Herrlich - mich zeigen

In meinem Newsletter an meine Kunden, den man auf bei
Down to Earth abonnieren kann, hab ich heute ein paar Gedanken einem Text aus der Bibel wiedergegeben:
Weil du in meinen Augen so wertvoll bist, sollst du auch herrlich sein, und ich habe dich lieb. Jesaja 43, 4
Obiger Text, der ursprünglich an Israel gerichtet war, aber durchaus auch persönlich verstanden werden kann, berührt mich sehr. Da sagt der Allmächtige Gott, dass er möchte, das WIR herrlich sind. Nicht er allein, sondern wir mit ihm. HERR - lich.
Bei herrlich denke ich an strahlenden Sonnenschein, glitzerndes Licht auf dem Wasser - Gottes Glanz, der sich widerspiegelt. Wir Menschen sind tatsächlich geschaffen, etwas von Gottes Glanz, von seinem Leuchten, von seinem Wesen widerzuspiegeln.
Doch häufig wagen wir es nicht, uns und all das HERRliche, was in uns ist zu zeigen - aus Angst vor der Reaktion der anderen: "Was könnten denn die denken, wenn ich ...." "Wer bin ich schon?" Wir sind gefangen in falscher Scham. Echte Scham schützt INTIMES davor, an den falschen Stellen in die Öffentlichkeit gezerrt zu werden. Sie ist ein guter Schutz.
Falsche Scham bewirkt jedoch, dass ALLES versteckt und hinter einer Mauer verborgen bleibt. Auch das was andere bereichern und beschenken kann. "Ich wage es nie, zu sagen und zu zeigen, was mir wichtig ist, bin gefangen in der Angst vor der Reaktion der anderen, ich fürchte, was sie sagen und denken könnten. Also sage ich lieber nichts." erzählte mir kürzlich eine begabte, kreative Frau.
Scham-Sätze wie "Ich bin ja doch nichts." "Wen interessiert schon, was ich sage." sperren Menschen hinter einer Mauer der Scham ein. Beraubt werden dabei alle. Der Mensch, der sich schämt, weil er nicht zeigen und mitteilen kann, was er an Vorlieben, Ideen und Gedanken hat. Er erlebt nicht die Freude, dass er etwas Bereicherndes und Schönes zum Leben anderer beitragen kann. Beraubt werden jedoch auch die Mitmenschen, die die HERR-lichen Geschenke, die dieser Mensch ihnen geben könnte, nicht erhalten.
Nelson Mandela, der erste schwarze Präsident Südafrikas zitierte bei seinem Amtsantritt (1994) Marianne Williamsons Worte aus "Return to love":
Unsere tiefste Angst ist nicht,
dass wir unzulänglich sind.
Unsere tiefste Angst ist,
dass wir grenzenlos mächtig sind.
Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit,
was uns am meisten Angst macht.
Wir fragen uns:
Wer bin ich, so brillant zu sein, prächtig, talentiert, fabelhaft?
Doch wer bist du, um dies nicht zu sein?
Du bist ein Kind Gottes.
Dich klein zu machen, dient der Welt nicht.
Es gibt nichts Erleuchtetes daran,
dich so klein zu machen,
damit die Leute um dich herum
sich nicht unsicher fühlen müssen.
Wir sind geboren, um die Größe Gottes,
der in uns ist, zu verwirklichen.
Diese Größe ist nicht nur in einigen von uns,
sie ist in jedem Menschen!
Und wenn wir unser Licht scheinen lassen,
geben wir anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.
So wie wir befreit sind von unserer eigenen Furcht,
so befreit unsere Gegenwart automatisch Andere.
Rosemarie Stresemann hat sich lange mit dem Thema Scham auseinander gesetzt. In ihrer Kindheit war Scham noch ein beliebtes Erziehungsinstrument: "Geh in die Ecke und schäm´dich" gehörte zum pädagogischen Repertoire. Sie hat analysiert, wie falsche Scham wirkt und wie sie Menschen daran hindert, sich und das, was ihnen wichtig ist zu zeigen.
Dabei hat sie entdeckt, dass Gott uns nicht beschämt. Im Gegenteil. Er trägt nicht nur unsere Schuld, sondern nimmt auch unsere falsche Scham auf sich - um uns zu befreien. Damit wir seine HERRlichkeit neu widerspiegeln können. Ihr neues Quadro:
"Mich zeigen. Leben ohne falsche Scham" empfehle ich jedem, der verstehen will, wie falsche Scham wirkt und wie man davon befreit werden und unbeschwerter leben und sich offener zeigen kann.
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Neue Farbe....
Eine Gemeinde, die ihr Gebäude mitten in einem Szenebezirk Berlins hat, hat meinen Vorschlag aufgegriffen, ihren ziemlich öden Eingangsbereich optisch aufzupeppen - weil einladend sein auch mit dem Aussehen beginnt. Geholfen bei der Entscheidung hat sicher mein Angebot, dass ich ihnen die Farbe spendieren würde, wenn sie das neu gestalten (ein bisschen Motivationshilfe kann ja nichts schaden!)
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Lebensweisheit und Grabinschrift

