Bundetag vertretenen Parteien eingeladen. Monika Grütters (CDU), Wolfgang Thierse (SPD), Wolfgang Wieland (Bündnis 90/Die Grünen), Hellmut Königshaus (FDP) und Gesine Lötzsch (Die Linke).
Ich war bei der Spurgruppe gewesen, die sich die Veranstaltung ausgedacht, später haben andere das übernommen. Meine damalige Titelidee "Kunterbunt. Mitmischen in der Politik" - mit je zwei Buchstaben in der jeweiligen Parteifarbe - hatte sich nicht durchgesetzt, jedoch meine Eingangfrage hat überlebt:
Von welchem Aspekt Ihrer Politik könnte Jesus besonders begeistert sein?
Wolfgang Thierse scheute sich anfänglich, Jesus für die Rechtfertig seiner Politik heranzuziehen, verwies dann aber auf die sozialen Aspekte, Frau Grüttgers CSU betonte die Familienwerte und der Vertreter von Bündnis90/die Grünen die Bewahrung der Schöpfung. Gesine Lötzsch verglich die Austreibung der Geldwechlser aus dem Tempel mit dem aktuellen Ziel ihrer Partei gegen die Geldgier an den Finanzmärkten vorzugehen und Herr Könighaus fand in der Speisung der 5000 ein schönes Bild für die Ziele seiner Partei, Reichtum erst zu vermehren, um ihn dann verteilen zu können (er ist Experte für Entwicklungspolitik).
Es würde diesen armen Blog überfordern, wenn ich den ganzen Abend mit allen Themen von Afghanistan bis Kinderarmut und Abwrackprämie bis Bildung wiedergeben würde. Gerne hätte ich auch den Applaus analysiert. An der Zustimmung, die auf Statements der unterschiedlichen Politiker folgte, konnte man gut spüren, dass die Christen im Saal von ganz unterschiedlichen Themen bewegt sind. Deshalb nur ein paar Highlights (sinngemäß, aber nicht unbedingt wörtlich zitiert, da Politiker erfahrungsgemäß mehr sagen, als man mitschreiben kann).
- Lötzsch: Im Krieg stirbt immer als erstes die Wahrheit
- Thierse: Wir brauchen vom 1. Jahr eines Kindes an bildungsfreie Bildung. Äh. Sie verstehen. Ich meine gebührenfreie Bildung.
- Thierse: Wenn ich Bürgern begegne, sagen sie mir "Herr Thierse, sie sehen ja gar nicht so dick aus wie im Fernsehen. Ich erkläre mir das damit, dass das Fernsehen monumentalisiert."
Auf die Frage, woher die Politikverdrossenheit der Bürger kommt.
Thierse: Es ist die Verständliche Ungeduld der Menschen angesichts der Langsamkeit der Demokratie.
(Das wär für mich persönlich sehr einleuchtend, hat mir einiges erklärt).
Thierse zum Slogen der Linken "Reichtum für alle": Politik beginnt erst nach dem Wunsch. Den Wunsch haben wir alle.

Auf die Frage, was Ihnen an ihrem Politikerberuf besonders viel Freude macht:
Lötzsch: Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten begegnen.
Grütters: Dinge durchdiskutieren und durchdenken.
Thierse: Ich finde das schönste an diesem Beruf ist, dass ich immer gezwungen bin zu lernen. Ich lerne gern. Das hält jung. Ich habe den Eindruck, dass ich am Ende der DDR viel älter war als heute. (Letzer Statz = wörtliches Zitat)

Auch wenn ich immer noch weiß, was ich wählen werde, habe ich einiges dazu gelernt, bin also laut Thierse etwas jünger geworden.

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Sonntag, September 06, 2009

Falscher Fehler

So was dummes: Gestern hab ich bei Ebay ein fast funkelnagelneues nur 3 x benutztes MacBook Air erteigrt. Für nur 749,99 Euro (mein Maximalgebot war 750). Sonst kosten die ca. 1350 Euro und mehr. Einziger Nachteil: erst nach dem Kauf habe ich kapiert, dass es eine amerikanische Tastatur hat, die man zwar mit einem Klick auf Deutsch umstellen kann. Aber für mich als Autorin, die sehr viel schreibt ist das nicht ganz optimal.
Von daher überlege ich, ob ich es wieder verkaufe. Bei Interesse einfach bald bei mir melden.
Aber jetzt erst mal nicht weiter über falsche Fehler grübeln, sondern Zeit mit Gott. Hoffe, ihm zu begegnen....

