Samstag, März 06, 2010

Potsdam

Bin heute Nachmittag nach Potsdam gefahren...einfach so. Habe es genossen, lange in meinem Lieblingscafé zu sitzen, ins Schneetreiben zu sehen und zu lesen, mich in einem Laden, der gerade 2-jähriges Bestehen feierte, bei live-Musik kostenlos schminken zu lassen (wie machen die Profis das nur, dass es wirklich gut aussieht), Rosé zu trinken und mir ein Sommerkleid zu kaufen (die Hoffnung stirbt zuletzt)....und bei knallrotem Sonnenuntergang (der Schnee verzog sich wieder) nach Hause zu gehen. Der Tag hat mir, weil ich immer noch etwas müde und ausgelaugt bin, echt gut getan.

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Sonntag, Februar 28, 2010

In vollen Zügen

Habe heute ein Buch (fast) in einem Zug gelesen. Nach 6 Wochen mit fast täglichen Zugfahrten freue ich mich jetzt auf 6 Wochen ohne DB...

- Dahindämmernde Begleiter
- Dauernde Betriebsstörungen
- Drückende Enge
und
- D-Englische Bronunciäschion

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Dienstag, Februar 23, 2010

Routine II

Die Nachwehen der drei Wochen, die ich außerhalb des normalen Rhythmus verbracht habe, sind noch zu spüren: Mein Körper ist schlaffer als gewöhnlich (mir fehlte die Bewegung, das Radfahren, das Training...und es gab unterwegs mehr Essen als sonst!), der Hals ist noch rau vom vielen Sprechen, auf dem Balkon liegen Blätter, im Büro liegt Unerledigtes....
Ich habe noch 2 "normale" Berliner Bürotage und 4 Tage außerhalb der Routine vor mir (Geburtstag meines Vaters, Transforum-Konferenz, Geburtstagsfeier)....die zwei normalen Tage versuche ich in einer Mischung aus "das Nötige tun" und "genug Raum für Erholung lassen" zu gestalten...und freu mich riesig auf die Routine nächste Woche!!!

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Donnerstag, Februar 18, 2010

Frühlingsträume

Heute Nacht habe ich geträumt, jemand hätte mich durch eine hügelige Schneelandschaft gezogen, die sich nach einer Weile in eine blühende Frühlingswiesen verwandelt hätten.
Das hab ich wohl meine 4-stündige Reise durchs verschneite Deutschland verabeitet - und meine Sehnsucht nach dem Frühling.

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Thüringen und Franken

Gestern Abend war die Lesung in dem bisher wohl schönsten Veranstaltungsort der Reise: im ca. 400 Jahre alten Rathaus von Hildburghausen, in dessen Veranstaltungsraum auch Fliesen aus dem Mittelalter, Tierknochen aus der früheren Fleischerei, Türbeschläge und andere historische Fundstücke ausgestellt hatten. Der Raum hatte Athmosphäre! Publikum war gemischt: Gemeindevolk und Leute, die aus der Zeitung davon gehört hatten. "Ich bin Atheist, so wie man das hier eben war, bin aus reiner Neugierde hier." Spannend.
Heute geht es nach Nürnberg...Heimspiel. Hier muss ich niemandem erklären, woher ich komme und warum ich das "R" rolle...das fällt hier in Franken nicht einmal auf.

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Sonntag, Februar 14, 2010

Leckeres Gepäck

Da ich Prospekte und Flyer auf der Tour dabei hatte, habe ich eigentlich erwartet, dass ich mit weniger Gepäck zu Hause ankomme als ich losgefahren bin. Das Gegenteil war der Fall...unterwegs hab ich so viel Schokolade, Tee und andere Wellness-Leckereien geschenkt bekommen, dass ich mit vollen Taschen wieder hier angekommen bin. Auf Zwischenstop für 2 Tage....dann geht es weiter nach Thüringen (Hildburghausen) und Franken (Nürnberg und Selb).
Superschön war auch, von meiner Haus-Mitbewohnerin mit einer Schale Obst und Schokolade vor der Tür begrüsst zu werden...weniger schön, der Umstand, dass der Freund, der in meiner Abwesenheit die Wände meines Büros isolieren wollte, wegen unvorhergesehener Schwierigkeiten nicht fertig geworden ist...und irgendwas dazu geführt hat, dass mein Telefon nicht funktioniert..und auf dem AB alle Nachrichten gelöscht wurden und ein Kurzschluss in den Flurlampen zu heftigem Funkenschlag führte - und dazu, dass man im Flur kein Licht mehr anschalten kann, ohne dass es Funken sprüht und knallt. So n Frust....

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Samstag, Februar 13, 2010

Kurz vor Ende

Heute Abend endet die "große Tour"...nach 10 Tagen und ein paar Tausend Kilometern und Lesungen vor mehreren Hundert Zuhören. Morgen früh geht es erst mal nach Berlin. Mein Patenkind, bei dessen Familie ich gerade Zwischenstop mache, beschwerte sich: "Was nur so kurz!" Ich erklärte ihr, dass ich ja gern mal wieder in Berlin sein möchte, gerne drei Tage hätte, um mich zu erholen, bevor es am Mittwoch noch mal für 5 Tage weitergeht. Sie meinte "Erholen kannst du dich doch auch hier..." Recht hat sie natürlich...mit ihrer zweiten Patentante und dem Hund war ich heute im Neuschnee sparzieren...einfach schön.

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Mittwoch, Februar 10, 2010

Schneeflocken

Rindfleisch von selbst gezüchteten Angus Rindern, Eier von glücklichen Schweizer Hühnern, Störche, die vor dem Fenster über schneebedeckte Streuobstwiesen fliegen, rieselnder Neuschnee vor grauem Himmel, warme Schweizer Gastfreundschaft - mir geht es hier - abgesehen davon, dass ich trotz der Landluft nicht gut schlafe - richtig gut.

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Dienstag, Februar 09, 2010

Alphörner

Ich las heute: "Alphörner sind aus abgerutschten Bäumen an steilem Abgrund gemacht, die dann doch noch die Kurve nach oben kriegten. Jedoch tragen sie die Krümmung als Erinnerung einer unliebsamen Lebensphase mit sich. Die einstige Krise wird nun zum "guten Ton"... (Paul Veraguth)"
Was für ein Bild für das, wie Gott etwas in unserem Leben zum Klingen bringen kann, was eigentlich als krummer Weg nah am Abgrund begonnen hat.

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Neuer Erdenbewohner

Gerade war ich bei meinen Schweizer Freunden im Stall. Sie züchten wunderschöne, schwarze Angus - Rinder und heute Morgen um 4.00 hat eine Kuh ein männliches Kalb zur Welt gebracht. Als ich in den Stall ging, hat die nasse Haut des Kälbchens, das neben seiner Mutter im Stroh lag, in der kalten Winterluft immer noch gedanmpf...berührend schön!

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Samstag, Februar 06, 2010

Entdeckungsreise

"Ich bat den Mandelbaum, mir von Gott zu erzähen. Da fing er an zu erblühen. Ich bat den Menschen, mir von Gott zu erzählen. Da fing er an, ganz Mensch zu sein."
********************
In dem Moment, dem man sich einer Aufgabe verschreibt, beeit die Vosehung sich auch. Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wäre geschehen, um zu helfen.
Ein ganzer Strom von Ereignissen wird in Gang gesetzt durch die Entscheiidung; und der sorgt zu den eigenen Gunsten für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle, Bewegungen und materielle Hilfen, die sich kein Mensch vorher so erträumt haben könnte.
Was immer du kannst, beginne es.
Kühnheit trägt Genius, Macht und Magie.
Beginne jetzt.

****************
Zwei spanende Zitate, die ich auf meiner Reise aufgesammelt habe.
Es bewegt mich, dass ich auf meiner Lesetour nicht nur über eine Reise zu und mit Gott lese und erzähle, sondern ihn selbst im Unterwegssein auf die eine oder andere Art erlebe: in dem liebevollen Wunsch eines Kindes, beim Requiem von Mozart in der wunderschönen gotischene Stiftskirch, in Begegnungen, Reaktionen, Gesten, Berührungen, Geschenken...in vielem kann ich seine Präsenz erahnen und manchmal meine ich auch ihn zu spüren.