2006 war - wirtschaftlich - eines der schwierigsten Jahre meines Lebens. Das Einkommen reichte eigentlich nicht zum Leben, es war insgesamt ziemlich hart. Gestern ist mir beim Blick auf die Zahlen aufgefallen, dass es zwar vom finanziellen Ergebnis her mächtig mies war, aber dass ich in diesem miesen Jahr die Impulshefte entwickelt habe - einen der größten Schätze, der viele Menschen bereichert und mir emotional und wirtschaftlich gut tut.
Das hat mich an etwas erinnert, was ich im Coaching immer betone. Ich ermutige Menschen, sich nicht nur am aktuellen Zustand zu messen, weil der Ergebnis von x Faktoren ist, die sie z. T. gar nicht beeinflussen konnten (z. B. wie ihre Eltern mit ihnen umgingen usw.).
Ich ermutige sie vielmehr, auch auf das zu schauen, was sie selbst jetzt gerade entwickeln und das in die Bewertung einzubeziehen (auch wenn man manches erst hinterher erkennt).
- Welche Entscheidungen lernen sie treffen?
- Wo entwickeln sie Neues?
- Wo bauen sie jetzt gerade Stärke auf (die sich vielleicht später auswirkt)?
Ruth Bell Graham, die spritzige, lebenslustige Frau von Billy Graham, sah mal am Ende einer Straßen-Baustelle ein Schild, das darauf hinwies, dass die Bauarbeiten nun zu Ende sind und den Autofahrern für ihre Geduld dankte. Sie nahm das als Bild für ihr Leben. So lang wir leben, sind wir eine Baustelle. Lernen dazu. Es zählt nicht nur das aktuelle Ergebnis, sondern auch die Bereiche, an denen wir - und Gott mit uns - arbeiten. Das Leben und Entwickeln hört erst im Himmel auf. Ruth Bell Graham fand diesen Gedanken so wichtig, dass sie auf ihren Grabstein schreiben lies:
"End of construction - thank you for your patience"
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Gute Nachricht
Manchmal haben wir uns so an manche wertschätzende Aussagen der Bibel gewöhnt, dass wir gar nicht mehr wahrnehmen, was für eine Explosionskraft diese Worte für Menschen haben, die sie zum ersten Mal hören und "die gute Nachricht" darin entdecken. Gestern erzählte mir ein indischer Christ von einem Gespräch, das er mit einem sehr gebildeten Leiter einer der Kaste der Unberührbahren hatte, der alle heiligen Schriften seiner Religion gelesen hatte. Innerhalb der Kaste der Unberührbaren gibt es wohl noch eine ganze Reihe von Untergruppen: Die Kaste der Hirten, der Töpfer usw.
Der Mann hatte einen Traum von Jesus gehabt und dem Christen, Josy, davon erzählt. Der gab ihm darauf hin eine Bibel, damit er mehr von Jesus erfahren könnte. Drei Stunden später rief der Mann Josy an:
- "Das ist das beeindruckendste Buch, was ich je gelesen haben! Ich habe zwar erst die ersten Seite gelesen, aber es ist das beeindruckendste, was ich je gelesen habe."
- "Wie kannst du denn sagen, dass es das beeindruckendste ist, wenn du erst eine Seite gelesen hast?"
- "Ich konnte gar nicht weiter lesen. Was ich da las, hat mich so bewegt, ich musste es immer wieder lesen?"
- "Was hat dich denn bewegt."
- "Das, was da stand!"
- "Ja, was denn genau?"
- "Da steht, dass wir Menschen als Abbild Gottes geschaffen sind. Mein ganzes Leben lang habe ich gehört, dass wir Unberührbaren weniger wert sind als eine Ratte, eine Schlange, ein Elefant oder eine Kuh. Und in diesem Heiligen Buch steht, dass wir als Abbild von Gott geschaffen sind."
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Gottesbilder
Wenn einer an seinen hölzernen Gott zu glauben aufhört, heißt das nicht, dass es keinen Gott gibt, sondern nur, dass der wahre Gott nicht aus Holz ist. Leo Tolstoi
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Klage und Anklage
Es ist ein Unterschied, ob man etwas beklagt oder jemanden anklagt. Anklage bringt in Distanz. Distanz vom anderen ("du bist schuld"), Distanz von sich sich selbst (man spürt nicht mehr das Herz, sondern denkt viel mehr "der andere...").
Klage bringt Nähe. Nähe zum Anderen ("ich klage das vor dir" "Ich teile das mit dir"). Und Nähe zum eigenen Herzen ("Das spüre ich, das bewege ich, das betrauere ich").
In unserer Gesellschaft gibt es kaum eine Kultur, die echtes Klagen zulässt. Jammern ja, da sind wir Weltmeister. Aber echtes Klagen und Zeigen von tiefem Schmerz vor Gott und Menschen? Gar "Klageweiber", die Resonanzboden sind, der dem eigenen Schmerz die Erlaubnis gibt, sich auszudrücken?
Klage vor Gott ist nichts machtloses. Es macht vielmehr los von dem, was uns festhält. Erlaubt, zu spüren, was wir empfinden und ihm Ausdruck zu verleihen. Und so tröstende Resonanz und vielleicht auch Hilfe zu erfahren.
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Way to faith
Ein Fundstück (auf Englisch...)
According to traditional Christianity, a person was not ?saved? or ?lost? in a one-stop magical affirmation of ?correct? doctrine, but, rather, the process of salvation was lived out in a community. Salvation was a path toward God, not a you?re-in-or-out event, as in ?At two thirty last Wednesday I accepted Jesus.? Just as Hillary Clinton said about child rearing, the process of redemption took a village. Pastors were part of that ?village? tradition and were inducted into existing communities of faith. They were not self-made and reinventing the faith according to whim. The heart of worship was sacramental continuity and an unbroken connection to generations that came before.
aus Frank Schaeffer in Patience with God
Labels: Fundstücke, Glaube
Gnade ist....
Derzeit lektoriere ich das neue Quadro von
Rosemarie Stresemann: Mich zeigen. Leben ohne falsche Scham.
Mich hat besonders der Aspekt berührt, dass Gott uns nicht anklagt und beschämt, sondern uns mit Gnade begegnet. Dazu ist mir ein Erlebnis eingefallen.
Vor einer Weile hat mir eine Freundin eine sehr gute Aloe Vera Feuchtigkeitscreme besorgt. Ich hab mich riesig gefreut, die Creme in den Rucksack getan, bin zum Flughafen gegangen, hab mein Gepäck aufgegeben...und kam mit der Creme bis zur Sicherheitskontrolle...die Tube war genau 25 ml größer als die Bestimmungen es erlaubten...weil keine Zeit war, zur Gepäckaufgabe zurück zu gehen, musste ich sie schweren Herzens wegwerfen. So ein Frust.
Meine Freundin hat mich nicht angeklagt ("Wie konntest du nur so dumm sein! Du hättest doch wissen müssen! So gehst du mit den Dingen um, die ich dir mit Mühe besorge!"). Statt war sie mit mir über meinen Verlust traurig.
Und jetzt hat sie mir zu Weihnachten eine neue Tube der gleichen Creme geschenkt. Und obendrein - für die bald anstehende Hütte Tour - ein kleines Duschgel, mit dem ich auch durch die Sicherheitschecks komme!
Das ist Gnade - Gnade, die mitfühlt, nicht anklagt und obendrein noch neu beschenkt.
Gott ist gnädig!
Für mich ein Bild
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Glaube ist...
Glaube ist, daran festzuhalten, dass das scheinbar unbeantwortete Gebet vieler Jahre keine sinnlose Übung ist, sondern ein Mittel, durch das Gott seine großen, ewigen Ziele erreicht - zu seiner Zeit. - Autor unbekannt
Labels: Glaube
Antworten
Langsam kommen die Lebensgeister wieder - dank Cola geht es dem Magen etwas besser, aber der Kopf ist wach, obwohl ich lieber schlafen würde...also kann ich die Zeit auch nutzen, um ein paar Gedanken aufzuschrieben.
In den letzten Wochen habe ich für mich als Antwort auf das Leid zwei Antworten gefunden:
- Gottes Antwort auf das Leid, ist es zu teilen...die Botschaft von Weihnachten
- Unsere Antwort auf das Leid, das uns begegnet, ist es zu lindern (nicht alles Leid, das wäre viel zu viel, aber das Leid, das unseren Weg kreuzt).
- Gottes Antwort auf unser persönliches Leid, kann sein, dass er Trost sendet.
- Unsere Antwort auf unser persönliches Leid, kann sein, den Trost wahrzunehmen und zu empfangen.
In den letzten Tagen hab ich viel über die Antwort auf den Tod nachgedacht. Wie kann man antworten, wenn etwas unwiederbringlich vorbei ist? Meine Freundin Rosemarie hat mich mit dem Stichwort "nicht das letzte Wort" auf eine interessante Spur gebracht.
- Gottes Antwort auf den Tod ist ebenfalls, dass er ihn teilt
und überwindet. Das ist die Botschaft von Ostern.
- Unsere Antwort auf den Tod kann die Hoffnung sein, dass mit dem Tod nicht alles aus ist, sondern es ein "danach" in einer neuen Welt gibt, weil ER den Tod überwunden hat.
- Unsere Antwort auf den Tod kann schon hier in dieser Welt das Vertrauen sein, dass der Gott des Friedens auch der Gott der Erstattung ist (im Hebräischen kommen beide Worte aus der Gleichen Bedeutungswurzel)...und dass der Tod auch hier auf dieser Erde nicht das letzte Wort haben wird - wie auch immer Gottes friedens-gefüllte Erstattung aussehen mag.
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Jesus - Bilder
Als Teenager bin ich, immer dann, wenn ich eine wichtige Entscheidung treffen und mit Gott verankern wollte, zu einem Kruzifix am Waldrand gelaufen - etwa eine Viertelstunde vom Haus meiner Eltern entfernt...habe dort Dinge mit Jesus besprochen und ihm anvertraut.
Ich bin heute mal wieder hin...der Jesus dort ist mir fremd geworden...möglicherweise, weil ich schon lange nicht mehr dort war. Aber vor allem, weil er so unnatürlich aussah. Eine Art Bodybuilder Jesus, mit muskelstarkem Oberkörper und Armen, die eher aussahen, als würde er Klimmzüge machen - nicht schmerzgekrümmt alles Leid der Welt auf den Schultern tragen. In den letzten Monaten ist für mich Jesus als der, der Leid vielleicht nicht immer wegnimmt, aber auf alle Fälle immer teilt, sehr bedeutsam geworden.
Ein unberührter, emotionsloser Jesus, der so aussieht, als würde ihm all das nichts anhaben, bleibt mir fremd.
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Weihnachtstext
Ich freue mich, dass mein Text
"Keine schöne Bescherung" heute Nacht in einem Gottesdienst in Thüringen vorgelesen wird. Alle Gottesdienstbesucher bekommen am Ende eine Karte, auf der ein Teppich und ein Zitat abgedruckt ist. Ich wünsche mir, dass der Text viele Menschen ermutigt, ihren Teppich der Liebe auszubreiten und im Rahmen ihrer Möglichkeiten anderen Trost und Hoffnung zu spenden.
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Gott sehen
Wir haben in unserem Leben
keine andere Aufgabe.
als das Auge des Herzens
gesunden zu lassen,
mit dem wir Gott sehen können.
Augustinus
Der Text war heute in meinem virtuellen Adventskalender und berührt mich sehr...
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Weihnachtsferien
Am Freitag Abend war ich in
"Alte Weihnachtslieder neu" von Martin Steyer und Chor in der Heilig Kreuz Kirche - wunderbare jazzige Intonationen, die die tiefen Texte alter Lieder ganz neu zum Leuchten brachte. Das ganze in der entspannten Atmosphäre von Heilig Kreuz, wo man sich auch auf den warmen Fussboden legen und die Musik so viel tiefer genießen konnte...für mich eines der schönsten Konzerte meines Lebens.
Am nächsten Tag ging meine Weihnachtsreise einmal rund durch die Republik los - bin glücklicherweise vor dem Schneechaos losgeflogen. Heute Morgen habe ich bei
Lebenswert, einer Gemeinde, die ihre Gottesdienste in einem Jazz-Loft in Köln feiert gepredigt - über "Klein anfangen - wie Gott"
Kerngedanken:
- Die einzige Antwort auf das Leid der Welt, die ich kenne, ist, dass Gott in diese Welt kam, um es zu teilen.
- Die einzige weitere Antwort, die ich auf das Leid der Welt kenne, ist dass wir dazu beitragen können, es zu lindern.
Hinterher sagten mir mehre Menschen, dass sie sich angesichts der riesigen Not in der Welt völlig überfordert gesehen haben und sich innerlich zurückgezogen haben, weil sie ja dachten, sie könnten ohnehin nichts tun. Meine Predigt hat sie ermutigt, neu zu überlegen, was sie konkret tun können, um etwas Leid in der Welt zu lindern - selbst wenn sie nicht alles Leid lindern können. Ich hab mich gefreut.
Ich hab sie auch ermutigt, den Menschen in ihrem Umfeld zu sagen, was sie ihnen bedeuten, weil die es oft nicht wissen. Ich hab eine Frau, die ich kannte, gefragt, ob sie weiß, wie gut es mir immer getan hat, wenn sie mich strahlend begrüsst hat. Sie wusste es nicht - und hatte Tränen in den Augen als sie es hörte...
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Jesus arragiert Adoption
Gestern habe ich die Geschichte gelesen, wo Jesus am Kreuz hängend noch arrangiert, dass seine Mutter seinen Lieblingsjünger adoptiert und umgekehrt.
Als Jesus seine Mutter sah und neben ihr den Jünger, den er besonders geliebt hatte, sagte er zu seiner Mutter: "Liebe Frau, das ist jetzt dein Sohn. Dann wandte er sich zu dem Jünger und sagte: "Sieh das ist jetzt deine Mutter!" Da nahm der Jünger die Mutter Jesu zu sich und sorgte von da an für sie." Johannes 19, 26-27
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Es berührt mich sehr, dass er wusste und weiß, dass Menschen gerade, wenn sie den Verlust eines Menschen, den sie liebten, erleiden, neue, reale, sichere Verbundenheit brauchen - nicht nur geistlichen Zuspruch und Trost "Gott kümmert sich um dich", sondern ganz reale, menschliche Verbundenheit und Geborgenheit.
Es berührt mich, dass er sich noch so kurz vor seinem Tod um die Menschen kümmert, die unter dem Verlust wohl am stärksten leiden werden: Maria und Johannes. Und dass er dafür sorgt, dass sie gut aufgehoben sind und einander stärken und trösten können.
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Zärtlich
Gottes zärtliche Berührung stärkt unseren Glauben. schenkt uns grenzenloses Vertrauen, macht uns bereit zu lieben, lässt uns wie Kinder glauben.
Gott, berühre unser Herz und lass uns deine Liebe spüren.
aus Venezuela
Labels: Glaube
Schwach vor Liebe
An Weihnachten denken wir an den starken Gott, der nur eine einzige große Schwäche hat, nämlich seine Liebe zu uns Menschen. - unbekannt
Labels: Glaube, Zitate
Wohltuend
Der "Tag mit Gott" am 1. des Monats ist für mich immer ein besonderes Geschenk. Es tut mir gut, innezuhalten, zurückzublicken, zu planen. Idealerweise in einer anderen Umgebung...ich fahre dazu meist nach Potsdam, genieße es zwischen Zeiten in Cafés, in denen ich lese, innerlich höre, plane und schreibe, auch ein bisschen zu Bummeln...
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Wirklich - Talksendung jetzt online
Wirklich: Gottesbilder. Die erste Live-Sendung meines Lebens habe ich - so weit ich das als Beteiligte beurteilen kann - ganz gut überstanden. Es hat mir selbst viel Freude gemacht, zwei andere Menschen, mit ihren ganz eigenen Erfahrungen und Gedanken zu Gott kennen zu lernen.
Die Sendung ist ab sofort
online zu sehen.
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Kerstin Hack - Mal wieder live im Fernsehen
Die Koffer sind schon fast gepackt, obwohl die Reise erst Morgen losgeht. Neben ein paar geschäftlichen Terminen und einem "Open House" bei Freunden in Gießen, bin ich am Dienstag Abend in ner Live - Fernsehsendung des ERF zum Thema "Die Hütte. Gottesbilder / Gotteserfahrung" zu sehen.
Live wird natürlich live ausgestrahlt - also direkt am Dienstag, 10.11. von 22:00 bis 23:00 Uhr auf ERF eins und im Internet (Livestream).
Dann wird die Sendung am nächsten Tag, also am Mittwoch, 11.11. um 15:00 Uhr wiederholt und am übernächsten Tag, also Donnerstag, 12.11. um 18:00 Uhr.
Per Mausklick ist die Sendung dann ein paar Tage später unter http://www.erf.de/wirklich zu sehen.
Jetzt erst noch mal Berlin genießen...(am 9. November NICHT hier zu sein ist echt ein Opfer!)
Labels: Glaube, Kommunikation, Reisen, Verlag
Glauben leben mit Chuzpe
In den letzten Tagen und Wochen habe ich viel darüber nachgedacht, wie man Glauben leben kann, welche Extreme es gibt und welche Formen tatsächlich hilfreich sind.
Ich bin in einem christlichen Umfeld groß geworden, das Gottes Verheißungen und Zusagen betonte, und damit unbewusst zu einem Glaubensstil der Verfügbarkeit verführte. "Du musst nur richtig beten, nur richtig glauben, dann muss Gott handeln. Schließlich hat er es versprochen. Wenn es nicht klappt, muss der Fehler bei dir liegen."
Andere Christen sind in ihrem Glaubensleben von Gottes Souveränität geprägt. Im Extremfall bekommen sie - direkt oder indirekt - vermittelt: "Du kannst nichts machen. Gott ist allmächtig (und gut)....Er tut ohnehin was er will. Du kannst das nur akzeptieren."
Beiden Extemvarianten könnte eine Prise der andere Perspektive durchaus zu entspannterem Glaubensleben verhelfen. Doch letztlich scheinen mir beide Perspektiven weit von einer echten Beziehung zu Gott entfernt. Der eine ist entfernt von Gott, weil er ihn zu kontrollieren versucht. Der andere ist entfernt von Gott, weil er denkt, dass er als Mensch ohnehin nichts zu sagen hat.
Wie könnte lebendige Beziehung aussehen?
Mich beeindruckt gerade die Geschichte eines Mannes, der in der Bibel als Freund Gottes bezeichnet wird - Abraham.
Eines Abends spricht Gott mit ihm - das tut er mit seinen Freunden durchaus. Er sagt ihm: "Abram! Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn." (Genesis 15, 1).
In anderen Worten "Du hast gerade einen Sechser im göttlichen Lotto gewonnen. Ich meine es gut mit dir und werde dich mit mir selbst, mit Schutz und mit allem, was du dir nur denken kannst, beschenken."
Abraham könnte denken: "Gott ist souverän. Er kann tun, was er will. Ich freue mich an seinen Geschenken. Mehr kann ich nicht erwarten. Das ist ja schon viel."
Aber Abraham kennt Gott. Und ist mutig. Er wagt es, Gott zu sagen, was er auf dem Herzen hat, was er sich zutiefst wünscht.
"Was nützen mir all deine Geschenke, wenn ich keine Kinder habe, denen ich sie vererben kann. Ein Nachkomme ist das, was ich mir wirklich zutiefst wünsche."
Gott hört hin - und sagt ihm zu, dass er ihm geben wird, was er sich wünscht.
Abraham war vielleicht der erste, der die Eigenschaft an den Tag legte, die man im Jiddischen später als Chuzpe bezeichnen sollte. Chuzpe ist eine Mischung aus kluger, zielgerichteter, Unerschrockenheit, fast schon Unverschämtheit, charmanter Penetranz und unwiderstehlicher Dreistigkeit.
Chuzpe hat nur jemand, der seine eigenen Wünsche kennt, dazu steht ("das will ich" und den Mut hat, dafür einzustehen - selbst wenn es sozial nicht gebilligt wird...und einiges an Dreistigkeit fordert.
Ich habe den Verdacht, Gott mag Menschen mit Chuzpe. Menschen, die nicht verkrampft, ängstlich ihn zu etwas zwingen wollen, die sich aber auch nicht passiv allem ausliefern, was geschieht....sondern die den Mut haben, Gott mit Chuzpe gegenüber zu treten, ihre tiefsten Herzenswünsche zu zeigen und zu sagen: "Herr, das will ich!"
Ich glaube, Gott mag Menschen, die in ihm ein echtes Gegenüber sehen.
Er bezeichnet sie sogar als seine Freunde.
Labels: Gebet, Glaube
Imagine von Steve Turner über U2