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Montag, August 31, 2009

Ich lasse träumen

Gerade habe ich mit einem Bekannten telefoniert, der mir von einem Traum erzählte, den er neulich für mich hatte. Er hat eine Geschäftsidee für mich geträumt. Die Idee ist wirklich gut, passt zu mir, ich kann es mir richtig gut vorstellen. Ich wusste gar nicht, dass man Träumen "outsourcen" kann. Ist auf jeden Fall sehr praktisch!

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Mittwoch, August 26, 2009

Eitler Schwan

Heute habe ich eine neunköpfige (!) Schwanen-Familie beim Abendputz beobachtet. Sie haben mehr als eine Viertelstunde lang ihr Gefieder geputzt, gestriegelt und gefettet. Ich verstehe jetzt besser, woher der Ausdruck "eitler Schwan" kommt.
In Bezug auf Tischmanieren können Schwans jedoch noch dazu lernen. Familie Schwan hat nämlich beim Abendessen, für das sie sich fein herausgeputzt hatte, gründlich geschmatzt.

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Mittwoch, August 19, 2009

Tiere und Pflanzen

Heute Morgen hab ich beim Trampolin-Warmspringen auf dem Balkon eine kleine Hummel entdeckt, die sich über Nacht in eine Blüte eingekuschelt hatte. Schlafen im Schlaraffenland...wie süss! Später saß die ganze Zeit, als ich auf dem Balkon in der Bibel gelesen, nachgedacht und gebetet habe, die ganze Zeit lang ein kleiner Fuchs ( Schmetterling) da und entspannte in der Sonne - was für ein wunderbarer Tagesbeginn.

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Mittwoch, August 12, 2009

Coaching...

Ich bin immer erstaunt darüber, wie gut mir Coaching tut. Heute war ich den ganzen Tag lang ziemlich schlapp und matt. Jetzt habe ich - ausnahmsweise Abends - eine Frau 90 Minuten gecoacht...und bin wieder frisch und fit wie ein Turnschuh. Ich hoffe mal, dass meinen Kunden das Coaching genauso gut tut wie mir.

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Dienstag, August 11, 2009

Vater-Bilder


Langsam komme ich in das Alter, wo meine Eltern gebrechlich werden und sich Rollen verschieben. Sie brauchen zunehmend meine Unterstützung und Fürsorge. Vor ein paar Monaten brach sich meine Mutter bei einem Sturz den Oberarm. Und kürzlich war mein Vater, dem es gesundheitlich nicht gut geht, eine Woche zu Behandlungen in Berlin und wohnte bei mir.
In dieser Zeit hat er Hunderte von Impulskarten-Sets für mich eingetütet. Normalerweise lässt man solche Arbeiten von Werkstätten machen, aber mein Vater wollte es gerne für mich tun. Er saß stundenlang da und stellte die Sets zusammen und packte sie in Tütchen, obwohl ihm feinmotorische Bewegungen nicht leicht fallen. Er wollte mich gerne unterstützen und dazu beitragen, dass mir gelingt, was ich mir vorgenommen habe.
Mich hat das sehr berührt. Ich habe darin auch einen kleinen Spiegel von Gottes Charakter und Wesen gesehen. Der Vater im Himmel, der Freude an dem hat, was seine Kinder sich ausdenken und tun. Er ist stolz auf sie und ist sich nicht zu schade für »Hilfsarbeiten« wie Eintüten oder Füße waschen, wenn er ihnen dabei helfen kann, dass ihr Leben gelingt. Unterstützung ist nur einer von vielen Aspekten der Vaterschaft, aber einer, der mich gerade sehr berührt. Wenn ich die fertigen Impulskarten-Sets sehe, erinnert mich das daran: Ich habe einen Vater, der mich in dem, was ich tue, gern unterstützt.

Die Impulskarten gibt es bei uns im Shop.

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Montag, August 10, 2009

Kindheitserinnerungen

Am Freitag war ich mit einer Freundin in Wittenberg. Neben den Klassikern wie der Schlosskirche, an die Luther seine 95 Thesen angeschlagen hat (oder auch nicht...so genau weiß das keiner)haben wir auch das DDR Museum besucht. Was mich erstaunt und berührt hat: An vielen Stellen entdeckte ich Gegenstände, die ich auch aus meiner eigenen (West)Kindheit kannte und lange nicht mehr gesehen hatte: Mit Holzwäscheklammern dekorierte Bierkrüge, Untersetzer aus gebügelten Plastikperlen, Makraméeeulen an der Wand...