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Freitag, Februar 05, 2010

Erfahrungen

Eine der spannenden Dinge auf der Hütten-Tour ist , dass ich ganz unterschiedlichen Menschen und Orten begegne. Gestern Saarlouis war warm, intensiv und schön. Spannend fand ich, dass mir mehrere Menschen auf der Tour erzählten, dass mein Erzählen davon, wie ich entdeckte, dass Gott meine Firma nicht für mich führen wollte (wie ich es unbewusst erwartet hatte), sondern MIT mir, als persönliches Highlight erlebt hatten, besonders hilfreich fanden. Das hätte ich nicht erwartet. Aber es freut mich.
Da mein geplantes Quartier kurzfristig platzte, übernachtete ich - zum ersten Mal in meinem Leben - in einer Pilgerherberge die zum Jakobsweg gehört - auch eine ganz spannende Erfahrung.

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Donnerstag, Februar 04, 2010

Lesezeit

Ich hab mir vorgenommen, auf der Reise nicht auch noch an neuen Projekten zu arbeiten, sondern mich auf die Lesungen zu konzentrieren. Was dazu führt, dass ich unterwegs Zeit zum Lesen habe...stundenlang in ein Buch "eingekuschelt" sein ist Luxus pur. Vermutlich werden die vier Bücher, die ich im Gepäck habe, nicht als Lesestoff für die 11 Tage reichen...aber dann hole ich mir eben Nachschub.

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Heimspiel


Gestern habe ich in Lauda im Taubertal - fast an der Grenze zu Franken, wo ich aufgewachsen bin, die erste Lesung der Hütte-Süd Tour gehalten und bin dankbar. Es waren viele Leute gekommen, ich konnte beim Lesen spüren, dass sie mit dem Herzen dabei waren... Den Einstieg hab ich mit einer Coaching-Frage gemacht "Was müsste heute passieren, damit es sich gelohnt hat, hierher zu kommen?" um die Erwartungen der Menschen abzuspüren und mit der Auswahl der Texte, die ich las darauf einzugehen.
Hinterher gab es viele Kommentare, Feedback über das, was Menschen beim Zuhören bewegt hat. Eine Frau erzählte, dass es sie sehr berührt hat, dass ich davon erzählte, wie wichtig es ist, zu zeigen, was einen bewegt...sie würde das kaum tun...immer denken: "Was denken denn die anderen...". Ich empfahl ihr das neue Quadro von Rosemarie Stresemann "Mich zeigen. Leben ohne falsche Scham." Ein Mann erzählte offen, wie schwer es ihm fällt, Gottes Liebe zu erfahren...der Mann von der Presse bat hinterher um mein Buch - er hatte so intensiv zugehört, dass ich vermute, dass er es nicht nur aus beruflichen Gründen haben wollte. Kurz: ein guter Abend und eine richtig tiefe ruhige Nacht (wenn man in der Stadt lebt, ist es immer erstaunlich, wie ruhig es auf dem Land sein kann).
Jetzt gibt´s bald Frühstück, dann geht es über Heidelberg - Kaffee mit ner Freundin - weiter nach Saarlouis. Im Saarland war ich noch nie. Ich bin gespannt.

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Mittwoch, Februar 03, 2010

Februar-Rhythmus


Die nächsten Wochen werde ich täglich 3 - 5 Stunden Zug fahren - gelegentlich unterbrochen von Kaffeetrinken mit Freunden, die auf der Strecke wohnen und 3 - 4 Stunden Lesungen halten, Gespräche führen, Bücher signieren, für Menschen da sein. Bin mal gespannt, wie ich diesen Lebensrhythmus erlebe, verkrafte und hoffentlich auch genieße. Heute Mittag geht es los. Nach Lauda - Saarlois - Winterthur - Liesthal - Wiesbaden - Öhringen - Göppingen. Genaue Orte könnt ihr auf meiner Terminseite nachsehen. Falls ihr in der Nähe seid - herzliche Einladung!

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Dienstag, Februar 02, 2010

Reise nach Arizona gewinnen


Meine Freundin Rima und ich haben an einem Wettbewerb teilgenommen.
Wenn wir gewinnen, kriegen wir ne Reise nach Arizona. Das wäre cool!

Meine Bitte:
Wenn dir unser Bild gefällt, bitte für uns stimmen.
Wir sind die vorletzen "Kerstin aus Berlin" in der Liste.
Abstimmen könnt ihr direkt hier.

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Samstag, Januar 23, 2010

Erster Abend der Hütte Impulstour

Er liegt hinter mir. Der erste Abend der Hütte-Impulstour. Es war richtig gut.
Die 90 Minuten Puffer, die ich eingeplant hatte, obwohl man bis Cottbus nur 2 Stunden braucht, habe ich - dank der Deutschen Bahn (s. u.) voll ausgeschöpft. Meine Abholer und ich kamen an, als alle Zuhörer schon da waren. Die Veranstalter hatten den Raum mit 40 Stühlen bestuhlt und mussten ständig neue Stühle holen, weil sich am Ende 97 Personen eingefunden hatten. Die kleine, romantische Kirche war mit Kerzen ausgeleuchtet und hatte eine richtig schöne Atmosphäre.
Die Teilnehmer (ich hab gefragt) kamen zu etwa einem Drittel aus der veranstaltenden Gemeinde, zu je einem weiteren Drittel hatten sie durch Freunde von der Lesung gehört und aus der Zeitung. Letzteres freute mich besonders, weil es sich dabei auch um Menschen handelte, die sich sonst nicht so sehr mit Glaubensthemen beschäftigten, wie der Kommentar einer Frau nach der Lesung zeigte.
"Ich gehöre keiner Kirche an. Es hat mich sehr bewegt, was Sie gelesen haben und dass Sie offensichtlich einen Weg gefunden haben, wie sie ihrem Herzen und Gott begegnen können."
Ein anderer, etwas älterer Mann meinte, es habe ihn berührt, zu hören, wie ich meine Gabe, zu formulieren zur Entfaltung bringen würde. Jeder Mensch habe ja Gaben von Gott bekommen, aber nicht jeder hätte die Unterstützung durch Gott und Menschen, diese auch zu entwickeln. Hinter seinem Kommentar vermutete ich traurige Anklänge an viele verhinderte Lebensentfaltungen in der DDR Zeit, aber ich kam nicht mehr dazu, ihn danach zu fragen.
Wieder Jemand anderes fragte, wie ich denn meinen Glauben außerhalb solcher besonderer Zeiten, wie ich sie in Die Hütte und ich geschildert habe, leben würde.
Und zuletzt begeisterte mich die Frage eines etwa 8-Jährigen Jungen, der wissen wollte, ob ich mir das alles selbst ausgedacht habe und wie lange man für so ein Buch braucht. Ich erzählte ihm, dass Übung den Meister macht und ich meinen ersten Roman mit 13 Jahren geschrieben hatte. Ganze eineinhalb Seiten lang. Dann ist mir nichts mehr eingefallen.
Für mich war es - trotz der Hektik im Vorfeld - ein sehr schöner, gelungener Abend. Mir hat das Lesen Spaß gemacht, es ging gut, nur am Ende waren die Lippen schmerzhaft trocken (und tun immer noch weh!). Da werde ich mir für die längere Tour noch etwas einfallen lassen müssen. Aber jetzt freu´ ich mich an der Sonne in Berlin. Und einem freien Samstag.

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5 x Deutsche Bahn - DB

Meine gestrigen Erfahrungen mit der Deutschen Bahn und meine persönliche Bewertung (in Klammern).

1) Warum kann man die Strecke Berlin - Cottbus nicht online buchen? Nerv (6)
2) Die Mitarbeiterin am Schalter weist mich unaufgefordert darauf hin, dass es ein billigeres Ticket gibt, als das, um das ich bat. Ich spare 5 Euro und freue mich (1a).
3) Am Bahnhof Zoo erfahre ich, dass der Abfahrtsbahnhof des Zuges kurzfristig nach Lichtenberg verlegt wurde und ich mit der S-Bahn dorthin fahren solle. Ich habe 15 Minuten Puffer. Die reichen nicht. Als ich in Lichtenberg ankomme sehe ich den Zug nach Cottbus - abfahren! (6)
4) Ich frage sicherheitshalber mehrfach, ob die Rückfahrt regulär sein wird. Erhalte immer ein "Ja", alles in Ordnung als Auskunft. Erst im Zug (um 23.10 Uhr) erfahre ich, dass der Zug nicht regulär im Westen der Berlins halten wird, sondern nur im Osten und Nordosten. Die Aussicht, Nachts um 1.00 noch quer durch die Stadt zu fahren, begeistert mich nicht. (4-)
5) Der Zug hat einige Minuten Verspätung. Der Zugbegleiter, den ich nach Verbindungen in den Westen der Stadt gefragt hatte, ruft unaufgefordert die S-Bahn am einzigen möglichen Umsteigebahnhof an und bittet den Fahrer, auf mich zu warten. Das spart mir 30 Minuten warten in der Kälte bei Minus 10 Grad.(2+)

Ergebnis: Ich habe mal wieder verstanden: Die Bahn ist kein Konzern, sondern vor allem Menschen. Von denen manche klug, umsichtig, vorausschauend und initiativ handeln. Andere nicht. Die weniger umsichtigen Mitarbeiter zu fördern und zu mehr Eigenintiative bringen könnte, wäre eine spannende Aufgabe. Ich würde sie glatt coachen!