Anlässlich des U2 Mini-Konzertes in Berlin hat
Günter Matthia auf seinem Blog einen sehr spannenden Auszug aus dem Buch
IMAGINE - Christen in Kunst, Musik und Medien veröffentlicht. Lesenswert (der Auszug und das Buch)
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Dramatisch und verborgen
Es gibt Geschichten in der Bibel, da zeigt sich Gott den Menschen dramatisch und lautstark: Mit Feuersäule, Wundern, Engeln und allem, was sonst noch dazu gehört. Das ist beeindruckend, umwerfend, atemberaubend.
Aber berührend finde ich die kleinen zarten Geschichten wie etwa das Buch Ruth, in dem Gott als Handelnder fast nur indirekt erkennbar ist - als derjenige, der aus Liebe zu den Menschen die Dinge gut fügt und lenkt, ihnen aber dennoch nicht die Würde der eigenen Entscheidung nimmt. Beeindruckend.
Labels: Buchtipp, Erlebnisse, Glaube
Freiheit und Liebe
Gestern war ich Talkgast zum Buch
Die Hütte bei einem Event von
Freischwimmer in der Ost-Berliner Zionskirche. Vor 20 Jahren standen dort die Menschen dicht an dicht und haben gemeinsam für Wiedervereinigung gebetet. Sie wollten frei werden von einem totalitäten System, das es "gut mit ihnen meinte", "ihr Bestes wollte" und ihnen dabei fast alle Freiheiten nahm.
Später haben wir dann auch über die Frage nach dem Leid geredet. Wenn Gott Liebe ist, wie kann er dann Auschwitz zulassen? An diesem historischen Ort wurde mir ganz neu bewusst, dass es keine halben Sachen gibt. Es gibt keine halbe Freiheit. Entweder man ist frei oder man lebt in einem totalitären System.
Wo soll man die Grenzen setzen? Sollte Gott einschreiten, wenn Menschen andere ermorden, aber ihnen die Freiheit lassen, sich anzubrüllen und emotional zu drangsalieren? Oder soll er ihnen alle Freiheit für Handlungen, die nicht liebevoll sind, nehmen, um "das Paradies auf Erden" zu schaffen?
Ich brauche die Freiheit, auch nicht lieben zu dürfen. Wenn ich jemanden lieben müsste, nur damit er kein Leid erfährt, wäre das schrecklich - für mich! Ich habe Menschen dadurch verletzt, dass ich ihnen sagte: "Nein, dich will ich nicht lieben!" Und ich bin verletzt worden, dadurch dass Menschen mich nicht liebten. Die einen haben mich "nur" nicht geliebt, andere waren aktiv aggressiv, haben mich betrogen und verletzt. Ich weiß, wie sehr nicht geliebt werden schmerzt.
Dennoch brauche ich selbst die Freiheit sagen zu können: "Dich liebe ich nicht! Ich möchte keine engere Freundschaft." oder auch - was ich fast jede Woche sagen muss "Dein Manuskript liebe ich nicht. Ich möchte es nicht haben." Ich verletzte, füge Leid zu und das fällt mir schwer. Aber um leben zu können, brauche ich diese Freiheit, auch wenn das bedeutet, dass auch andere die Freiheit haben, nicht zu lieben - und diese Freiheit manchmal brutal verletzend nutzen.
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Antwerpen
DIe letzten Minuten Batterie, die mein Laptop mir gerade gibt, nutze ich, um euch zu erzählen, wie schön
Antwerpen ist, wohin ich mich gerade verkrochen habe, um eine Zeit des Hörens, Betens und Schreibens zu haben. Die ersten Tage waren erst mal ankommen, mir den Magen mit belgischen Pommes zu verderben - trotz ihres Ruhmes als Nationalspeise genauso fettig wie Deutsche...oder vielleicht sogar mehr, weil sie traditionell 2 x Frittiert werden. Einmal kurz. Dann kühlen sie aus. 30 Min oder länger. Dann kommen sie noch mal ins Fett. Doppelt hält besser. Auch in meinem Magen. Ich hab das kulturelle Experiment bis spätabends bereut und sogar darüber nachgedacht, mir Whiskey zu kaufen...konnte mich dann nur nicht entscheiden, weil ich nicht wusste, was gut ist.
Ansonsten übe ich Aussprache Astublieft (= Bitte) und andere Zungenbrecher. Und versuche nach ner intensiven Zeit langsam runter zu kommen. Der Hafen von Antwerpen versucht junge Kreative anzulocken, indem er ihnen kostenloses Wlan rund um den Hafen bietet. Was die jungen Kreativen wie mich zwar tatsächlich anlockt. Aber wenn man dann feststellt, warum das Mabook Air den Beinamen AIR hat, nämlich, weil es bei Windstößen, die hier in Küstennähe nicht selten sind, und es tatsächlich zum Abheben bringen, nimmt die Freude bald ab.
Das einzige Internet-Café das ich kannte, hat auch dicht gemacht. Aber in einem netten Café sah ich die Kellnerin mit Laptop da sitzen...sie lud mich ein, ihren Zugang mit zu benutzen...im Cafe wurde ich auch mit dem Lied "I am soo blessed" begrüsst...
Genieße es, jetzt kurz mit der Welt in Kontakt zu sein, bevor ich mich wieder in die Wohnung zurück ziehe. Bin mal gespannt, ob und wie Gott mir begegnen wird. Schön wär´s.
Labels: Glaube, Reisen, Verlag, Veränderung
He loves me
"Geliebt" bzw. die Englische Originalausgabe
He loves me ist eines von den etwa acht Büchern, die ich gerade parallel lese. Jedes hat seinen Platz und seine Zeit: 3 Biographien (zum Entspannen nach der Arbeit oder vor dem Einschlafen), ein Buch über Finanzen, eines zu Entscheidungshilfen fürs Coaching, eines über gewaltfreie Kommunikation (die drei lese ich abwechselnd immer mal, wenn ich weiter lernen will oder unterwegs warten muss), eines über Glück (wann immer ich was Aufmunterndes und was zu lachen brauche.)
He loves me lese ich Morgens zu Beginn des Tages, mit einer Tasse Milchkaffee in der Hand. Meistens fange ich an zu weinen. Der Autor versteht die Liebe Gottes so tief und gut zu beschrieben, dass mir beim Lesen jedes Kapitels etwas von meinem Kopfwissen über Gottes Liebe ins Herz rutscht.

Mir geht es beim Lesen ähnlich wie bei
Heimkommen zu Gottes Vaterliebe von Jack Winter, das mich auch sehr berührt hat. Nur dass Jacobsen andere Blockaden und Denkmuster beschreibt als Winter, die es uns schwer machen, Gottes Liebe zu erfassen. Jeden Morgen fühlt es sich an, als ob Eis in schmilzt und mein Herz etwas wärmer wird.
Labels: Buchtipp, Glaube, Verlag
Die Hütte. Mein Wochenende mit Gott

Gerade habe ich die Infos zu dem Seminar "Die Hütte. MEIN Wochenende mit Gott" online gestellt.
Vom 20. - 22. 11. in Berlin
Vom 27. - 29. 11. in Schloß Weidenberg bei Bayreuth
Infos gibt es auf meiner
Website. Wäre toll, wenn du dabei wärst. Und anderen davon erzählst.
Labels: Berlin, Besser Leben, Glaube, Leid, Lernen, Seminare
Der Schauende
Der Schauende
Ich sehe den Bäumen die Stürme an,
die aus laugewordenen Tagen
an meine ängstlichen Fenster schlagen,
und höre die Fernen Dinge sagen,
die ich nicht ohne Freund ertragen,
nicht ohne Schwester lieben kann.
Da geht der Sturm, ein Umgestalter,
geht durch den Wald und durch die Zeit,
und alles ist wie ohne Alter:
die Landschaft, wie ein Vers im Psalter,
ist Ernst und Wucht und Ewigkeit.
Wie ist das klein, womit wir ringen,
was mit uns ringt, wie ist das groß;
ließen wir, ähnlicher den Dingen,
uns so vom großen Sturm bezwingen, -
wir würden weit und namenlos.
Was wir besiegen, ist das Kleine,
und der Erfolg selbst macht uns klein.
Das Ewige und Ungemeine
will nicht von uns gebogen sein.
Das ist der Engel, der den Ringern
des Alten Testaments erschien:
wenn seiner Widersacher Sehnen
im Kampfe sich metallen dehnen,
fühlt er sie unter seinen Fingern
wie Saiten tiefer Melodien.
Wen dieser Engel überwand,
welcher so oft auf Kampf verzichtet,
der geht gerecht und aufgerichtet
und groß aus jener harten Hand,
die sich, wie formend, an ihn schmiegte.
Die Siege laden ihn nicht ein.
Sein Wachstum ist: der Tiefbesiegte
von immer Größerem zu sein.
Rainer Maria Rilke
(mit Anklängen an die Geschichte Jakobs und Genesis 32)
Labels: Fundstücke, Glaube, Kunst
Coole Werbung

Mir gefallen die Anzeigen für die neue Genfer Übersetzung der Bibel (NGÜ) im Moleskin-Design...leider erst im Oktober erhältlich...


Labels: Buchtip, Fundstücke, Glaube
Zahlen
Ein Bekannter erzählte mir, dass nach dem Teilzusammenbruch einer Gemeinde noch 40 "Überlebende" übriggeblieben waren, die jedoch versuchten, die 22 (!!) Arbeitsbereiche, die die Gemeinde vorher hatte, aufrecht zu erhalten....Kein Wunder, dass sie etwas erschöpft waren.
Labels: Glaube, Skuril
Politiker
Die Süddeutsche Zeitung hat (erfundene)
Fakebook-Einträge von berühmten Politikern wie Obamam, Merkel, Ahmadinedschad veröffentlicht...ab und zu etwas platt, aber stellenweise richtig schön bissig...
Etwas ernsthafter...ein Beitrag aus dem Spiegel über den
Glauben Angela Merkels...Labels: Fundstücke, Glaube, Politik
Imagine - Christen in Kunst, Musik und Medien

Günter Matthia hat eine ziemlich gute, ausführliche
Rezension zu dem Buch
Imagine. Christen in Kunst, Musik und Medien von Steve Turner verfasst. Für mich ist Turners Buch - abgesehen vom missratenen Cover - eines der Bücher, die ich jedem Christen, der im Kunst- oder Mediensektor aktiv ist, empfehlen würde.
Turner setzt sich intensiv mit Rollen, Rollenerwartungen, Clichées und Authentizität des Künstlers auseinander - ich finde sehr fundiert, gut durchdacht und vor allem hilfreich...aber lest einfach, was Günter Matthia dazu schreibt.
Labels: Buchtip, Glaube, Kunst
1. Tag des Monats
Ich mag Anfänge. Heute ist der 1. Juli. Ein neuer Monat beginnt. Es ist eine meiner guten Traditionen, am ersten Tag des Monats eine besonders intensive, ausgiebige Zeit mit Gott zu verbringen - ein paar Stunden oder ein ganzer Tag.
Heute werde ich mit einer lieben Freundin frühstücken, mich dann mit Tagebuch und Notizbuch an einen schönen Ort zurückziehen und denken, reflektieren, mit Gott reden, plane...oder auch nur ein bisschen entspannen!
Labels: Gebet, Glaube
Cooles Argument
Im Alten Testament wurde der sogenannte Zehnte als Abgabe praktiziert, mit dem unter anderem die Priester unterhalten wurden (unterhalten im Sinn von Unterhalt zahlen, nicht im Sinn von Entertainment).
Christen streiten sich darüber, ob Christen dies weiter praktizieren sollten.
Die einen meinen ja. Sie halten es für eine gute Praxis, die man weiter befolgen sollte.
Die anderen sagen nein. Sie argumentieren, dass der Zehnte Teil des Alten Bundes war und von daher für Christen nicht mehr verbindlich ist.
Darauf erwidern die Befürworter, dass Abraham - noch lange bevor es das Gesetz des Mose gab - auch den Zehnten zahlte - und zwar bei einer interessanten Begegnung mit dem Priesterkönig Melchisedek.
In "
Straight talk to Elders" von Frank Viola habe ich jetzt eine interessante Erwiderung dazu gefunden.
Zum einen schreibt er, dass der Zehnte in der Kirche erst historisch ab dem 8. Jahrhundert belegt ist, d. h. die ganzen Christen vorher praktizierten das (vermutlich) nicht. Zum anderen meinte er: Die Geschichte von Abraham und Melchisedek belegt lediglich, dass Abraham EINMAL in seinem Leben den Zehnten gab. Das ist nicht wirklich viel!
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Schön formuliert
Haso twitterte heute, dass er eine Rede zur Förderung der Frömmigkeit halten will. Andere Menschen nennen so etwas schlicht "Predigt".
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Die Erde ist bis an den Rand mit dem Himmel gefüllt. Und jeder noch so einfache Busch brennt mit dem Feuer Gottes. Aber nur, der es sieht, zieht seine Schuhe aus. Die anderen sitzen herum und pflücken Brombeeren. [Earth's crammed with heaven; And every common bush afire with God; But only he who sees, takes off his shoes, The rest sit round it and pluck blackberries.]Elisabeth Barret Browning
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Die Hütte erscheint auf Deutsch (Engl. The Shack)