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Mittwoch, August 05, 2009

Ein Leben - zusammengefasst

Gerade habe ich den Lebenslauf meines Vaters, den er an seinem 70. Geburtstag vorlesen will, abgetippt. Erstaunlich, was von einem Leben übrig bleibt, wenn man es so kurz zusammen fasst. Von mir wird nur der Geburtstag erwähnt und
"Die Erziehung der Kinder geschah vor allem durch meine Frau. Ich war viel unterwegs.
Alle drei Kinder haben erfolgreich studiert."

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Sonntag, August 02, 2009

Berufswunsch

Meine Nichte (7) erklärte heute: "Wenn ich groß bin, werde ich Nachrichtensprecherin und dann sag´ ich den Krieg ab."

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Mittwoch, Juli 29, 2009

Liebeserklärung

Heute habe ich eine der schönsten Liebeserklärungen meines Lebens bekommen. Die 7-jährige Tamara, bei der ich zu Besuch war, hatte meine Schuhe versteckt. Als ich sie fragte, warum sie das getan hat sagte sie "Weil ich nicht wollte das du gehst!", klammerte sich an mir fest und sagte: "Ich lass dich nicht gehen!"

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Freitag, Juli 24, 2009

Schonungslos

Es war schön, mal wieder Kinder im Haus zu haben. Gestern haben die vier Töchter von Freunden bei mir übernachtet - im Alter von 7 - 16.
Kinder sind einfach sehr offen - besonders die 7-jährige hat ziemlich direkt kundgetan, was ihr gefällt was nicht.
"Kerstin, ich mag es, dass du eine ganze Kiste mit Spielsachen für Kinder hier hast, obwohl du selbst keine hast. Und dass du extra deinen Schrank ausgeräumt und nach Dingen gesucht hast, die du verschenken kannst, weil du wusstest, dass wir kommen!"
"Kerstin, wie kommt es, dass du so viele coole Sachen hast!" (mein Gymnastikball, Roboter-Staubsauger und Fussmassagegerät hatten es ihr besonders angetan!"
"Kerstin, hast du keine bessere Pfanne für Crepes?"

Nachdem mir die 7-jährige vorschlug, sie könnte mir Klavierspielen beizubringen und die 12-jährige mir Computer-hilfe anbot, war mein Hirn endgültig durcheinander...

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Donnerstag, Juli 16, 2009

Perspektive

Heute Vormittag hab ich eine vierstündige Supervision eines Teams der Berliner Uni, das ich begleite, recht erfolgreich hinter mich gebracht, mir anschließend beim Thailänder eine leckere Suppe gegönnt und von einem kleinen Teil des Honorars eine schöne Kette gekauft, die ich schon vor einigen Tagen in einem Laden entdeckt hatte. Ich fuhr ziemlich beschwingt nach Hause, kam an einem richtig tollen Laden mit Küchenartikeln vorbei und dachte mir: "Wie schön, dass ich alles habe, was ich zum Leben brauche."
Einige Meter weiter stand ein richtig attraktiver Mann am Straßenrand. Ich dachte mir: "Hmm. Vielleicht doch nicht." Aber es blieb innerlich dabei: "Ich habe alles, was ich zum Leben brauche. Alles, was vielleicht noch dazu kommt, ist einfach ein großes Geschenk."

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Donnerstag, Juli 09, 2009

Feuerwerk


Gerade habe ich mir mit einer Freundin das angeblich größte Feuerwerk der Welt angesehen. Es hat mich nicht sooo beeindruckt, wie ich erwartet hätte...aber schön war´s trotzdem. [Bild ist nicht von mir]

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Sonntag, Juli 05, 2009

Gnade...schlechthin

Bei einem Podiumsgespräch zu seinem Film "Palermo Shooting" wurde der Regisseur Wim Wenders gefragt:
"Why did you give Finn a second chance?"
Wims Antwort hat mich bewegt
"We all deserve a second chance. We deserve seven times seventy second chances."

Ein Gott, der von uns erwartet, dass wir anderen sieben mal siebenundsiebzig mal vergeben sollte uns mit gutem Beispiel vorangehen. Und tut es.