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Donnerstag, Januar 21, 2010

Warum gibt es Leid und wie werde ich glücklich?

Die Lausitzer Rundschau hat unter obiger Überschrift - in Vorbereitung auf die Hütte-Impulstour - ein Interview mit mir abgedruckt. Die Autorin hat bis auf ein paar Kleinigkeiten (ich sagte, die Menschen haben nicht nur um die Toten geweint, sie haben auch um sich geweint) ziemlich genau wiedergegeben, was ich gesagt habe. Die Überschrift finde ich ziemlich umfassend. Wäre schön, wenn man auf diese beiden riesigen Fragen eine Antwort geben könnte. Ich werde es - ein Stück weit - versuchen und bin sehr gespannt, wie viele und was für Menschen Morgen kommen werden.

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Mittwoch, Januar 20, 2010

Flugsicherheit

Ziemlich verrückt. Nach meinem letzten Flug erzählte ich einer Freundin, dass ich es ziemlich problematisch finde, dass man, wenn man kein Gepäck hat, bei innerdeutschen (und auch innereuropäischen) Flügen nicht mehr auf seine Identität geprüft wird. Man druckt sich die Bordkarte zu Hause aus. Geht durch den Sicherheitsbereich und dann ins Flugzeug. Ohne dass irgend jemand kontrolliert hat, ob man die Person ist, deren Name auf der Bordkarte steht. Das fand ich - obwohl ich garantiert kein Sicherheitsfanatiker bin - nicht wirklich witzig. Jetzt entdecken mehr Leute, dass das vielleicht keine so gute Idee ist.

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Dienstag, Januar 12, 2010

Gnade ist....

Derzeit lektoriere ich das neue Quadro von Rosemarie Stresemann: Mich zeigen. Leben ohne falsche Scham.
Mich hat besonders der Aspekt berührt, dass Gott uns nicht anklagt und beschämt, sondern uns mit Gnade begegnet. Dazu ist mir ein Erlebnis eingefallen.
Vor einer Weile hat mir eine Freundin eine sehr gute Aloe Vera Feuchtigkeitscreme besorgt. Ich hab mich riesig gefreut, die Creme in den Rucksack getan, bin zum Flughafen gegangen, hab mein Gepäck aufgegeben...und kam mit der Creme bis zur Sicherheitskontrolle...die Tube war genau 25 ml größer als die Bestimmungen es erlaubten...weil keine Zeit war, zur Gepäckaufgabe zurück zu gehen, musste ich sie schweren Herzens wegwerfen. So ein Frust.
Meine Freundin hat mich nicht angeklagt ("Wie konntest du nur so dumm sein! Du hättest doch wissen müssen! So gehst du mit den Dingen um, die ich dir mit Mühe besorge!"). Statt war sie mit mir über meinen Verlust traurig.
Und jetzt hat sie mir zu Weihnachten eine neue Tube der gleichen Creme geschenkt. Und obendrein - für die bald anstehende Hütte Tour - ein kleines Duschgel, mit dem ich auch durch die Sicherheitschecks komme!
Das ist Gnade - Gnade, die mitfühlt, nicht anklagt und obendrein noch neu beschenkt.
Gott ist gnädig!
Für mich ein Bild

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Montag, Januar 04, 2010

Schneeflocken

Hier tanzen dicke weiße Schneeflocken vom Himmel herunter....ich genieße das ästhetische Schauspiel und hoffe, dass es Morgen nicht zu logistischen Problemen wie beim der Hinreise führt...

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Winterschlussverkauf

Bei den Rabatten hier - bis zu 70 % - könnte sogar ein Shopping-muffel wie ich ("Nur das Nötigste, keine 200 Paar Schuhe!) einkaufssüchtig werden...habe mich aber zurück gehalten. Teuerstes Schnäppchen: eine schicke Hose von Esprit von 69 auf 20 Euro reduziert. Die meiste Zeit nehme ich mir, um meine Notizen des alten Jahres durchzulesen, wieder zu entdecken, was ich gelernt habe. Oder auch wieder zu entdecken, was ich erkannt habe, aber noch nicht vollständig verinnerlicht habe. Und Antworten auf offene Fragen suchen (puh!). Wahlweise in der Wohnung meiner Freunde oder einem der schönen Cafés. Und auf dem Weg dorthin kann man ja einen Blick in den einen oder anderen Laden werfen...

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Sonntag, Januar 03, 2010

Antwerpen


Hierher zu kommen war mühsam:
- Zwei Stunden Flugverspätung
- 30 Minuten weitere Verzögerung als wir endlich im Flugzeug waren, weil der Gepäckwagen zusammenbrach
- Pendelverkehr zwischen den Stadtrand von Antwerpen und dem Hauptbahnhof
- eine Beule am Kopf, weil ich das metallene Gepäckfach übersah, als ich einem Riesenkoffer, der im Weg stand ausweichen wollte...
Gelang mir trotzdem, nicht auf das Ziel ("endlich ankommen") fixiert zu sein...sondern im Moment zu bleiben...mit einer belgischen Journalistin zu reden, die Berlin noch aus der RAF Zeit kennt, zu lesen, zu schreiben und viel zu teuren Flughafen-Kaffee zu genießen, Belgische Bahnhöfe, die wie aus einer andern Zeit scheinen, zu betrachten...
Halb Belgien kam mir entgegen, als ich vom Bahnhof zur Wohnung nahe der Haupteinkaufstr. lief...der Winterschlussverkauf hat begonnen und Abends um sechs kamen mir die erfolgreichen Einkäufer vollbepackt entgegen, so dass ich mir nur mit Mühe einen Weg durch die Menge bahnen konnte.
Die Wohnung ist schön und heimelig wie eh und je, Internet funktioniert nicht (warum auch immer), so bin ich jetzt an meinem Lieblingsplatz, draußen, wo mein Lieblingsgeiger Barocksontaten spielt...
Das Bild ist noch vom Sommer...die Temperaturen sind kälter...aber die Musik ist schön wie eh und je.
Tut mir gut, hier zu sein...
(Aus gesundheitlichen Gründen und um Ruhe zu haben, werde ich keine Mails beantworten...erst wieder am 6.1.)

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Samstag, Januar 02, 2010

Antwerpen - Abenteuer

Ich freue mich auf drei Tage Antwerpen, meine Lieblings-Coffee-Shops und Klamottenläden, aber vor allem auf Ruhe, Zeit zum Reflektieren, Planen und Abenteuer mit Gott.
Das Buch "Die Hütte und ich" in dem ich über meine letzten Antwerpen-Abenteuer berichte sollte in ein paar Tagen (nach der Inventur) erhältlich sein. Der Bildband dazu auch.

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Samstag, Dezember 26, 2009

Durchhänger

Meine Schwester hat neben meinem kleinen süßen Neffen auch noch einen wenige süßen Magen-Darm Virus mitgebracht. Frohes Fest - ohne mich. Ich hab den ganzen Tag zwischen Bad und Bett verbracht - hatte nicht mal die Energie zu lesen...also richtig ernst...hoffe, dass es nur eine ein-Tages-Fliege (oder Virus) ist und ich Morgen wieder auf den Beinen bin...mal sehen...

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Freitag, Dezember 25, 2009

Afghanistan

Jedesmal wenn ich neue Nachrichten über die Tanklaster-Geschichte in Afghanistan höre, macht mich das wütend.
- Ja, es ist in Ordnung, dass man diskutiert, ob dieser Militärschlag gerechtfertigt war.
- Ja, es ist auch in Ordnung, dass man zweifelhafte Informationspolitik an den Pranger stellt.
Aber:
- es macht mich wütend und hilflos, zu wissen, dass täglich Dutzende von Kindern, die mit ihren Familien aus von Taliban beherrschten Gebieten geflohen sind - oder "nur" in unwirtlichen Regionen wohnen vom Hungertod bedroht sind oder sterben.
- es macht mich wütend, dass Hunderte von Kindern, die täglich sterben, nicht so viel Druckerschwärze wert sind, wie die (Fehl)entscheidungen eines Generals und mancher Politiker.
- Es macht mich hilflos, zu wissen, dass Tausende von Euro für Untersuchungskomissionen ausgegeben werden, die Berge von Papier produzieren - und es nur EINEN Euro kosten würde, ein Kind für einen Monat am Leben zu halten und mit Nahrung zu versorgen (Info von Shelter Now, die vor Ort Not lindern).
Haben wir das Maß der Menschlichkeit verloren?