Ihr habt es vielleicht schon gehört. In wenigen Tagen erscheint die Erzählung
"Die Hütte. Ein Wochenende mit Gott" ("The Shack) auf Deutsch.
Es ist eine ganz einzigartige Erzählung. Sie handelt von Mack, der seine Tochter Missy durch ein Gewaltverbrechen verloren hat. Nach diesem Verlust verseht er Gott nicht mehr - eine große Traurigkeit setzt in seinem Leben ein. Dann erhält er eine Einladung in die Hütte zu kommen, in der die letzten Spuren seiner Tochter gefunden worden waren. Die Einladung ist - von Gott.
Er wagt es, zu fahren und sich selbst mit seinen tiefsten Schmerz zu begegnen - und Gott, der ganz anders ist als er dachte....
Das Buch überrascht: Manche Antworten, die Gott Mack gibt und einige der Bilder, die der Autor benutzt, um Gott zu beschreiben sind eher ungewöhnlich, aber gerade dadurch tief berührend und tröstend.
Mehr will ich nicht erzählen, um dir die Spannung nicht zu nehmen. Mich persönlich hat das Buch (ich habe
"The Shack" auf Englisch gelesen) - in einer Zeit, in der ich irritiert und verwirrt war und Gott nicht mehr verstanden habe, sehr berührt und mir Trost geschenkt. Es gehört zu den bewegensten Büchern, die ich je gelesen habe. Freunden, denen ich es geliehen und geschenkt habe, ging es ähnlich.
Normalerweise nehme ich - damit es nicht zu verwirrend wird - keine Bücher von anderen Verlagen mehr in meinen Shop auf. Aber "Die Hütte" ist so einzigartig, dass ich mal eine Ausnahme mache, weil ich mir wünsche, dass viele Menschen, die durch leidvolle Erfahrungen irritiert, verhärtet und von Gott entfremdet sind
- Trost erfahren
- Antworten finden, die echt und tief sind
- Gott neu begegnen und erleben
Mehr über das Buch und den Autor kannst du im
Shop lesen. Dort kannst du es für 16, 90 Euro auch gleich bestellen...für dich und deine Freunde....
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Überrascht von der Gnade!
Mancher, der sich vor dem Gerichte Gottes zu sehr gefürchtet hat, wird sich in der Ewigkeit ein klein wenig schämen müssen, dass er dem Herrn nicht noch mehr Gnade zugetraut hat. Johann Albrecht Bengel(evangelischer Theologe, 1687-1752)
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Psalm 19
Zur Zeit lese ich jeden Morgen - auf dem Balkon mit Blick zum Meer, leider fast ohne Sonne - Psalm 19. Dort steht, wie die ganze Schoepfung Gott preist - mit Worten, aber vor allem durch wortlose Kommunikation. Ich kann gar nicht genau sagen, wieso...aber mich beruehrt das sehr.
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Maenner und Frauen bei Lukas
Jesus through Middle Eastern Eyes fasziniert mich sehr. Der Autor erklaert, dass Moslems glauben, ein Engel habe Mohamed den Koran Wort fuer Wort diktiert. Er war nur "Schreiberling"...Manche Christen glauben, die Bibel sei aehnlich diktiert worden. Aber historisch ist klar, dass das Neue Testament in einem Prozess entstanden ist, an dem viele Menschen beteiligt waren:
1. Das Leben und die Lehren Jesu auf Aramaeisch
2. Die Augenzeugenberichte der Menschen, die Jesus erlebt hatten - ebenfalls Aramaeisch
3. Die Uebersezung ihrer Worte ins Griechische
4. Die Auswahl, Kombination und Herausgabe dieser griechischen Texte in Form von Evangeliuen
Es gehoert zur Schoenheit Gottes, dass er nicht alles selbst macht, sondern mit Menschen zusammen wirkt, in denen sein Geist wohnt. Bei den Evangelien kann man erkennen, dass die Autoren sich Muehe gegeben haben, das vorhandene Material so auszuwaehlen und zu ordnen, dass es die Leser verstehen - Matthaeus macht z. B. viele Einschuebe, um griechischen Lesern juedische Kultur zu erklaeren, Johannes arrangiert sein Material um die "Ich bin - Worte" herum, die fuer Juden klar den Anspruch Jesu Gott zu sein, zum Ausdruck brachten.
Matthaeus will den Heiden zeigen, dass ihnen die gute Nachricht gilt - und auch Menschen aller gesellschaftlichen Schichten (Erwaehnung der armen Hirten und reichen Weisen bei der Geburt Jesu). Er erwaehnt vier Heidinnen im Stammbaum Jesu, mit dem er das Evangelium beginnt und "alle Ethien" im Missionsauftrag, mit dem er das Evangelium beendet.
Besonders aber hat mich fasziniert, was Bailey ueber Lukas schreibt. Im Lukasevangelim gibt es 27 Geschichtenpaare gibt, wo 1x ein Mann 1 x eine
Frau im Zentrum steht.
Einige der bekanntern Geschichten:
Ankuendigung des Engels an Maria / Zacharias
Lobgesang Marias / Lobgesang des Zacharias
Tempel - Begegnung des Kindes mit Simeon / Anna
Hirte, der verlorenes Schaf sucht / Frau die verlorene Muenze sucht
Mal ist die Frauengeschichte laenger und eindruecklicher, mal die Maennergeschichte...insgesamt scheint das zu bedeuten:
- Jesus hat Maenner wie Frauen beruehrt - sie haben Gott durch ihn erlebt
- Jesus wandte sich in seinen Geschichten und Beispielen an Maenner und Frauen - er waehlte Beispiele aus ihrer Alltagswirklichkeit und machte damit deutlich, dass beide gleichermassen wertvoll und wichtig fuer ihn und Gott sind
- Lukas bei der Auswahl dessen, was er in sein Evangelium aufnimmt, bewusst auf "Gleichberechtigung" geachtet - er editierte das im Geist Gottes, der keines der Geschlechter bevorzugt..
...
Mich beruhert das sehr - vielleicht auch, weil ich als Autorin und Herausgeberin den Prozess der Zusammenstellung eines schriftlichen Werkes ein wenig kenne und weiss, wie viel Herzensarbeit und Liebe zu den maennlichen und weiblichen Lesern dahinter steckt, wenn man sich die Muehe macht, Dinge so zu arrangieren...Lukas hat mit der Art, wie er es herausgegeben hat, sehr viel von Gottes Herzen und Liebe zum Ausdruck gebracht...fuer Maenner und Frauen.
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Katholisch-Protestantische Männergespräche
Beim Essen erzählte mir mein - katholischer - Freund erzählte mir von einem Gespräch, das er gestern Abend mit einem protestantischen Freund gehabt hat, der ab und zu bei ihm wohnt.
Der Protestant lag auf dem Bett, las in der Bibel und seufzte begeistert.
"Die Bibel ist ein einziger Liebesbrief Gottes."
Darauf der Katholik:
"Und das Sakrament ist der Sex dazu."
1: 0 für den Katholiken würde ich mal sagen.
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Rezension zu "No more Blues"

Der unermüdliche
Günter Matthia (Woher hast du nur deine Energie?!) hat eine sehr
persönliche und prägnante Rezension zu "
No more Blues. Glauben ohne Schuldgefühle" geschrieben. Für mich ist dieses Quadro von Harald Sommerfeld das wohl wichtigste Quadro, was ich bisher gemacht habe. So viele Christen leiden unter unnötigen Schuldgefühlen. Harald schreibt dazu.
"Christen sagen, Christus habe »ihre Schuld auf sich genommen«. Warum gibt es dann kaum jemanden, der mehr unter Schuldgefühlen leidet, als gerade die Christen?
Alle diese Schuldgefühle haben eines gemeinsam: sie sind komplett überflüssig.
(1) Gott hat nichts davon, wenn wir uns schlecht und schuldig fühlen. Im Gegenteil.
Er vermisst seine Kinder, wenn sie sich selbst kasteien und schuldbewusst den Blickkontakt mit ihm vermeiden.
(2) Der »Nächste« hat nichts davon. Die Zeit, die du damit verbringst, die eigenen Gefühle wieder ins Gleichgewicht zu bringen, geht für fröhliche Begegnungen und konstruktive Beziehungen verloren.
(3) Der Betroffene hat nichts davon. Den Christen müsste ich erst noch treffen, der durch gute Vorsätze und Beschäftigung mit eigener Schuld ein »besserer Christ« geworden wäre. Das Leben aufgrund echten
oder eingebildeten Versagens mehr zu erleiden als zu genießen, ist kein Gewinn.
Wenn du einer dieser Betroffenen bist, habe ich eine gute Nachricht: Diese Schuldgefühle sind überflüssig und unberechtigt. Du kannst getrost auf sie verzichten. Doch halt! So einfach wird es nicht sein. Deshalb gibt es dieses Quadro zu der Thematik."
Obwohl ich mich selbst für einen relativ freien Menschen halte, habe ich beim Lektorieren und Lesen von dem, was Harald geschrieben hat, immer wieder tiefe Erleichterung gespürt: "Ja, so ist es. Gott nimmt mich an." Manches Kopfwissen um Gottes Liebe und Annahme ist tiefer ins Herz und ins Leben gerutscht. Das wünsche ich Euch auch!
Reinlesen (und bestellten - am besten gleich im 10er Pack zum Verschenken an andere von chronisch-schlechtem-Gewissen-geplagte Menschen) könnt ihr das gute Stück im
Shop.
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Worte des Segens
Für ein neues Impulsheft der
Worte-Serie mit dem Titel
"Worte des Segens" suche ich nach den
- schönsten
- tiefsten
- inspirierendsten
- kreativsten
- und klügsten
Segensworten?
Was sind deine liebsten Segensworte
- aus der Bibel
- aus der Kirchengeschichte
- ganz modern?
- kurz oder lang
?
Würdest du das Impulsheft eher "Worte des Segens" (so wie alle anderen Worte der Hoffnung, Worte der Liebe, Worte der Freundschaft) oder eher "Segensworte" nennen....
Ich bin gespannt auf Eure Kommentare und Favoriten!
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Relevante Gemeinde für Kreuzberg
Seit dem 1. Mai schlafe ich schlechter als sonst. Immer wieder wache ich auf und denke nach. Weniger über das Erlebte als vielmehr darüber, wie ähnliche Gewalt in Zukunft noch besser verhindert und eingedämmt werden kann. Gestern erhielt ich eine Einladung von einem jungen Mann, der eine neue Gemeinde in Kreuzberg gründen möchte. Ich habe mir heute Nacht Gedanken dazu gemacht, wie eine Gemeinde aussehen könnte, die für Kreuzberg relevant ist.
1. Sie ist politischDas Wort politisch kommt vom griechischen "polis" d. h. Stadt bzw. "polites" d. h. Stadtbewohner/Bürger. Damit meine ich nicht unbedingt parteipolitisch, auch wenn die Aufsplitterung in Parteien die Form ist, in der wir hierzulande und heutzutage politisches Handeln häufig praktizieren. Ich meine vielmehr im guten Sinne "bürgerlich". Als Bürger der Stadt für das Wohl der Stadt engagiert.
Gott ist hier das Beste Beispiel für politisches Engagement: "So sehr hat Gott die Welt d. h. auch die Städte, geliebt, dass er aktiv wurde und Jesus sandte." (Johannes 3, 16)
2. Sie ist in Kontakt mit den Bedürfnissen der Menschen Von Jesus lesen wir, dass er konkret auf die Bedürfnisse der Menschen einging. Er spaltete sie nicht in wichtigere "geistliche" und weniger wichtige praktische Bedürfnisse auf, sondern begegnete allen Bedürfnissen, die ihm begegneten: Er heilte Kranke, befreite Menschen aus dämonischen Qualen und predigte und lebte das Evangelium.
Für Kreuzberg könnte das bedeuten, dass eine Gemeinde sich der geistlichen Bedürfnisse der Menschen annimmt - in Kreuzberg gibt es eine Vielzahl von weltanschaulichen und religiösen Angeboten - nur von Jesus ist bisher nur wenig zu entdecken.
Es bedeutet aber auch, dass sie Wege sucht, den Frieden und das Miteinander im Bezirk zu fördern, sozial schwachen Familien unterstützt, Erziehungshilfe gibt, Lebensperspektiven für Jugendliche mit Migrationshintergrund entwickeln hilft...
3. Sie ist prozessorientiertVeränderungen geschehen nicht über Nacht. Vor allem dann nicht, wenn Menschen daran beteiligt sind. In seiner Kommunikation mit Menschen verwendet Jesus häufig Bilder, die beschreiben, dass sich sein Reich (= die Anwesenheit all dessen, wofür er steht) prozesshaft ausbreitet: wie Hefe, wie ein Baum der wächst usw. Er verkündet keine schnellen "Wundermittel", sondern weist auf den Prozess der Liebe hin, der Schritt für Schritt alles durchdringt. Gemeinde, die relevant ist, hat im Blick, dass Dinge ihre Zeit brauchen
4. Sie ist partizipatorisch
Die Zeit der Einzelkämpfer ist vorbei - oder eigentlich hat es sie in Gottes Familie noch nie wirklich gegeben. Eine Gemeinde ist umso stärker, je mehr sie sich als Organismus versteht und organisiert, in dem die einzelnen Teile einander befruchten und inspirieren - weniger als (hierarchische) Organisation, in der nur einer oder wenige das Sagen haben. Vom Reichtum vieler Mitglieder bereichert zu werden und zu lernen ist auch an Orten wie Kreuzberg eine Herausforderung, aber auch Inspiration für die, die organisch gelebtes Miteinander erleben.
5. Sie hat im Blick, wer Jesus istInmitten einer keineswegs kuscheligen Situation erinnert Paulus die Christen in Kollossä daran, wer Jesus ist. (Kolosserbrief Kapitel 1, 15-20)
Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm. Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten, damit er in allem der Erste sei. Denn es hat Gott wohlgefallen, dass in ihm alle Fülle wohnen sollte und er durch ihn alles mit sich versöhnte, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz.
Eine Gemeinde, die relevant für ihre Umgebung sein will, hat die Macht, Herrlichkeit und Liebe Christi im Blick und sieht sich als Teil seines Körpers (altdeutsch: Leib Christi), um genau dies in der Welt um sich herum auszubreiten.
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Solidarität
Nach dem 1. Mai habe ich mich solidarisch gefühlt - mit den Propheten des alten Testamentes. Immer wieder wurden sie von Gott zu Menschen geschickt, die von Gottes guten Maßstäben nichts wissen wollen. Und hatten von diesem Auftrag die Nase mehr als voll: "Warum sollen wir uns um Menschen bemühen, die doch auf eine Art und Weise leben wollen, die von Gott und Nächstenliebe Meilenweit entfernt ist..." beklagen sie sich immer wieder. Nach dem, was ich am 1. Mai gesehen habe, kann ich sie immer besser verstehen.
Labels: Berlin, Erlebnisse, Gebet, Glaube
Kommunikation
Heute und Morgen werden Freunde und ich auf den Straßen Berlins unterwegs sein und für den Frieden der Stadt beten. Da braut sich gerade ein sehr ungemütlicher Cocktail zusammen:
- Eine Neo-Nazi Veranstaltung in Köpenick
- Ein Basketballspiel mit aggressiven Hooligans
- Die üblichen Aufrufe zu Kapitalismus bekämpfen der Autonomen Szene "Wir wollen explizit die sozialen Unruhen und unser mögliches tun.? (Antifaschistischer Block - wörtliches Zitat aus ner Pressekonferenz vor 2 Tagen).
Aufstehen gegen Ungerechtigkeit und Rassismus ist ok, aber Gewalt ist keine Lösung. Als Christen wollen wir unser Möglichstes tun und Gott um unser Unmöglichstes aber sein durchaus Möglichstes bitten, um Frieden zu bringen...
Heute schrieb ich an einige Freunde und bat für die Situation hier und uns zu beten. Ein Freund aus den USA schrieb zurück: "Danke, dass du mich informiert hast. Ich habe die letzten beiden Tage von Berlin geträumt und Gott hat zu mir über die Stadt geredet, aber ich wusste natürlich nicht, was los war..."
Cool, dass Gott kommuniziert und informiert und zum Gebet motiviert, noch bevor wir es tun...aber auch gut, dass wir es auch tun können.
Labels: Berlin, Gebet, Glaube
Hören vom Himmel
Eines der größten Geschenke - und auch eine der Gaben, die am leichtesten missbraucht werden können - ist die Fähigkeit, sensibel für das zu sein, was Gott einem anderen Menschen sagen möchte und ihm das mitzuteilen (auch "Prophetie" genannt).
In der letzten Woche habe ich mit drei verschiedenen Menschen gebetet und alle drei gaben mir einen ähnlichen Gedanken als Impuls von Gott weiter. Mich hat das sehr berührt...ein Gott, dem ich offensichtlich nicht egal bin, der anderen Menschen Gedanken und Impulse für mich schenkt...fast zum Weinen schön!
Labels: Erlebnisse, Glaube
Unterwegs