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Montag, Juni 22, 2009

Feierlaune


Feiern macht Spass....(auf einer Party letzte Woche)

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hmmm

Auf einer Party am Wochenende habe ich zum ersten Mal in meinem Leben gegrilltes Wildschweinsteak gegessen. Es war saulecker.

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Donnerstag, Juni 18, 2009

Ein Schritt weiter

Heute habe ich zum ersten Mal ein Team supervidiert. 7 Leute, die selbst als Coaches und Berater arbeiten. Es war spannend, interessant und gut. Und intensiv. 4,5 intensivst gefüllte Stunden mit einer Mischung aus Reflexion, Training (neue Methoden) und üben...
Ich bin ziemlich stolz auf alles, was die Teammitglieder sich vom letzten Training gemerkt hatten und in ihrer Beratungspraxis umsetzten.
Und müüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüde...

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Mittwoch, Juni 17, 2009

Gott nickt

Die Mutter meines Patenkindes erzählte mir gerade folgende Episode aus ihrem bewegten Familienleben.
Als sie gerade beim Zähneputzen war, legte der ältere Bruder der jüngeren Schwester einen Zettel ins Zimmer. Die Zweitklässlerin konnte die schwungvolle Teenagerschrift (lies: Sauklaue) des älteren Bruders nicht recht entziffern und kam zur Mutter: "Mutti, ich glaube da steht "Gott nickt".
Die Mutter schaute auf den Zettel, und erklärte: "Oh. Das heisst "Good night".
Aber manchmal nickt Gott auch zur guten Nacht. Wertschätzend und liebevoll. "Ja, ich mag dich."
Good night!!!

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Dienstag, Juni 16, 2009

Freude


Heute Morgen habe ich in meinem Newsletter Werbung für das neue Impulsheft "Spurensuche" gemacht - ein Versuch, ein Impulsheft zu schreiben, das man Menschen geben kann, die auf der Suche nach Gott sind - und das den einen oder anderen Impuls enthält, Gottes mögliche Spuren im eigenen Leben zu erkennen.
Danach kamen ganz viele Bestellungen von Menschen, die das Impulsheft anderen schenken wollen. Ich hab zu Beginn der Firmengründung gedacht, dass sich die Freude über Bestellungen irgendwann mal abnutzt, es Alltäglich wird. Ist aber nicht der Fall - ich freue mich immer noch über jede einzelne. Total!

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Doppelter Nutzen

Ich sitze sehr viel am Schreibtisch. Als Ausgleich ist mir Bewegung und Kräftigung des Körpers wichtig - nur habe ich nicht immer viel Lust, mir extra viel Zeit für Sport zu nehmen. Also versuche ich Training mit normalen Tätigkeiten zu verbinden. Heute hatte ich einen Termin und hab mir für die 2 x 20 Min Fahrradstrecke kleine 1 kg Gewichte an die Fussknöchel gemacht (eigentlich sind die für die Arme). Puh...ich hab gemerkt, dass mein Körper mehr gefordert war als sonst...ich kam sogar ins Schwitzen...das hat richtig gut getan!

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Sonntag, Juni 14, 2009

No Sommerloch

Im Verlag ist das übliche Verkaufs-Sommerloch bislang ebenso ausgeblieben wie wettermäßig der Sommer. Eine Freundin, der ich ich davon erzählte, meinte schlagfertig: "Dann bist du wohl die einzige, die sich über das schlechte Wetter freut, weil die Leute bei schlechtem Wetter mehr lesen."

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Beschenkt

Zur Zeit bekomme ich ständig Komplimente...für mein Aussehen oder etwas, was ich getan habe...ich weiß nicht, ob es mehr sind als früher, ich merke jedoch, dass ich es mehr genießen kann. Kompliment heißt ja eigentlich: Ein Mensch freut sich und lässt mich an seiner Freude teilhaben. Wie schön.

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Freitag, Juni 12, 2009

Dienst du noch.....

Eine Freundin von mir wurde als Referentin zu einem Frauenfrühstück eingeladen. Als Thema, über das sie sprechen wollte, gab sie an:
"Dienst du noch oder lebst du schon?"

Sie wollte damit besonders die Frauen ansprechen, die vor lauter dienen und bedienen das eigene Leben vergessen.
Die Veranstalter machten daraus jedoch auf der Einladung folgenden Text:
"Dienst du schon oder lebst du noch?"

90 Frauen wollen nun dazu etwas hören!

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