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Mittwoch, Dezember 23, 2009

Zugfall

Als ich mich heute im Zug gerade auf meinen Sitzplatz setzen wollte, hörte ich eine Stimme "Hallo, Kerstin"...blickte auf und sah - meinen Bruder, der - obwohl wir 800 km voneinander entfernt wohnen - zufällig den gleichen Zug gebucht hatten...wir gingen ins Bistro, tranken Bionade (ich) und Cola (er) und redeten...und verabschiedeten uns nach zwei Stunden, weil ich noch Freunde besuchen ging, während er gleich zu unseren Eltern weiterfuhr.

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Von oben betrachtet

Von einer lieben Freudin zum Jahresrückblick ins Café des Stuttgarter Fernsehturms eingeladen zu werden, ist nicht das Schlimmste, was einem passieren kann...Rückblick auf all das zu halten, was an Gutem und weniger Schönen in diesem Jahr geschehen ist, tat gut. Und der Ausblick von dort ist - wenn nicht gerade Wolken die Sicht versperren - ziemlich klasse...(sie legt Wert auf den Hinweis, dass es der erst Fernsehturm ist, der je in Deutschland gebaut wurde, weil sie damit das Image ihrer Provinzstadt aufbessern möchte).

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Sonntag, Dezember 20, 2009

Weihnachtsferien

Am Freitag Abend war ich in "Alte Weihnachtslieder neu" von Martin Steyer und Chor in der Heilig Kreuz Kirche - wunderbare jazzige Intonationen, die die tiefen Texte alter Lieder ganz neu zum Leuchten brachte. Das ganze in der entspannten Atmosphäre von Heilig Kreuz, wo man sich auch auf den warmen Fussboden legen und die Musik so viel tiefer genießen konnte...für mich eines der schönsten Konzerte meines Lebens.
Am nächsten Tag ging meine Weihnachtsreise einmal rund durch die Republik los - bin glücklicherweise vor dem Schneechaos losgeflogen. Heute Morgen habe ich bei Lebenswert, einer Gemeinde, die ihre Gottesdienste in einem Jazz-Loft in Köln feiert gepredigt - über "Klein anfangen - wie Gott"
Kerngedanken:
- Die einzige Antwort auf das Leid der Welt, die ich kenne, ist, dass Gott in diese Welt kam, um es zu teilen.
- Die einzige weitere Antwort, die ich auf das Leid der Welt kenne, ist dass wir dazu beitragen können, es zu lindern.
Hinterher sagten mir mehre Menschen, dass sie sich angesichts der riesigen Not in der Welt völlig überfordert gesehen haben und sich innerlich zurückgezogen haben, weil sie ja dachten, sie könnten ohnehin nichts tun. Meine Predigt hat sie ermutigt, neu zu überlegen, was sie konkret tun können, um etwas Leid in der Welt zu lindern - selbst wenn sie nicht alles Leid lindern können. Ich hab mich gefreut.
Ich hab sie auch ermutigt, den Menschen in ihrem Umfeld zu sagen, was sie ihnen bedeuten, weil die es oft nicht wissen. Ich hab eine Frau, die ich kannte, gefragt, ob sie weiß, wie gut es mir immer getan hat, wenn sie mich strahlend begrüsst hat. Sie wusste es nicht - und hatte Tränen in den Augen als sie es hörte...

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Sonntag, November 08, 2009

Kerstin Hack - Mal wieder live im Fernsehen

Die Koffer sind schon fast gepackt, obwohl die Reise erst Morgen losgeht. Neben ein paar geschäftlichen Terminen und einem "Open House" bei Freunden in Gießen, bin ich am Dienstag Abend in ner Live - Fernsehsendung des ERF zum Thema "Die Hütte. Gottesbilder / Gotteserfahrung" zu sehen.
Live wird natürlich live ausgestrahlt - also direkt am Dienstag, 10.11. von 22:00 bis 23:00 Uhr auf ERF eins und im Internet (Livestream).

Dann wird die Sendung am nächsten Tag, also am Mittwoch, 11.11. um 15:00 Uhr wiederholt und am übernächsten Tag, also Donnerstag, 12.11. um 18:00 Uhr.

Per Mausklick ist die Sendung dann ein paar Tage später unter http://www.erf.de/wirklich zu sehen.

Jetzt erst noch mal Berlin genießen...(am 9. November NICHT hier zu sein ist echt ein Opfer!)

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Montag, September 21, 2009

Antwerpen


Heute sitze ich auf dem - etwas windigen - Balkon und schreibe noch die Passagen fertig, die ich bisher nur stichpunktartig notiert habe. Ein Antwerpener, der mich fotografiert hat, als ich an Tag fünf an meinem Lieblingsplatz sass, hat mir gerade das Bild geschickt. Was für eine schöne Erinnerung.

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Dienstag, September 15, 2009

Antwerpen

DIe letzten Minuten Batterie, die mein Laptop mir gerade gibt, nutze ich, um euch zu erzählen, wie schön Antwerpen ist, wohin ich mich gerade verkrochen habe, um eine Zeit des Hörens, Betens und Schreibens zu haben. Die ersten Tage waren erst mal ankommen, mir den Magen mit belgischen Pommes zu verderben - trotz ihres Ruhmes als Nationalspeise genauso fettig wie Deutsche...oder vielleicht sogar mehr, weil sie traditionell 2 x Frittiert werden. Einmal kurz. Dann kühlen sie aus. 30 Min oder länger. Dann kommen sie noch mal ins Fett. Doppelt hält besser. Auch in meinem Magen. Ich hab das kulturelle Experiment bis spätabends bereut und sogar darüber nachgedacht, mir Whiskey zu kaufen...konnte mich dann nur nicht entscheiden, weil ich nicht wusste, was gut ist.
Ansonsten übe ich Aussprache Astublieft (= Bitte) und andere Zungenbrecher. Und versuche nach ner intensiven Zeit langsam runter zu kommen. Der Hafen von Antwerpen versucht junge Kreative anzulocken, indem er ihnen kostenloses Wlan rund um den Hafen bietet. Was die jungen Kreativen wie mich zwar tatsächlich anlockt. Aber wenn man dann feststellt, warum das Mabook Air den Beinamen AIR hat, nämlich, weil es bei Windstößen, die hier in Küstennähe nicht selten sind, und es tatsächlich zum Abheben bringen, nimmt die Freude bald ab.
Das einzige Internet-Café das ich kannte, hat auch dicht gemacht. Aber in einem netten Café sah ich die Kellnerin mit Laptop da sitzen...sie lud mich ein, ihren Zugang mit zu benutzen...im Cafe wurde ich auch mit dem Lied "I am soo blessed" begrüsst...
Genieße es, jetzt kurz mit der Welt in Kontakt zu sein, bevor ich mich wieder in die Wohnung zurück ziehe. Bin mal gespannt, ob und wie Gott mir begegnen wird. Schön wär´s.

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Dienstag, Juni 30, 2009

Urlaub - im Alltag

An meine Kunden hab ich gerade eine Mail mit Urlaubstipps geschrieben. Davon sollt ihr auch was haben:

"Urlaub ist, nichts zu tun und dafür den ganzen Tag zur Verfügung zu haben. - Autor unbekannt"


In einigen Bundesländern sind bald Ferien und viele Menschen freuen sich auf ihren wohlverdienten Urlaub. Damit der schön wird und gelingt, ein paar Tipps von mir:
- Sinnvolle Erwartungen: Weder den Partner noch die Kinder noch die Hotels mit der Erwartung überfrachten, dass alles perfekt laufen soll, sondern gelassen auf Unvollkommenheiten reagieren.
- Egal ob zu Hause oder anderswo: Nicht nur rumhängen, sondern bewusst Dinge unternehmen, die als Erinnerung in die gemeinsame Schatzkiste getan werden.
- Gut auf die eigene Seele hören: Was würde mir jetzt gut tun. Mich beleben usw.
- Die Tage als kleines Abenteuer gestalten und hier und dort Entdeckungen machen - auch kleine, unscheinbare.
- Sich freuen, an dem, was ist....