Die Tage unterwegs waren voll und gut:
- Treffen mit einem Bekannten / Freund, um gemeinsam eine neue Quadro-Serie zu planen
- zwei Aufzeichnungen von Sendungen (1 x Radio, 1 x Fernsehen) beim christlichen Privatsender
EFF- zwei Treffen mit alten Freunden, die ich seit 25 bzw. 15 Jahren kenne
- ein Seminar zum Thema Gebet
- eine Sitzung, bei der ich Buchhandelsvertreter über meine geplanten Neuerscheinungen informiert habe.
Besonders bewegt hat mich das Seminar. Ich habe keinen fertigen Vortrag mitgenommen, sondern zu Beginn gefragt:
"Welche Eurer Fragen zum Thema Gebet müsste ich in den nächsten zwei Stunden beantworten, damit es sich für Euch gelohnt hat, hierher zu kommen?"
Die Fragen waren spannend:
- Wie gehe ich mit nicht erhörten Gebeten um?
- Welche Rolle spielt das Fasten?
- Welche Rolle spielt der Glaube beim Beten?
- Wie betet man im Freien?
- Wie kann ich Menschen, die selbst nicht glauben, Gebet anbieten?
So gut ich konnte habe ich, z. T. mit Unterstützung der Teilnehmer die Fragen beantwortet. Es war für mich ein reicher Abend, bei dem mir selbst auch Aspekte deutlich und wichtig wurden, die ich selbst bisher nicht so gesehen hatte.
Fasten hat - so weit ich das erkenne - nicht den Zweck, Gott durch fromme Leistung zur Erhörung meiner Gebete zu drängen. Es trägt vielmehr dazu bei, dass ich (wenn erst mal die erste Hungerphase überstanden ist) IHN besser höre. Und wenn ich sensibler für ihn bin, der Kontakt inniger und näher ist, dann ist es meistens auch leichter, so zu bitten, dass man erhört wird. Zumindest bei Menschen ist das so...wenn ich jemandem mein Herz geöffnet und gezeigt habe, in innigen und nahen Kontakt bin, ist es leichter zu bitten...und die Chancen, gehört zu werden, sind weit größer.
Ich bin bereichert und beschenkt von dem Abend weitergefahren...

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Gute Nachricht
Er lebt -
und mit ihm
lebe ich.
Die schönste
Erfahrung
aller Zeiten.
Labels: Besser Leben, Glaube
Grabbesuch
Maria Magdalena war die erste,
die den Auferstandenen traf.
Sie war zum Grab gegangangen,
um seinen Leichnam,
den Grund ihres tiefen Schmerzes,
einzubalsamieren...
festzuhalten
was noch festzuhalten war
bevor sie versinken würde
in bodenlosen Schmerz.
Ihn noch einmal zu sehen,
anzusehen,
wen sie verloren hatte...
Vielleicht
ist der Weg zum Grab
dorthin wo
der Schmerz begraben liegt
der schnellste Weg
Auferstehung zu erleben.
Labels: Begegnungen, Besser Leben, Emotionen, Glaube
Zwischenzeit

Er ist tot!
Grausam.
Unfassbar.
Tot.
Zerreißender Schmerz.
Tot!
Er war so lebendig.
Voller Lachen
und Ideen und Gesang.
Mutig die Wahrheit ansprechend.
Voller Klarheit und Mitgefühl.
Er hat gefeiert.
Und getanzt und gelacht.
Seine Worte haben mich bewegt
wie nichts sonst auf der Welt.
Oder war es sein Blick.
Nicht nur er war lebendig,
sondern auch ich.
Wenn er da war,
taute mein Panzer aus Eis
Ich konnte meine Verletzlichkeit zeigen,
meine Freude.
Ich konnte mein Herz spüren
Ich wurde leicht und froh
empfindsam und zart
und voller Kraft.
Wenn er da war
war ich
ich
wie nie zuvor.
Mit seinem Tod
stirbt etwas von mir.
Manche sagen,
er kann gar nicht tot bleiben.
Es wird wieder Leben geben.
Ich weiß es nicht.
Noch nicht.
Vielleicht.
Eines Tages.
In der Zwischenzeit
werde ich
trauern.
Labels: Emotionen, Glaube, Lebensfreude, Leid
Perspektive
Karfreitag: Im Französischen (und ähnlich auch im Spanischen und Italienischen) spricht man von Vendredi Saint, dem Heiligen Freitag. Das deutsche Wort Karfreitag leitet sich vom mittelhochdeutschen "Kara" ab: Kummer, Sorge. Im Englischen heißt der gleiche Tag "Good Friday", der gute Freitag - wohl aus der Perspektive heraus, dass Gott unseren Kummer an diesem Tag auf sich nahm.
Das untenstehende Bild drückt für mich aus, was Karfreitag ist. Ich bekam es während des Bosnien-Krieges von einem Bekannten geschickt...Jesus ist da wohl zwischen die Fronten geraten...]

Labels: Glaube
Gott entdecken
Für mein neues Impulsheft "Gott entdecken" suche ich nach guten Internet-Seiten, auf denen nach Gott suchende Menschen,kompetente Hilfe und Unterstützung bekommen. Mir ist wichtig, dass die Seiten nicht oberflächlich und platt daherkommen, sondern inspirieren und zum selbst denken und selbst glauben anregen. Habt ihr Ideen, Tipps und Empfehlungen für mich? Alle sachdienlichen Hinweise nehme ich dankbar entgegen!
Labels: Glaube
Das Wesentliche
The Church is looking for better methods; God is looking for better men. E.M. Bounds
[Frei übersetzt: Die Kirche hält nach besseren Methoden Ausschau; Gott sucht nach besseren / veränderten Menschen]
Labels: Glaube
Gott entdecken
Gott sagt nicht: "Das ist ein Weg zu mir, das aber nicht" sondern er sagt: "Alles, was du tust, kann ein Weg zu mir sein, wenn du es nur so tust, dass es dich zu mir führt." Martin Buber
Labels: Glaube
Leben von Gott durchdrungen
Gerade lese ich "Mudhouse Sabbath" von Lauren Winner, einer früheren orthodoxen Jüdin, die zum Glauben an Jesus gefunden hat. Sie liebt Jesus, aber sie vermisst in christlichen Kirchen den Reichtum der Tradition und das Durchdrungen-Seins des Lebens mit 1000 Lebensweisen, die an Gott erinnern - anders als in der christlichen Kultur, die relativ wenig Alltagsrituale kennt, die den Gläubigen auf Gott fokussieren. Sie beschreibt, wie die Vorbereitung jede Mahlzeit für einen gläubigen Juden eine Erinnerung an seinen Bund mit Gott ist. Durch Essen - die Sache mit der Frucht im Paradies - wurde die Beziehung zu Gott gestört und nun erinnert jedes Essen daran, dass man "anders als die anderen isst" und auch Essen ein Zeichen der Treue zu Gott ist.
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Amok, Leid und Gott
Wenn man Nachrichten wie die vom gestrigen Amoklauf liest, wird schnell die Frage laut: "Wo ist Gott, wenn derartig sinnloses Leid geschieht?"
In Pete Greigs Buch "God on Mute", das jetzt mit dem Titel "OFFLINE. Warum antwortest du nicht, Gott?" auf Deutsch erschienen ist, habe ich eine Antwort gefunden, die mich sehr berührt und getröstet hat.
Er erzählt von einem Freund, der aus Amerika nach Europa geflogen kam, um einen Freund zu besuchen, der mit Krebs auf der Intensivstation im Sterben lag - verheiratet und Vater von kleinen Kindern. Der Freund war so erschüttert von dem Zustand, in dem sich sein kranker Freund befand, dass er in einen Nebenraum ging und betete. Er fragte Gott: "Wo bist du in dieser Situation."
Er empfand, dass Gott ihm antwortete: "Ich bin hier, weil du da bist und weil ich in dir lebe..."
Labels: Buchtip, Fundstücke, Glaube, Leid
Noch mal Hafiz
Start seeing everything as God.
But keep it a secret.
Frei übersetzt:
Fang an, in allem Gott zu sehen - aber behalte es für dich! Labels: Glaube
Glaube und Leichtigkeit
Einer meiner Lieblingsdichter ist der persische Dichter Hafiz, der von ca. 1320 - 1389 gelebt hat und dessen Lyrik eine ungemeine Leichtigkeit, Lebensfreude und eine tiefe Gotteserkenntnis ausstrahlt.
Eines seiner Gedichte habe ich gerade lose ins Deutsche übertragen.
What ist the difference
Between your experience of Existence
And that of a saint?
The saint knows
That the spiritual path
Is a sublime chess game with God.
And that the Beloved
Has just made such a fantastic Move
That the saint is now continually
Tripping over Joy
And bursting out in Laughter
And saying, "I Surrender!"
Whereas, my dear,
I am afraid you still think
You have a thousand serious moves.
Worin besteht der Unterschied
zwischen deinen Lebenserfahrungen
und denen eines Heiligen?
Der Heilige weiß,
dass geistliches Leben
ein erhabenes Schachspiel mit Gott ist
und dass der Geliebte
gerade einen genialen Zug gemacht hat
Der Heilige fließt ständig über vor Freude,
und bricht in Lachen aus:
und sagt "Ich ergebe mich!"
Du hingegen, mein Freund
scheinst immer noch zu denken,
du könntest darauf mit tausend ernsthafter Zügen erwidern.
Labels: Gebet, Glaube, Lebensfreude
Wort hören

Heute Morgen hab ich mal wieder meine
Word-Transport CD herausgekramt, eine Aufnahme des Johannes-Evangeliums unterlegt mit chilliger Musik. Ich erlebe, dass es mich anders berührt, wenn ich Gottes Wort höre, als wenn ich es lese. Das werde ich in Zukunft wieder öfter tun.
Labels: Glaube
Gemeindebau ganz praktisch
Gestern in der U-Bahn fand ich einen Terminzettel einer Berliner christlichen Gemeinde. Da stand unter anderem:
Zukünftig bietet Michaela Meissner* an jedem 1. und 3. Samstag im Monat eine Kinderbetreuung in den Gemeinderäumen an, damit die Eltern in dieser Zeit unbeschwert auf dem Bau mithelfen können."
Quadratisch, praktisch, gut und unbeschwert.
* Name geändert
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Fragen
Ich mag gute Fragen. Sie inspirieren häufig weit mehr als viele und verfrühte Antworten. Nicht zuletzt deshalb hab ich gleich drei Impulshefte mit Fragen publiziert:
Glaubensfragen, Entdeckerfragen und Powerfragen.
Christen in Hamburg haben das Portal
Hamburg fragt sich gestartet, auf dem kluge Fragen gestellt und beantwortet werden. z. B.
- Wenn das letzte Hemd doch Taschen hätte, was nähmst Du mit?
- Wessen Feind sind Sie?
- Könnten Sie Ihren gegenwärtigen Lebenspartner weiterempfehlen?
- Was genau haben Sie davon, wenn Ihr liebstes Fußballteam gewinnt?
...
Ich finde das ist eine gute Art, mit Menschen ins Gespräch zu kommen.
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Wie begegne ich Gott?
Gerade habe ich in meiner Mittagspause auf der Website der natürlichen Gemeindeentwicklung den Test
"Wie begegnen Sie Gott?" mitgemacht, bei dem man herausfinden kann, welche Zugänge zu Gott diejenigen sind, die einem am meisten liegen.
Für mich keine große Überraschung: Ich erlebe Gott am stärksten, wenn alle fünf Sinne angsprochen werde, habe auch eine mystische Ader, mag Liturgie, denke gerne nach und teile gerne mit anderen. Weniger angesprochen fühle ich mich durch reine Lehre und Askese und zu trockenes Bibelstudium.
Der Test ist trotzdem spannend...schon die Fragen sind nachdenkenswert.
Labels: Glaube
Wenn Jesus antwortet
Wenn Jesus antwortet, dann sieht er erst mal hin, was Menschen brauchen. Das wird deutlich an dem, wie er mit den unterschiedlichen Bedürfnissen der Menschen umgeht, denen er nach seiner Auferstehung begegnet.
- Maria, die am Grab weinte, war voller Schmerz. Er fragte sie "Warum weinst du?" und begegnete ihrem Schmerz.
- Die Emausjünger waren durcheinander und verwirrt. Er fragte sie: "Worüber sprecht ihr..." und half ihnen, zu verstehen.
- Seine Jünger waren voller Zweifel. Er fragte sie: "Warum zweifelt ihr?" und begegnete ihrer Unfähigkeit, glauben zu können.
- Petrus kämpfte mit dem Wissen um seine Schuld. Er fragte ihn: "Hast du mich lieb." und erinnerte ihn an eine Verbundenheit, die weit tiefer ging als alle Schuld.
Diese - aus Pete Greig "God on mute" (s. frührere Einträge) zusammengefassten Gedanken haben mich sehr berührt.
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Der bunte Papagei hat Angst
Nach einem intensiven Gespräch mit einer Freundin über Leiterschaft, habe ich in der Nacht von einem bunten Papagei geträumt, der ziemlich viel Angst hatte. Selbst wenn man kein Tiefenpsychologe ist, ist das recht leicht zu deuten. Ich sehe mich selbst häufig als bunten, exotischen Vogel - und manche Formen (christlicher) Leiterschaft lösen in mir ziemlich tiefe Ängste aus, meine Eigenheit und Einzigartigkeit, nicht leben zu können.
Das löst bei mir die Frage aus, ob ein Christ überhaupt einen anderen leiten darf (im Kontext von gelebter Gemeinschaft, bei Organisationen frage ich mich das nicht)? Weil sich bei der Frage praktische, theologische und persönliche Gedanken und Erfahrungen vermischen, versuche ich das gerade auseinander zu sortieren und schreibe - obwohl Sonntag ist - meine Gedanken auf (wenn´s fertig ist, sag ich Bescheid). Aber das ist besser, als sie wirr im Kopf herum schwirren zu lassen - selbst wenn man sich als bunten Papagei empfindet.
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Life not death
Vor kurzem las ich eine schöne Buchbeschreibung (sorry, Englisch), zu "Christianity beyond Belief" die sich zwar speziell an die amerikanische Christenheit wendet, aber die Tendenzen, den Glauben auf ein System von Wahrheiten zu reduzieren, die lediglich für wahr gehalten, aber nicht gelebt werden, gibt es hierzulande auch:
You´ve prayed the sinners´s prayer. You know that if you died tonight, you´ll go to heaven. But Todd hunter believes that Christianity is a life, not merely a secure death. Which means that eternal life ... begins on earth as soon as we become followers of Jesus.
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Wenn Gott schweigt
Die Entscheidung, pro neuem Buch, das ich mir kaufe, wenigstens ein altes zu lesen, das bei mir noch ungelesen im Regal steht, erweist sich als ausgesprochen gut. Ich habe kürzlich "God on mute" (in etwa: Wenn Gott schweigt) hervorgekramt. Pete Greig, Leiter von
24-7 Prayer, einer internationalen Gebetsbewegung, die sich, wie er es formuliert, auf der Erde schneller ausgebreitet hat als Pepsi, kann begeistert Tausende von Geschichten davon erzählen, wie er Gottes Handeln als Antwort auf seine Gebete und die Gebete anderer erlebt hat. Aber er kennt auch die schmerzhafte Seite - erleben zu müssen, dass Gott auf seine tiefsten Gebete, seinen Schrei um Heilung für seine junge, krebskranke Frau nicht erhört...das Buch hat mich sehr berührt- ähnlich wie The Shack, das sich mit der Frage des Leides in Form einer Geschichte auseinandersetzt. Ich hab es gelesen, als ich im Zug auf der Rückfahr von Magdeburg war, wo ich auf dem Regionaltag der Baptistengemeinden Sachsen-Anhalts gesprochen habe. Mich hat das dort-sein sehr bewegt. Christen aus 18 Gemeinden, die ihren Glauben in ihrer Welt leben - ganz verschieden, aber mit viel Liebe und Ernsthaftigkeit. Ich hab über
SWING. Dein Leben in Balancegesprochen...und bin immer selbst beschenkt, wenn ich spüre oder von Menschen höre, dass einzelne Gedanken für sie hilfreich waren.
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Wo will er wehen?
Ein viel zitiertes Bibelzitat ist "Der Geist weht, wo er will!" (Joh. 3, 8, etwas verkürzt zitiert). Meistens wird es in dem Sinn gebraucht und zitiert, dass man ja ohnehin nicht wissen könne, was Gott tun will, nur die Möglichkeit hat, abzuwarten, was geschieht. Ist manchmal auch ein Totschlagargument gegen Planen und Überlegen.
Ich hab mich - als es heute mal wieder bei einem Arbeitstreffen in diesem Sinne zitiert wurde - gefragt, ob das so ist. Und mal ganz frech überlegt, wie das wäre, wenn man das über mich sagen würde.
"Kerstin wirkt, wo sie will!" Menschen, die mich kennen, können ziemlich gut voraussagen, wo ich wirken will. Ich halte mich gerne an Orten auf, die schön, hell, offen und inspirierend sind. Muffige, enge, fade und lieblos nicht-gestaltete Orte hingegen törnen mich ziemlich ab. Dann gehe ich gern an Orte, wo ich beschenkt werde - wie, das kann ganz vielfältig sein. Ich bin ungern dort, wo Menschen selbstbezogen sind und wenig Blick für andere haben. Ich schließlich bin ich gern bei Menschen, die unterwegs und offen sind, suchend, lernend und begegnend. Ungern bei denen, die "satt" sind, schon alles wissen und gelangweilt unterhalten wollen.
Ob es mit Gottes Geist nicht vielleicht ähnlich ist, dass seine Freunde zwar nicht unbedingt voraussagen können, wo er auftauchen wird, aber zumindest ahnen können, wo er sich wohlfühlt, gerne aufhält und gerne wirkt?
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Bunte Christen in Boston
Bevor mir die Augen ganz zufallen und ich mir (hoffentlich) eine gute Runde Schlaf gönne, noch ein paar Momentaufnahmen aus dem Gottesdienst gestern.
Eine für amerikanische Verhältnisse kleine Gemeinde (60 - 100 Personen), die sich seit 40 Jahren (!) in einem gemieteten Raum in einer ehemaligen Slum-Gegend von Boston trifft, die sich mittlerweile wie alle Slums der Stadt zu einer etwas besseren, wenn gleich immer noch relativ armen Gegend entwickelt hat. In der ganzen Stadt gibt es keine echten Slums mehr - früher waren es Dutzende. Das hat neben vielen anderen Faktoren auch mit den Christen zu tun, die sich aktiv für ihren Stadtteil und die Menschen dort engagieren und viel soziale Programme ins Leben rufen oder sich an existierenden Programmen beteiligen.
Wie das "live" aussieht, konnte ich am Sonntag Morgen sehen. Etwa 60 Personen waren trotz Schneesturm in die "Kirche" gekommen, deren Fenster mit blauer Isolierfolie beklebt waren, um die Kälte draußen zu halten. "Nett, dass der Pastor die Heizung aufgedreht hat, das macht er nicht immer." erklärte mir eine schwarze Amerikanerin, die von einer weißen Seniorin mit dem Auto abgeholt worden war, weil sie bei Schnee nicht gut laufen kann.
Bei Kaffee und Tee, der auf einem wackeligen, alten Schreibtisch stand und von Carmen, einer spanischstämmigen Frau, die kaum mehr sehen, aber umso besser kochen kann, organisiert worden war, kam man ins Gespräch.
An dem Tag, waren im Gottesdienst anwesend:
- etwa 30 weiße, 10 Spanischstämmige, 10 asiatische und 10 afro-amerikanische
- davon ca. 10 Obdachlose oder Menschen, die gerade wieder den Anschluss an die Gesellschaft fanden, mehrere Drogenabhängige (drei erzählten mir direkt und offen von ihrer Suchtproblematik, ich vermute, es waren noch mehr), einige Angestellte und daneben noch etwa 10 Dozenten und Studenten der Harvard Universität.
Alle Gäste wurden begrüsst (es waren etwa 5 neue Gesichter da), als der Pastor darum bat, zu erzählen, was Leute mit Gott erlebt hatten, erzählte eine Frau, dass sie endlich von der Straße runterkam und eine Wohnung fand, ein anderer sagte, dass es ihm gerade beschissen geht, er gar nicht mehr weiß, wie es weiter geht und wieder ein Mann dankte einem Paar aus der Gemeinde, dafür dass sie ihn, als er einen Rückfall in die Drogen hatte, wieder rausgeholt haben. Und ein Mann erzählte, dass er seinen Dealer angerufen und gebeten hatte, ihm Stoff zu bringen und es sich dann doch anders überlegte...
Nach der Predigt gab es noch eine Frage, die in Kleingruppen diskutiert wurde, die dann auch noch miteinander beteten.
Lebendig, nah, ziemlich lebensnah, hat mich sehr berührt.
Von Doug habe ich dann erfahren, dass aus dieser Gemeinde viele weitere Gemeinden entstanden sind - in Boston und an anderen Orten - wo Christen mit der gleichen "Genetik" der Fürsorge, Liebe, Offenheit und Ehrlichkeit miteinander Leben teilen und ihr Umfeld prägen. Ein Team hat mal untersucht, wie viele ähnliche Projekte / Gemeinden durch diese Gemeinde und ihre Ableger entstanden sind. Es sind ca. 400 Tochter- und Enkel- und Urenkelgemeinden. Das hat mich sehr berührt.
Labels: Erlebnisse, Glaube
Glaube ist...
Gestern habe ich - nebenbei, als ich eine Email schrieb - eine Formulierunge gefunden, was Glaube für mich ist:
Glaube ist, darauf zu vertrauen, dass Gott und ich Hand in Hand gestalten.Labels: Glaube
Religion der New Yorker
In Barnes + Nobles, einem großen, vierstöckigen Buchladen am Union Square gibt es neben Stapeln von Obama Puzzles auch Regale voll mit Büchern.
- 18 Regale zum Thema Diäten etc. (+ 6 weitere über Fitness)
- 4 Regale zum Thema christlicher Glaube (+ noch je 1 - 2 zu Islam, Judentum und New Age). Wahrscheinlich kein schlechtes Bild für das, was den New Yorkern wichtig ist.
Labels: Glaube, Reisen
Verwoben
Der Anfang der Weihnachtsgeschichte aus Lukas 2 "Es begab sich aber, dass ein Gebot vom Kaiser Augustus ausginge, dass alle Welt geschätzt würde..." hat mir neu bewußt gemacht, wie sehr Gottes Geschichte mit uns mit unserer Geschichte verwoben ist. Mit der großen Weltgeschichte - hier das römische Reich und seine Steuerstatistiken und Volkszählungen, aber auch mit ganz persönlicher Geschichte. Glaube kann immer nur in einen konkreten historischen, kulturellen und persönlichen Kontext gelebt werden, exixtiert in gewisser Weise nicht als "reines, losgelöstes Etwas" davon. "Reiner Glaube" kann nicht definiert und noch weniger gelebt werden. Immer nur "verbundener Glaube", der sich mit uns und unserer Lebenswiklichkeit verbindet und in ihr gelebt wird und Gestalt und Form findet.
Labels: Glaube
Klein anfangen
Manchmal bin ich ungeduldig und möchte, bei dem, was ich tue, schneller Ergebnisse sehen. Gerade deshalb berührt es mich sehr, dass Weihnachten mich daran erinnert, dass selbst Gott klein angefangen und sich auf den Prozess des Wachsens und Reifens eingelassen hat.
Labels: Glaube
Erwachsene Kommunikation
Jeden Dienstag treffe ich mich mit einer kleinen Gruppe von Freunden, um Glauben und Leben zu teilen. Beim letzten Treffen haben wir viel über Kommunikation geredet. Eine Frau sprach darüber, dass sie (und viele andere Frauen) sich wünschen, dass Männer ihnen Wünsche von den Augen ablesen und dass sie das als Ausdruck echter Liebe empfinden.
Gedanke: Hmm. Wenn das Ausdruck echter Liebe ist, warum tut Gott es dann nicht - obwohl er wohl der Einzige ist, der dazu überhaupt in der Lage wäre. Aber selbst er erwartet, dass wir Bitten offen und klar äußern. "Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet" beschreibt Jakobus die Resultate nicht formulierter und ausgedrückter Gedanken.
Vielleicht auch deshalb nicht, weil Wünsche zu formulieren, ganz viel Energie gibt. Gestern sprach ich mit einer Frau, die mir in Bezug auf Zukunftsperspektiven viel davon erzählte, was sie NICHT mehr will. Ich bat sie, zu formulieren, was sie statt dessen möchte. Reaktion: Überraschtes Schweigen - und dann ganz kraftvolles Formulieren mit leuchtenden Augen: "Das will ich!"
Vielleicht liest Gott uns auch deswegen nicht die Wünsche von den Augen ab, weil es Ausdruck SEINER Liebe, uns zu respektieren und als Gegenüber ernst zu nehmen.
Ich finde es spannend. Was meint ihr dazu?
Labels: Gebet, Glaube, Kommunikation
Überleben in Krisen
Manchmal verknüpfen sich Inhalte auf interessante Weise. Im Rahmen meiner Coachingausbildung nahm ich kürzlich am Seminar "Leitungscoaching und Organisationsentwicklung" teil. Der Referent Dieter Tappe erwähnte unter anderem wie wichtig Vertrauen in einer Organisation ist (das sieht man jetzt an der Bankenkrise, wo mangelndes Vertrauen der Banken zueinander die Krise verschärft). Er sagte, dass nur Organisationen, die ein hohes Maß an Vertrauen aufbringen, überleben können. Seine "Leiter des Vertrauens" umfasste mehrere Stufen (aus dem Gedächtnis)
Misstrauen / wenig Vertrauen
1. Ich zieh dich über den Tisch
2. Auge um Auge, Zahn um Zahn
3. Eine Hand wäscht die Andere
Vertrauen
4. Ich geb dir was, will aber (bald) etwas zurück
5. Ich geb dir was, es ist aber ok, wenn ich erst später etwas zurück bekomme
6. Ich geb dir was, vertraue darauf, es vom Leben / vom System zurück zu bekommen.
Gestern habe ich den ganzen Tag im Bett verbracht, weil ich mir den Magen verdorben hatte. Mir ging es so schlecht wie seit 15 Jahren (Lebensmittelvergiftung in Albanien!) nicht mehr. Ich konnte mich kaum mehr bewegen, nichts bei mir behalten, verlor 1,5 Kilo Körpermasse an einem Tag! Ich rief Abends verzweifelt eine Nachbarin an und bat sie, mir Cola zu bringen, die dann tatsächlich half.
Dabei dachte ich an "The Rise of Christianty" ein Buch von Rodney Stark, einem Soziologen, der untersucht hat, wie das Christentum sich in den ersten Jahrhunderten ausbreitete. Er erwähnte unter anderem den sprunghaften Anstieg der Christen nach großen Seuchen, die das römische Reich heimsuchten. Er erklärte das damit, dass bei Seuchen die meisten Menschen nicht an den Viren sterben, sondern daran, dass sie irgendwann mal zu schwach sind, sich Essen und Trinken zu besorgen (so wie ich gestern!). Wenn dann niemand da ist, der sie versorgt, sterben sie einfach.
Bei den Seuchen der Antike verließen alle, die es sich leisten konnten, die Stadt ("rette sich wer kann", ca. Stufe 1 der Ebenen von Tappe). Die Christen jedoch, die einen anderen Ethik-Codex hatten, blieben und versorgten ihre Angehörigen, Mitchristen und befreundete Heiden, deren Lebenschancen signifikant stiegen. Nach Seuchen gab es einen prozentual einen sprunghaften Anstieg von Christen, da weniger Christen und Christen-Sympathisanten gestorben waren als Heiden. Der Autor führt das darauf zurück, dass das Wertesystem der Christen letztlich krisentauglicher war als das der Heiden - ziemlich ähnlich wie Tappe. Sehr spannender Gedanke.
Labels: Fundstücke, Glaube, Soziales
Gebet
Gebet ist: Geheimnisse mit Gott zu haben. Monika Deitenbeck-Goesberg
Labels: Gebet, Glaube, Zitate
Unerfüllte Wünsche