URLAUB IM ALLTAG
Nicht jeder kann es sich zeitlich oder finanziell leisten, in den Urlaub zu fahren. Aber jeder kann im Alltag ein paar von den schönen Dingen tun, die man sonst meist nur im Urlaub macht. Du kannst z. B.:
- ein Getränk an einem schönen Ort genießen und dabei Leute beobachten
- Mal ein paar Minuten mitten am Tag die Augen zu machen
- einfach mal nichts tun
- schöne Bücher lesen
- Gebäude und Details in Ruhe betrachten
- sich auf kleine Abenteuer einlassen
- Irgendwo etwas Neues entdecken...

Ok, ich wäre nicht ich, wenn ich Euch nicht auch noch ein paar Tipps für sinnvolle Urlaubslektüre mitgeben würde z. B.
QUADROS:
Für viele Menschen ist der Urlaub eher eine geistliche Dürrezeit. Die gewohnte (gute) Routine der persönlichen Zeiten mit Gott ist unterbrochen und es ist nicht so leicht, im anderen Rhythmus des Urlaubs einen Weg der Begegnung mit Gott zu finden.
Mein Tipp: Nimm ein Quadro mit.
Die Quadros sind (fast) wasserfest, du kannst sie alleine oder mit Partner und Freunden auch am Strand lesen. Sie sind kurz, knapp und dennoch gehaltvoll. An den Fragen und Anregungen kannst du lange "kauen".
Schau mal - du findest sicher etwas Passendes.
http://www.down-to-earth.de/index.php?cPath=61

Weitere TIPPS für den Urlaubskoffer gibt es im Blog von Günter Matthia.

IMPULSHEFTE
Die Impulshefte sind ein schönes kleines Danke-Schön für
- Menschen, die euch im Urlaub verwöhnen (Kellner, Reinigungspersonal)
- Freunde, die zu Hause die Wohnung hüten / Blumen gießen
- den einen oder anderen Menschen, der euch unterwegs begegnet.

"RICHTIGE" BÜCHER für Leseratten, für die Lesen einfach zum Urlaub gehört.
Meine Tipps:
- Die Hütte - klar! Als Buch oder Hörbuch für lange Fahrten.
- Ich werde dich wiedersehen - historischer Roman über die Täuferbewegung - Sonderpreis - nur 5?!
- Swing - für alle, die mehr Balance in ihr Leben bringen möchten
- Spring - für alle, die mehr vom Leben haben möchten
- Imagine. Christen in Kunst, Musik und Medien - für alle, die als Christen kreativ unterwegs sind.

POSTKARTEN
Es ist schön, wenn man Urlaubskarten bekommt, aber das Schreiben kann in Stress ausarten.
Mein Tipp: Schöne, zeitlose Karten von zu Hause mitnehmen und schon zu Hause die Adressen draufschreiben. Ihr könnt z. B. die neue Karte "STILLE" und andere Karten - bis 20 Stück gratis - bei uns bekommen.

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Montag, Juni 08, 2009

Wahlen im Libanon

Meine Mutter hat mich gerade angerufen und mir gesagt, dass ersten noch inoffiziellen Angaben und Medienberichten zu Folge sich die Hisbollah bei den Parlamentswahlen im Libanon nicht durchsetzen konnte. Es wird auch mit diesem Ergebnis nicht leicht für das Land werden - aber mit großer Wahrscheinlichkeit weniger problematisch als wenn die Hisbollah die Mehrheit bekommen hätten. Mich hat das in den letzten Wochen sehr bewegt und ich habe immer wieder dafür gebetet - jetzt weine ich vor Erleichterung und Freude.

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Donnerstag, Juni 04, 2009

Libanon Bilder

Ich hab jetzt angefangen, einzelne Bilder aus dem Libanon in den Blog zu stellen (zu den Originalbeiträgen der letzten beiden Wochen). Werde das in der nächsten Woche weiter machen...ihr könnt ja mal schauen..

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Mittwoch, Juni 03, 2009

Wahlen im Libanon

Die Berliner Zeitung hat einen guten, ausführlichen Artikel zu den Wahlen im Libanon geschrieben. Vieles deckt sich mit dem, was ich dort mitbekommen habe.

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Freitag, Mai 29, 2009

Gut gelandet

Vor einer Stunde bin ich gut gelandet. Air France hat das Vorurteil, das Engländer von Franzosen haben (fantastisches Essen, mieser Service), heute bestätigt: Das Flugzeugessen war einzigartig gut, aber der Flug hatte ohne erklärlichen Grund fast 40 Minuten Verspätung.
Jetzt bin ich etwas müde, weil ich mich im Flugzeug statt zu schlaffen mit einem Kanadier libanesischer Abstammung unterhalten habe - erst im Flüsterton, weil er sich fürchtete, politische Ansichten zu äußern, bevor das Flugzeug genügend Lärm machte, um unser Gespräch zu übertönen, später in normaler Lautstärke. Von daher bin ich nach nur 4 Stunden Schlaf heute Nacht etwas müde, werde mich dennoch gleich mit einer Freundin treffen (mal sehen, ob ich noch Fahrrad fahren kann). Ich freue mich auf sie - und darauf, ein ruhiges Wochenende vor mir zu haben, um all die vielfältigen Eindrücke zu verarbeiten. Es war in diesen 12 Tagen so viel Bewegendes, dass ich wahrscheinlich noch einige Zeit brauche, um das gut zu sortieren und für mein Leben fruchtbar zu machen.

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Donnerstag, Mai 28, 2009

Letzter Tag


Hinter mir liegt ein herrlicher letzter Tag. Wunderbares Naturschutzgebiet, shopping, zum Abschluss ein Feuerwerk in der Stadt. In den 12 Tagen hier ist mir das Land richtig ans Herz gewachsen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, von hier wegzugehen...muss aber...Morgen ist mein Flug!

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Entscheidungen

Wenn ich nach Deutschland zurueck komme, muss ich einige wichtige Entscheidungen fuer den Verlag treffen. Obwohl ich in den letzten Jahren viel entscheidungsfreudiger geworden bin, finde ich das immer noch sehr anstrengend. Naja. Das ist erst uebermorgen.
Heute werde ich mit dem Mann meiner Freundin zum Aammique Marsch, einem Feuchtgebiet im Beeka Gebiet, das zum privaten Naturschutzgebiet erklaert und von der christlichen Umweltorganisation A rocha vor der Zerstoerung bewahrt wurde. Er hat das Projekt geleitet. Ich bin sehr gespannt darauf, das Gebiet zu sehen, von dem ich seit vielen Jahren in ihren Rundbriefen lese.

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Mittwoch, Mai 27, 2009

Hart

Heute habe ich den netten Mann, der mich gebeten hat, fuer die Wahlen zu beten, wieder getroffen. Ich habe ihm gesagt, dass ich gebetet habe. Er meinte: "Diese Wahlen sind extrem wichtig. Jeder will sie unbedingt gewinnen. Ich rate Ihnen, das Land noch vor den Wahlen zu verlassen. Als ich ihm sagte, dass mein Flug eine Woche vorher geht, war er erleichtert."
Ich kann nur ahnen, wie angespannt die Situation fuer die Menschen hier sein muss.

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Frauentag


Nach der ganzen Fahrerei in den letzten Tagen, haben wir uns entschlossen auf ein paar Zedern und Säulen zu verzichten und statt dessen einen Beirut Tag zu machen. Wir haben auf dem Balkon gesessen und geredet, in einem Schmuckladen ein paar Dutzend Ringe, Ohrringe und Ketten anprobiert und ein halbes Dutzend gekauft (zu dritt!), einige Kunstgewerbe - und Designerlaeden, die große Moschee und die Hariri Gedenkstaette besucht, am Place de l'etoile Salat gegessen getrunken, in Saifi Village in einem teuren Klamottenladen mit dem jungen Designer geredet, dort einen Kaffee getrunken, durch alte Stadtviertel gelaufen, bei Sonnenuntergang an der Corniche vorbeigefahren, mit Freunden Lasagne und Salat gegessen...schoener, wundervoller Tag...Leben pur...und schoene Zeit mit zwei tollen Freundinnen.

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Wurzeln entdecken

Gestern bin ich mit meinen beiden Freundinnen zu dem Ort am Rande des Bekka Tales gefahren, an dem sie viele ihrer langen Wochenenden verbracht haben. Das ist sehr typisch hier. Die meisten Libanesen (ich glaube 75%) wohnen in der Stadt, fahren aber an Wochenenden, in Ferien oder wenn gerade mal wieder Krieg ist, in ihr Heimatdorf zurück, wo oft noch ältere Verwandte wohnen.
Wir haben uns die Mauern des Hauses des Grossvaters oder der Grosstante meiner Freundinnen angesehen - das kleine Haus war als es nicht mehr bewohnt war aus Sicherheitsgruenden abgerissen worden, den mitlerweile verwilderten Garten, auf den die Grossmutter immer so stolz gewesen war, den Dorffriedhof, ein kleines Grundstueck, das ihnen noch gehoert und so faszinierende Orte wie den Graben in den die juengste Schwester beim Spielen mal gefallen war - eine Geschichte, die ich schon aus Deutschland kannte.
In der Dorfbaeckerei assen wir leckersten Kuchen und liesen den grausigen Kaffee stehen. Der Besitzer amuesierte sich koestlich, als meine Freundin, deren Arabisch noch aus ihren Kindertagen stammte, statt nach der Toilette nach dem "Scheisshaueschen" fragte und erklaerte ihr, dass ihre Grossmutter zwar das Klo um Garten hatte, aber dass das heute doch eher "Badezimmer" genannt wird.
Die Nachbarn luden uns noch zu herrlichen Maulbeersaft und Mokka ein...dann machten wir uns auf den Rueckweg.
Auf dem Hinweg waren wir die Hauptverkehrsstrasse ueber die Berge gefahren - mitlerweile kann ich ohne mit der Wimper zu zucken (oder nur noch mit einer) ueber rote Ampeln und doppelt durchgezogene Linien fahren und erschrecke fast nicht mehr, wenn mich ein Motorrad von links schneidet.
Auf dem Rueckweg sind wir eine einsame Nebenstrasse ueber die Berge gefahren...phantastisches Panorama, 2000 Meter hohe Berge und Gebirgspaesse, Hochgebirgspflanzen, Zedern, Berge im Abendlicht.



So traumhaft wie die Strasse stellenweise alptraumhaft war. An manchen Stellen hatten sich so tiefe Fahrrillen gebildet, dass der mittlere Teil der Strasse einen 30 - 50 cm hohen Buckel bildete. Von den etwa 40 Gelegenheiten, das Fahrgestell unseres alten Golfs dort aufzusetzen habe ich nur zwei genutzt.



Für heute freue ich mich auf einen Tag ohne Fahrerei, mit Bummeln, Sight-seeing und vielleicht Baden in einem Beach Club (als Frau geht man hierzulande nicht an den Strand).

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Dienstag, Mai 26, 2009

Ehrlich ....schwer

Gestern begegnete ich der Hausangestellten meiner Freudnde auf der Strasse. Ich bemerkte, dass sie ein T-shirt mit deutscher Aufschrift trug, konnte aber nicht alles lesen. Sie erzaehlte, dass sie das Shirt geschenkt bekommen hatte und fragte mich nach der Bedeutung.
Zwiespalt. Ich wusste, dass sie vermutlich sehr wenig Geld hat (die Loehne hier fuer Philippinas, die den groessten Teil der Kindermaedchen und Haushaltshilfen stellen) sind echt niedrig...
Wenn ich ihr wirklich sagen wuerde, was "Einfach feiner pinkeln" auf Englisch heisst, wuerde sie das Shirt vielleicht nie wieder tragen...ich uebersetzte "Going to the bathroom more elegantly..." Aehm.
Als ich das meiner Freundin erzaehlte, meinte sie, dass das hier hauefig vorkommt, dass Leute mit fremdsprachigen T-Shirts herumlaufen, bei denen sie die Bedeutung der manchmal rauen Worte nicht kennen.

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Schrecksekunde

Der haerteste Moment gestern war, als ein Mann in einer gelben Signaljacke mich an den Strassenrand winkte. Ich hatte - da mein Geldbeutel ja weg ist - natuerlich keinen Fuehrerschein dabei. Nach langem hin und her (er sprach kein Englisch und Franzoesisch, wir hielten es fuer taktisch klug, nicht gleich zuzugeben, dass eine von uns arabisch kann) stellte sich heraus, dass er uns lediglich auf einen freien Parkplatz aufmerksam machen und uns ermutigen wollte, in seinem Laden einzukaufen. PUH!

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Montag, Mai 25, 2009

Holla!

Ich hab hier immer wieder fuer die Wahlen, die am 7. Juni stattfinden, und bei denen ein Wahlsieg der Hisbolla - mit nicht absehbaren Auswirkungen fuer das Land und die Region - fuer wahrscheinlich gehalten wird, gebetet.
Als vor Jahren der ehemalige Premierminister Hariri ermordert wurde, der das ganze Land mehr oder weniger aufgebaut und nach oben gebracht hatte, verdaechtigte man Syrien und hochrangige Libanesen. Einige Verdaechtige wurden vor einem Monat vom UN Tribunal, das den Fall untersucht, freigelassen, weil die Beweise gegen sie zu duenn waren. Das hat hier fuer einige Aufregung gesorgt.
Jetzt (am Samstag) berichtete der Spiegel, ihm laegen Hinweise vor, dass die Hisbolla hinter dem Attentat standen. Die Infos, die der Spiegel rausgibt sind nicht sehr ergibig, aber wenn sich das bewahrheitet, dann koennte das ziemlich interessante Auswirkungen haben. Es ist ziemlich spannend, in einem Land zu sein, in dem sich taeglich sehr viel aendern kann.

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Biblos und Berge

Heute war ein wunderbarer Tag. Ich bin mit meinen beiden Freundinnen nach Biblos gefahren. Betonung auf ich bin gefahren. Meine erste Erfahrung am Steuer eines Autos im libanesischen Verkehr. Die Libanesen fahren sehr dynamisch, rechts ueberholen, Spurwechsel ueber drei Spuren auf Schnellstrassen etc. sind nicht ungewoehnlich. Dynamisch, aber nicht aggressiv. Mir hat es Spass gemacht.
Biblos heisst eigentlich schon seit Urzeiten Jbail, aber die Griechen bezogen Papyrus von dort und nannten dann gleich die ganze Stadt nach dem Endprodukt - Schriftrollen, Buecher, Biblos eben. Auch das Buch der Christen hat seinen Namen dann daher bzw. die Stadt hat den gleichen Namen wie das Buch.
Biblos wird auch die Erfindung des ersten Alphabets der Menschheit, des phoenizischen Alphabets zugeschrieben. Es passt zu den Libanesen, die sehr direkt, offen und ehrlich sind, dass sie das richtig stellen. Das phoenizische Alphabet hat sich - angelehnt an die Hieroglyphen - ueber mehrere Jahrhunderte hin entwickelt. In Biblos wurden jedoch die aeltesten Texte gefunden.
Ueberhaupt ist die Stadt eine der aeltesten, kontinuierlich besiedelten Staedte - seit 6000 vor Christus leben Menschen dort und haben ueber die Jahrhunderte ihre Spuren hinterlassen. Es war faszinierend schoen, ueber das Ruinenfeld zu laufen und sich die verschiedenen Ausgrabungsorte anzusehen...
In den Laeden gab es dann auch jede Menge Antiquitaeten. Mir gefielen die Traenenvasen/glaeer aus roemischer Zeit, aber 150 Dollar war mir dann doch zu viel fuer ein "antikes" Stueck.
Weil es ein Tag der Urspruenge war, sind wir noch zu dem Ort gefahren, von dem die Familie meiner Freundinnen stammt. Ungluecklicherweise ist einem ihrer Vorfahren der schwere Stein, mit dem das Getreide ausrollte, vom Dach gefallen - auf einen anderen ungluecklichen Passanten, der anschliessend sein Leben aushauchte. Man einigte sich darauf, dass er den Ort verlassen sollte - sicher eine fuer alle Seiten gute, friedliche Loesung.
Wahrscheinlich auch nicht einfach. Der Ort in 1000 Meter Hoehe, wunderbar in den Bergen gelegen, war einfach nur schoen: Blumenbeete, Steinmauern, die praezise aufgechlichtet waren, alles schmuck und ordentlich, herrliche Berge und Taeler. Man kann verstehen, warum der Libanon auch "Schweiz des Mittleren Osten" genannt wurde.

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Nah dran

Gestern kamen meine beiden deutsch-libanesischen Freundinnen hier an (Schwestern), die hier aufgewachsen sind, bis sie 7 oder 8 waren. Ich habe ihnen erzaehlt, wie hart es fuer meine Freundin hier war, den letzten kurzen Buergerkrieg mitzuerleben und das rund ums Haus geschossen wurde.
Eine Freundin reagierte ganz abgeklaert: "Ja, kennen wir. Uns haben sie mal den Balkon unseres Hauses weggeschossen..." und meinte dann, dass man manchen Menschen das Trauma von damals nach wie vor anmerken wuerde: "Sie haben ein Stueck ihrer Lebensfreude verloren, man spuert das."