Das Thema "unerfüllte Wünsche" und der richtige Umgang damit, bewegt mich immer wieder. Heute habe ich meinen Kunden dazu eine Mail geschrieben.
"Nicht alle unsere Wünsche, aber alle seine Verheißungen erfüllt Gott.? Dietrich Bonhoeffer
Das Zitat Dietrich Bonhoeffers schmückt die neue ausdrucksstarke Gratis-Postkarte, die wir gerade für Euch gemacht haben und die in der Vorweihnachtszeit den einen oder andere Impulse geben kann.
Meine kleine Nichte hat kürzlich bitterlich geweint, als sie erfahren hat, dass wir die Ritterburg ihres Vaters auf dem Flohmarkt verkauft haben: "Ich wollte aber so gerne damit spielen." schluchzte sie und lies sich kaum beruhigen. Es tut weh, wenn Wünsche sich nicht erfüllen und Kinder können den Schmerz über unerfüllte Wünsche noch sehr ungefiltert zum Ausdruck bringen.
Sich etwas zu wünschen ist tiefer Ausdruck unserer Menschlichkeit und der Sehnsucht, die in uns lebt. Uns Erwachsenen fällt der Umgang mit den eigenen Wünschen oft schwer. Manchmal wissen wir gar nicht wirklich, was wir wollen. Neulich erklärte mir eine Frau in einem Coaching-Gespräch: "Ich weiß gar nicht, was ich mag und was ich mir wünsche - ich weiß es wirklich nicht!" Andere Menschen leugnen ihre Wünsche oder werten sie - häufig auch mit "geistlichen Argumenten" als nicht so wichtig ab.
Wieder andere erwarten, Gott müsste alle ihre Wünsche erfüllen und sind enttäuscht, wenn er es nicht tut. Sie nehmen häufig kaum wahr, wie viel sie selbst zur Erfüllung sinnvoller Wünsche beitragen können. Wer nicht sät, kann auch kaum ernten - und darf nicht erwarten, dass Gott ihm die ganze Arbeit abnimmt. Das gilt für Beziehungen ebenso wie für beruflichen Erfolg und geistliches Wachstum.
Neben Wünschen, zu deren Erfüllung wir selbst viel beitragen können, gibt es auch tiefe Herzenswünsche deren Erfüllung jenseits unserer Macht steht: die Heilung eines Menschen, Hilfe in festgefahrenen Situationen und Beziehungen usw. Wenn dann Gott als der Einzige, der sie erfüllen könnte, anscheinend nicht reagiert, wirft das viele Fragen auf: Darf ich erwarten, dass Gott als guter, liebender Vater unsere tiefen Herzenswünsche erfüllt? Oder verweigert er gerade manchmal als weiser Vater manchmal die Erfüllung? Oder gibt es manchmal auf dieser Erde einfach keine klaren Antworten?
Manche Menschen geben angesichts unerfüllter Wünsche das Wünschen auf. Andere klagen Gott an. Nur wenigen gelingt es, ehrlich zu ihren Wünschen zu stehen und gleichzeitig, wenn sie sich nicht, wie gewünscht erfüllen, in ihrem Vertrauen zu Gottes Charakter beständig zu bleiben. Dietrich Bonhoeffer hat viele seiner Wünsche auf wunderbare Art und Weise in Erfüllung gehen sehen. Andere sind schmerzhaft unerfüllt geblieben. Seine Worte, die auf dieser Karte abgedruckt sind, geben Impulse zum Nachsinnen und Nachspüren.
Noch ein paar Fragen für alle, die weiter über Wünsche nachdenken möchten.
- Was denkst du, wenn sich Wünsche nicht erfüllen?
- Welche Gedanken ziehen dich runter, welche trösten dich?
- Wie reagierst du auf unerfüllte Wünsche? Mit Leugnung (?So wichtig war es mir doch nicht.?), Verzweiflung (?Warum klappt es bei mir nicht??) oder Vertrauen (?Ich kann Gott vertrauen, auch wenn sich dieser Wunsch (noch) nicht erfüllt?
- Welchen guten Grund könnte ein guter Gott damit haben, einige deiner Wünsche nicht zu erfüllen?
- Welche Wünsche könntest du dir selbst erfüllen? Was wäre der erste Schritt?
- Was ist der größte Wunsch, den du dir nicht selbst erfüllen kannst?
- Was müsste ein Mensch, der dich angesichts von unerfüllten Wünschen trösten will, sagen, damit es dich berührt und tröstet?
Die
Postkarte mit dem Bonhoeffer Zitat erhältst du gratis im Shop, die kostenlose Abgabemenge ist jedoch auf 20 Stück beschränkt. Ab dem 21. Stück kostet die Karte 0,20 Euro.
Noch ein paar Tipps:
TIPP 1: Wunschzeit für Advent
Für alle, die - vielleicht gerade in der Adventszeit - eigenen Wünschen auf die Spur zu kommen möchten oder andere dazu inspirieren möchten, gibt es im gleichen Design wie die Karte das Impulsheft ?
Wunschzeit. Impulse, eigenen Träumen nachzugehen.? Für nur 2 Euro/10er Pack 18 Euro
TIPP 2 Diese Karte als E-Card
Die Postkarte kannst du auch
als E-Card an deine Freunde versenden.
Bei den
E-Cards gibt es noch weitere E-Cards zu verschiedenen Anlässen.
Jetzt wünsche ich Euch, dass Gott Euch die Gnade schenkt,
- Selbst zur Erfüllung guter Wünsche beizutragen
- Euch mit der Erfüllung einiger Wünsche beschenkt
- Euch Gnade gibt, unerfüllte Wünsche zu (er)tragen
Von Herzen
Eure Kerstin Hack
und das Team von Down to Earth
PS: Ich zitiere den Newsletter nur ausnahmsweise hier. Wenn Ihr ihn erhalten wollt, könnt ihr ihn auf der
Homepage von Down to Earth bestellen.
Labels: Besser Leben, Gebet, Glaube, Zitate
Jüdicher Humor: Tränen, gelacht
Hier der Ausschnitt aus dem Artikel, der mich so inspiriert hat [schon der Titel ist genial]: .
Man darf hier eine Urerfahrung des jüdischen Volkes vermuten: Über jemanden zu lachen, selbst wenn es Gott ist, muss nicht in einer Katastrophe enden. Im Gegenteil: Zweifelndes Lachen kann Selbstschutz bedeuten und sich sogar in ein Lachen der Freude verwandeln.
Und diese Geschichte zeigt noch etwas: Lachen kann im Judentum auch ein Ausdruck eines Ringes mit dem Schöpfer sein. Das Ringen mit Gott zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Israeliten [...] Israel heißt übersetzt: "Die mit Gott streiten." Ein Ringen um die Erkenntnis, um des Glaubens willen. Eine seit Jahrhunnderten gewachsene Streitkultur, die auch mit den Mitteln des Humors und des Witzes ausgetragen wird; letztendlich um Gott noch tiefere Antworten über seine Schöpfung zu entlocken
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Gottes Lachen
Eine verrückte Geschichte. Ein altes Viehzüchterehepaar im Mittleren Osten - sie schon weit jenseits der Menopause, er auch schon ziemlich betagt - bekommt Besuch. Von Gott, der ihnen sagt, dass die alte Dame in einem Jahr schwanger werden wird. Der Gedanke an Sex und Schwangerschaft erheitert sie so sehr, dass sie beginnt zu lachen:
Darum lachte sie bei sich selbst und sprach: Nun ich alt bin, soll ich noch der Liebe pflegen, und mein Herr [= Ehemann] ist auch alt!
Eine schöne Beschreibung dafür, dass da offensichtlich nicht mehr viel lief.
Auf ihr Lachen antwortet Gott mit einer Frage an Abraham:
Warum lacht Sara und spricht: Meinst du, dass es wahr sei, dass ich noch gebären werde, die ich doch alt bin? 14 Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein?"
Sara fühlt sich offensichtlich ertappt und reagiert mit Verteidigung:
Da leugnete Sara und sprach: Ich habe nicht gelacht -, denn sie fürchtete sich. Aber er sprach: Es ist nicht so, du hast gelacht.
Ich habe diese Geschichte immer mit meiner deutsch geprägten kulturellen Brille gelesen und mir Gott mit kritisch erhobenen Zeigefinger vorgestellt: Über Gott lacht man nicht, das gehört sich nicht! Eigentlich wäre zu erwarten gewesen, dass dieser Gott Sara wegen ihres Unglaubens noch mal 90 Jahre auf ein Kind warten lässt.
Vielleicht war der Tonfall in der Geschichte ganz anders. Möglicherweise ein warmes, väterlich, göttliches Wort: "Du kannst mir ruhig vertrauen. Ich kann das machen. Du hast gelacht, das ist in Ordnung...dein ängstliches Lügen und Leugnen, das mag ich nicht."
Der Gott, den die Juden kannten, ist nicht kleinkariert und in erster Linie auf "anständiges Verhalten" bedacht. In gewisser Weise sind die Juden Gott gegenüber viel emanzipierter als die meisten braven Christen. Sie wagen es, mit ihm zu streiten, offen und authentisch vor ihm zu sein. Als Gott einige Jahre vorher Abraham erstmals von einem Sohn erzählt, reagierte der genauso wie Sara: "Da fiel Abraham auf sein Angesicht und lachte." Auf sein Angesicht fallen - Ausdruck tiefer Anbetung und Ehrfurcht vor Gott - mit fast ungläubiges Lachen über das, was Gott gerade gesagt hat, zu verbinden ist eine äußerst gewagte Kombination, die nur in einer sicheren, vertrauten Beziehung denkbar ist.
Ich frage mich, woran Sarah wohl gemerkt hat, dass sie tatsächlich schwanger ist - da sie ihre Tage schon seit Jahrzehnten nicht mehr hatte, fällt das Ausbleiben der Regel als Erkennungskriterium weg. Vielleicht hat sie es an den Brüsten gemerkt, die wieder wuchsen...oder an den ersten Tritten ihres Kindes, die sich anfühlten, als würde Gott sie von innen im Bauch kitzeln.
Der Clou an der Geschichte: Gott bittet Abraham das angekündigte Kind "Issak" zu nennen, was entweder
Er lacht oder
Gottes Lachen bedeutet.
Wann immer die Juden die Namen ihrer Stammväter (Abraham = Vater einer Menge), Isaak (Gott lacht / Er lacht) und Jakob (der, der mit Gott kämpft) nannten, klang das ganze Spektrum ihrer Glaubenserfahrung an:
Abraham ist Vater einer Menge, die mit Gott über das unverschämt Gute, das er unerwartet schenkt, lacht, aber die auch ernsthaft und widerspenstig mit Gott ringt, wenn sie sein Handeln nicht versteht.
Lachender, kämpfender Glaube!
[Inspiriert wurden die Gedanken zum Teil durch einen sehr guten Artikel in der aktuellen Ausgabe von Psychologie heute (12 / 2008) :
Jüdischer Humor: Tränen, gelachtLabels: Glaube
Es ist alles eine Frage der Perspektive....
God is nowhere?
God is now here.
Manchmal genügt schon ein wenig Freiraum, um Dinge neu zu sehen!
Labels: Glaube
Erntedank
Heute Morgen habe ich mit der Freundin, die gerade aus den USA zu Besuch hier ist, Erntedank gefeiert. Nach einem guten Frühstück haben wir uns angesehen, auf Karten geschrieben und erzählt, was in diesem Jahr alles gewachsen ist. Wir haben es auf bunten Zetteln notiert, ich habe mir aus Magazinen Bilder ausgeschnitten, die symbolisch für das waren, was ich mir angeeignet habe und am Ende einen bunten Fächer voller Bilder gehabt.
Es war sehr bewegend. Manche Veränderung hat Gott uns "einfach so" geschenkt, anderes war ein hartes Stück Arbeit. Wir waren beide überrascht, von der Vielzahl der Veränderungen. Ich habe neben den Zetteln, die die inneren Veränderungen und Lernschritten beschreiben, auch alle Impulshefte, Quadros, Materialien, Projekte, die ich im vergangenen Jahr produziert oder initiiert habe, auf einem Tisch aufgebaut. Es tut gut, sich anzusehen, was man geschaffen hat und wie Gott in der Schöpfung zu sagen: "Ja, es ist gut!" (auch wenn das natürlich nicht wie bei Gott auf alles zutrifft!). Es ist schön, Erntedank zu feiern!
Labels: Besser Leben, Erlebnisse, Glaube
Interkulturell für Deutschland beten