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Sonntag, Mai 24, 2009

Klolektuere und Verschwoerungstheorien

Was man so findet...
Auf Twitter gibt es einen sehr schoenen Kommentar zu no more blues...

In einer englischsprachigen lokalen Zeitung wurde berichtet, dass Mehdi Khazaali, ein Nachkomme des beruehmten iranischen Ayatolla Ahmad Khazalli sich darueber beschwert, dass eine juedische Intrige die islamisch revolutionaere iranische Regierung uebernoemmen habe. Er fuehrt an, dass mehrere prominente Regierungsvertreter aus der iranisch-juedischen Bevoelkerungsgruppe stammen, der prominenteste davon Ahmadinejad selbst, dessen eigentlicher juedischer Familienname Saboorchian ist.
Steile Theorie, keine Ahnung, wie gross das Koernchen oder der Felsbrocken Wahrheit ist, der darin steckt, aber ich mag sie. Sie hat was. Oft sind es die Konvertiten, die die eifrigsten Verfechter der neuen Religion sind und paepstlicher als der Papst oder eben islamischer als der Islam sind.
Im gleichen Artikel stand auch, dass die Propaganda Ahmadinejads im Iran selbst als etwas bewertet wird, das Israel eher zu Gute kommt. Man scherzt dort: "If he is not on the Israeli payroll he should be" (Falls er noch nicht von Israel bezahlt wird, dann wird es aber langsam Zeit."

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Samstag, Mai 23, 2009

Das 2. Museum

Der Mann meiner Freundin hat mir gerade sein Museum gezeigt - seine Sammlung historischer Fundstuecke. Steinmesser, Aexte und anderes Werkzeug wie Steinsicheln! aus der Steinzeit - die Messer waren noch immer scharf...faszinierend. Daneben Muenzen, ein Siegelring und eine vollstaendig erhaltene Oellampe aus der griechischen Zeit...Die Sachen hat er bei seiner Arbeit als Biologe einfach so am Boden gefunden. Hier gibt es so viel derartige Fundstuecke, dass der Finder sie in der Regel behalten darf - es ist nur verboten, sie ausser Landes bringen.

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8000 Jahre Geschichte

Mir ist noch ganz schwindelig. Heute war ich im Nationalmuseum - 8000 Jahre Geschichte auf einem Fleck: Steinzeit, Eisenzeit, Bronzezeit, Phoenizier, dann assyrische, persische, griechische, roemische, byzantinische, islamische (Mameluken), Osmanische, christliche (Kreuzfahrer) Herrschaft oder Einfluesse. Spaeter (im Museum nicht mehr zu sehen) franzoesische Kolonialherrschaft und Syrische und z. T. iranische Einflussnahme. PUH! Und in letzter Zeit zeitweise Herrschaft...ich glaube ich hab keine Herrscher vergessen.
Auch die Geschichte des Museums selbst ist faszinierend. Zur Buergerkriegszeit (1975 -1991) stand es praktisch genau auf der Green Line (Gruene Linie), die das christliche Ostbeirut vom moslemischen Westbeirut trennte und entlang derer es die heftigsten Kaempfe gab. Die groesseren Statuen und Mosaike konnten nicht aus dem Gebauede gebracht werden, also hat der Museumsdirektor sie kurzerhand in Stahlbeton einmauern lassen. So haben sie den Krieg faszinierend gut ueberstanden - weit besser als die Kunstgegenstaende, die in Archiven eingelagert waren.
Auf der Homepage des Museums kann man unter HISTORY Bilder vom Oeffnen der Beton"kammern" sehen.
Danach war ich in Saifi Village, einem sehr schoenen, noblen Stadtteil Beiruts, habe Kaffee getrunken, gelesen, geschrieben, mit halbem Ohr einer Gruppe arabischer Freundinnen zugehoert, die sich zwei Stunden !!! ueber Hochzeiten unterhalten haben (netterweise sah ich spaeter ein Brautpaar, auf dessen Auto statt "just married" "just marriage" stand...moege ihnen eine gerechte Ehe - was auch immer das ist - vergoennt sein)...und ich habe Kindern beim Spielen zugesehen (die Jungs reicher Familien fahren Batteriebetriebene Motorraeder - mit Stuezraedern!!) und auch ein bisschen mitgespielt. Auf dem Rueckweg zu Fuss hab ich einen Rolls Royce aus Dubai bewundert...und jetzt freue ich mich aufs Essen!!

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Freitag, Mai 22, 2009

Nach dem Krieg ist vor dem Krieg?

Es ist irgendwie echt heftig. Hier ist alles wirklich friedlich, aber das koennte in zwei Wochen schon ganz anders aussehen. Mich bewegt und bedrueckt das sehr. Die Einschuesse am Balkon, die zwar zugeputzt, aber immer noch erkennbar sind, erinnern an den letzten Machtkampf im Fruehjahr 2008, als die Hisbolla sich mit Waffengewalt mehr Einfluss ertrotzte und die Regierung nichts anderes tun konnte, als nachzugeben. Ich hoffe und bete fuer Wahlergebnisse, die fuer das Land und die Region gut sind.

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Libanon-Politik

Auf der Internet-Seite von CNN gibt es einen ziemlich guten Bericht ueber den Bericht von Biden im Libanon, der ziemlich gute Hintergrundinfo ueber die Lage hier gibt.
Es wird befuerchtet, dass bei der Wahl im Juni die schiitische Hisbolla die Mehrheit bekommt, weil der politische Leiter der Christen, Michel Aoun, kuerzlich die Lager gewechselt hat und jetzt - um seine persoenliche Macht zu erhalten - die Hisbolla unterstuetzt. Da die Menschen hier traditionell dem Fuehrer ihrer Gruppe folgen, ist zu erwarten, dass viele libanesische Christen Hisbolla waehlen. Im Westen ist das kaum nachvollziehbar, aber hier hat das eine gewisse kulturelle Logik.
Am 4. Juni, 4 Tage vor der Wahl im Libanon, wird Obama in Kairo eine Rede halten, die sich an die ganze arabische Welt richtet. Libanesische Christen halten sich zwar trotz der Sprache und Vermischung nicht fuer Araber, sondern fuer Phoenizier, dennoch koennte die Rede - wenn sie den richtigen Ton und die Herzen der Menschen trifft - durchaus wahlentscheidend sein.

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Ruhe - Ausnahmezustand

Was an der Strassensperre wegen Biden am erstaunlichsten war, war die Ruhe. Sobald der Verkehr hier etwas zum Stocken kommt, fangen alle an zu hupen, in der irren Hoffnung, dass es dadurch schneller vorwaerts geht. Ausserdem hupen die Taxifahrer, wann immer sie einen Fussgaenger am Strassenrand sehen - dadurch dass ich das Zeichen fuer "nein ich brauche kein Taxi, ich bin so verrueckt und laufe lieber" meist nicht schnell genug mache, halten die Taxis im Minutentakt neben mir und muessen wieder anfahren...ich fuehle mich schuldig, unnoetigen CO2-Ausstoss zu verursachen. Dann gibt es an jeder Strassenecke eine Baustelle - mit den dazugehoerigen Geraeuschpege. Und natuerlich laueft aus allen Autolautsprechern arabische Pop-Musik - in einer Lautstaerke, mit der man eine Disko beschallen koennte. Und ab und zu kommt aus den Lautsprechern der Moscheen der Gebetsruf, der den ganzen anderen Laerm natuerlich uebertoenen will. Eine komplett gesperrte Strasse - das heisst eine ganze Weile lang kein Laerm. Wohltuend.