Es gibt viele Christen nicht-deutscher Herkunft, die hier leben und denen es nicht egal ist, wie es unserem Land ergeht. Deshalb haben wir -
Gemeinsam für Berlin - einen interkulturellen Gebetstag für unser Land am 3. Oktober veranstaltet. Etwa sechs Stunden lang sangen und beteten Christen aus wahrscheinlich zwei Dutzend verschiedenen Nationen gemeinsam für gesellschaftliche, soziale und geistliche Anliegen, die unser Land betreffen. Einen ausführlichen Bericht mit Bildern gibt es auf dem
Transforum Blog. Mein Favorit: der kleine, tamilische Anbeter in Windeln auf den Armen seines Vaters, der alles gibt!
Labels: Berlin, Gebet, Glaube
Kirche - Ort der Begegnung?!

Vor kurzem las ich einen
Bericht über eine amerikanische Gemeinde, die Gottesdienste auf dem Parkplatz hält. Der Pastor steht im Eingang der Kirche, predigt in ein Mikrophon, per Radiofrequenzen wird das dann in die Autoradios der Gemeindeglieder übertragen, die in ihren Autos auf dem Parkplatz sitzen. Nach dem Gottesdienst steigt man kurz aus, schüttelt sich die Hände. Nur wenn es Abendmahl gibt, muss man tatsächlich in die Kirche gehen.
Zuerst dachte ich: "Total abgefahren" und "Typisch amerikanisch". Dann habe ich mich gefragt, ob sich das wirklich so stark von unseren Gottesdiensten unterscheidet, ob man sich, wenn man zusammen in Stuhl- oder Bankreihen sitzt, sich mehr begegnet. Häufig ist das nicht der Fall: Meist sitzt man nebeneinander, aber redet nicht miteinander, sondern hört dem zu, was von vorne gesagt wird. Während des Gottesdienstes findet in den meisten Gemeinden kaum Begegnung miteinander statt, selbst wenn man nicht durch eine Blechwand, sondern "nur" durch Schweigen getrennt ist. Begegnung und Kommunikation geschieht meist nur vorher oder hinterher. Wenn das so ist, kann man eigentlich doch auch im Auto sitzenbleiben, oder?
Cool und ziemlich begegnungsintensiv ist, was die Vineyard Gemeinden in Berlin gerade machen. Sie gehen zu den Leuten, reden mit ihnen und bieten ihnen Gebet an und erleben, dass Gott Menschen begegnet. Aktuelle Geschichten kann man auf dem
Vineyard Blog nachlesen.
Labels: Berlin, Glaube, Skuril
Gebet
Unfassbar schön und wahr, aber fast unbegreiflich:
Gott will, wenn wir zu ihm beten, nicht etwas Neues von uns hören, sondern er möchte uns hören - und das immer wieder aufs Neue. Eckstein, Hans-Joachim
Labels: Gebet, Glaube
Freakstock Impressionen
Wer sehen will, wie es am Freakstock zuging und gerne auch mal Shane Claiborne, den Autor von "
Ich muss verrückt sein, so zu leben" hören möchte kann das per Video tun. Zu finden auf der Seite des Magazins
THE RACE tun... [Blogeintrag vom 7.8.]
Labels: Glaube, Soziales
Was ist exakt?
Als ich vorhin in der Sonne saß, dachte ich: Gott hat mir - zumindest in manchen Bereichen - wirklich exakt gegeben, was ich mir im Tiefsten gewünscht habe..dafür waren manches Prozesse nötig, die ich nicht als sonderlich angenehm empfand (z. B. der lange, mühevolle Aufbau des Verlags, mit dessen Hilfe ich jetzt leichter Menschen bereichern kann als vorher). Aber er hat offensichtlich mein Herz und meine Wünsche gesehen....und mir gegeben, wonach ich mich sehne...lebendig sein und anderen zum Leben helfen - auch wenn es manchmal mehr gekostet hat, als ich dachte.
Labels: Besser Leben, Gebet, Glaube
Neidisch auf Tote und gerne lebendig
Kann man auf Tote neidisch sein? Ich war es heute. Auf König David, der in Psalm 21 über sich schreibt:
You gave him exactly what he wanted;
you didn't hold back. [Message Bible]
Ich habe geweint, als ich das gelesen habe, weil ich das in meinem Leben nicht immer sagen kann, dass Gott mir exakt das gegeben hat, was ich mir gewünscht habe. In manchen Lebensphasen und Lebensbereichen scheinen meine Gebete und das, was Gott auf meine Gebete hin (nicht) getan hat, meilenweit voneinander entfernt zu sein. Ich war / bin neidisch auf David, der das von sich sagen kann. Ist er eines von Gottes Lieblingskindern? Wieso ist das bei mir nicht so?
Als ob Gott mich trösten wollte, bin ich heute mit Liebe und Wertschätzung überschüttet worden:
- Eine Klientin schrieb mir, wie sehr sie es schätzt, dass ich gut organisiert, aber nicht totorganisiert bin, sondern flexibel
- Eine Freundin schrieb mir, dass sie Tränen in den Augen hat, wenn sie an die Tage denkt, die sie mit mir verbracht hat
- Ein Kunde rief an, nur um mir zu sagen, wie sehr ihn ein Buch aus meinem Verlag bewegt und geholfen hat
- Eine andere Freundin schrieb mir eine wunderschöne E-Card, um sich für unsere Freundschaft zu bedanken
- Ein Pfarrer nutzte die Urlaubszeit, um mir zu schreiben, wie gut er meine Bücher und Impulshefte findet...
Ja, das ist exakt, was ich will: Menschen bereichern, beschenken (und es durchaus selbst genießen)...
Ja, in gewisser Weise gibt mir Gott "exactly what I wanted"...in manchen Bereichen weit mehr als ich denken und erwarten konnte...zum Weinen schön.
In anderen Bereichen...naja, da müssen wir noch reden.
Aber wie David das für sich zusammen gebracht hat, was er erlebt hat ist mir auch ein Rätsel: Verachtung, Verstoß, Ungerechtigkeit, Krieg, Vergewaltigung seiner Tochter, Tot mehrerer Söhne...um nur einige der Low lights zu nennen. Wie er da zu dem Schluss kam "Gott gab ihm genau das, was er erbeten hat" ist mir ein Rätsel. Vielleicht schreibt er auch nicht über sich, sondern über den anderen König, Jesus...aber auch da...
Labels: Gebet, Glaube