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Zufallsbegegnung

Heute Morgen hat Susanna mir noch einige Details von der Ermordung Hariris erzaehlt. Die Wucht der Detonation der 200 Kilo Bombe war so stark, dass alle Autos in der Naehe sofort in Flammen aufgingen, ein gerade frisch renoviertes und neu gebautes Hotel praktisch voellig zerstoert wurde - der Hotelbesitzer hatte keine Versicherung gegen Terror-Schaeden - jetzt hat er kein Geld mehr, die Ruine wieder neu aufzubauen. Alle Autos in der Naehe gingen in Flammen auf - insgesamt wurden 22 Menschen in den Tod gerissen, vom Selbstmordattentaeter fand man nur noch einen Fuss, der Rest des Koerpers war voellig zerstoert. Mehrere Hundert Meter weit gingen alle Scheiben zu Bruch - besonders die Schaufensterscheiben von Laeden. Dennoch kam es nicht zu Pluenderungen - die Leute waren einfach nur geschockt und verstoert. Meine Freundin erzaehlte mir, dass die ganzen Strassen an denen sie entlang gingen von Glasscherben ueberseat waren - sie wohnen nur etwa 20 Min Fussweg von der Stelle des Attentates entfernt.
Das Attentat auf ihn war so ein einschneidendes Ereignis in der juengeren libanesischen Geschichte, dass ich es besser verstehen wollte. Ich bin gerade hingegangen, um mir das anzusehen. Joe Biden, der amerikanische Vizepraesident, hatte wohl die gleiche Idee zur gleichen Zeit. Gerade als ich da war, kam er auch. Natuerlich nicht zu Fuss, sondern mit etwa 40 gepanzerten Begleitwagen. Ich habe heute den ganzen Morgen immer wieder dafuer gebetet, dass die Gespraeche zwischen ihm und seinen libanesischen Gespraechspartnern fruchtbar sind, sie guten Kontakt miteinander haben und vor allem, dass sie auf gute, kreative Loesungen, die sich bisher keiner gedacht hat, kommen. Von daher hat es mich sehr beruehrt, ihn aus naechster Naehe zu sehen (genauer gesagt nicht ihn, sondern die schwarz getoenten Scheiben seiner Limousine - und natuerlich zu fotografieren, was nicht wirklich erlaubt ist...).

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Donnerstag, Mai 21, 2009

Skuril und beeindruckend

Das skurilste, was ich heute gesehen habe, waren zwei Maenner, die die verwelkten Blaetter von einem Baum pflueckten. (Ok, Arbeitskraefte scheinen hier wirklich billig zu sein). Genauer gesagt pflueckte nur einer, der andere lehnte sich an die Leiter und gab Anweisungen, pflueckte ab und zu ein Blatt und unterhielt sich ab und an mit dem Kellner des nahegelegenen Restaurants am Place de l'etoile, der die Arbeit ebenfalls begutachtete.
Bei einer Baustelle war das Verhaeltnis derer, die unten in der Baugrube intensiv arbeiteten waren und derer die von oben zusahen 12:5. Der Teenie-Sohn der Familie hier erklaerte mir, dass die meiste Arbeit in den fruehen Morgenstunden getan wird, spaeter nichts mehr passiert.
Dennoch: Ich bin sehr beeindruckt davon, wie effektiv dieses Land nach dem letzten Krieg wieder aufgebaut wurde.

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Paris des Ostens

Ich bin noch ganz ueberwaeltigt von der Schoenheit der Innenstadt Beiruts...wunderschoene Haeuser im osmanischen Jugendstil aus hellgelbem Sandstein. Ich verstehe, warum man die Stadt Paris des Ostens nennt...sie ist viel schoener!
Ausserdem bin ich stolz auf mich, dass ich den fast einstuendigen Rueckweg ohne Karte und Fragen gefunden habe (obwohl ich eine dabei hatte)- einfach der Himmelsrichtung und dem Gefuehl nach.

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Mittwoch, Mai 20, 2009

Madame

Noch nie bin ich so oft mit "Madame" angesprochen worden wie hier. "Do you want some coffee, Madame" (mehrere nette Maenner, die ich unterwegs traf), "Do you like this, Madame!" Nicht wie das englische "Madam", sondern Silbe fuer Silbe betont: Ma - Da - Me. Ist noch Ergebnis der franzoesischen Kolonialherrschaft, die besondern Beirut, das Paris des Osten, gepraegt hat. Das wirkt sich bis ins Arabische hinein aus. Da hatte ich mir muehsam eingepragt, dass man auf "shukran" (Danke) mit "awun" (sprich: afuan - gerne geschehen) antwortet. Und was sagt man hier? "De rien!".

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Verspeisen

Gerade habe ich Ful (traditionelle arabische Linsensuppe) und als Nachtisch Ras el abed (den Kopf eines Dieners) verspeist. Das ist eine Art Schokokuss, wie Mohrenkoepfe heutzutage politisch korrekt heissen...
"Politisch korrekte" Sprache ist hier noch nicht wirklich angekommen. Die Libanesen sind sehr direkt. Ich hatte meiner Freundin einen Besuch in einem arabischen Schoenheitssalon geschenkt - als Geschenk fuer sie, aber auch, weil ich diesen Teil der Frauenkultur kennen lernen wollte.
Die Kosmetikerin sah auf meine Augenbrauen und fragte: "Wer hat die denn in Form gebracht?"
Ich sagte, dass ich das gewesen sei.
Darauf erwiderte sie: "Sehr schlecht, sehr schlecht!"

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Krieg am Fruehstueckstisch

"Die Fruehstueckseier sind etwas klein" meinte meine Freundin fast entschuldigend "Wir kaufen sie von einer Hilfsorganisationen, die Menschen, die im Krieg Gliedmassen verloren haben, hilft. Sie geben ihnen Huehner und kuemmern sich um die Vermarktung, so dass diese Menschen, die sonst keine Arbeit finden wuerden, eine Moeglichkeit haben, Geld zu verdienen. Es gibt viele gute Projekte hier - aber auch so viele Noete..."
Krieg ist hier ueberall, auch wenn man an den Gebaeuden kaum mehr Zerstoerung sieht. "Unten am Fuss der Strasse war eine der Autobomben, mit der man 2004 einen Anschlag auf einen der Politiker veruebt hat. Er hat - schwerverletzt - ueberlegt. Ich zeig dir nachher die Stelle, wo das war. Die Kinder gehen jeden Tag auf dem Schulweg daran vorbei. In der Schule trainieren sie nicht nur Feueralarm, sondern auch, das richtige Verhalten bei Amoklaeufen und Bombenangriffen. Jede Art von Bedrohung hat einen eigenen Klingelton."

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Dienstag, Mai 19, 2009

Nicht geerdet

Es ist hier nicht ueblich, elektrische Geraete zu erden. Wenn man den Kuehlschrank oder etwas anderes anfasst, kann es schon passieren, dass man einen kleinen Stromschlag bekommt. Beim Computer auch. Autsch!

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Sicherheit

Kinder sind sehr wichtig. Was dazu fuehrt, dass Frauen, die schwanger sind, hierzulande wie rohe Eier behandelt werden. Sie duerfen nichts mehr tun, sollen sich staendig ausruhen und sind, bis zur Geburt schlapp und dick geworden, was die Geburt nicht gerade leichter macht.
Was zu der skurillen Situation gefuehrt hat, dass ausser den Beduinenfrauen, die keine Krankenversicherung haben, praktisch keine Frau mehr ihre Kinder normal zur Welt bringt. Kaiserschnitt ist das Ueblicher, bei der allergroessten Zahl der Geburten. Man(n) und Frau haelt das fuer sicherer. Das exrem hohe Ansehen, das Aezte hier geniessen traegt noch zu der Entwicklung bei. Man denkt: Die werden schon alles richtig machen, besser ich vertraue einem Arzt als dem natuerlichen Geburtsprozess.

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Kriegsspuren

Im Strassenbild sieht man nur wenige zerstoerte Haeuser. Genauer gesagt hab ich nur ein Gebauede mit Einschussloechern gesehen, das Holiday Inn, das kurz vor dem letzten Krieg fertiggestellt wurde. Nach gut 20 Kriegen - der laengeste davon dauerte 17 Jahre - haben die Libanesen eine gewisse Routine darin entwickelt, den Normalzustand wieder herzustellen.
Die wahren Schaeden sind nicht so leicht zu sehen. Meine Freundin erzaehlte mir:
"Ich komme mit Krieg ganz gut zurecht, kann klar und ueberlegt handeln. Als mein juengster Sohn im letzten Buergerkrieg, als die Hisbolla unseren Stadtteil besetzt hatte, lebensnotwendige Medizin brauchte, haben mein aelterster Sohn und ich diskutiert, was wir tun. Am Ende ist er in einer Feuerpause zur einzig offenen Apotheke in der Gegend gegangen, weil wir dachten, dass es noch schwieriger fuer die juengeren Kinder waere, wenn ich verletzt wuerde. Ich komme ganz gut zurecht, nur mein Magen nicht. Ich kann dann nichts essen und verliere an Gewicht [sie ist ohnehin sehr duenn]. Und ich weiss in so einer Situation nicht, was ich mit meinem Aerger tun soll. Ich kann ja nicht rausgehen und die Kaempfer, die vor meiner Haustuer gehen anschreien."
Noch schwerer als sie hat es den jeungsten Sohn getroffen, der seitdem wirklich mit Aengsten zu kaempfen hat. Ich bete viel fuer ihn und die anderen Kinder, denen es wahrscheinlich aehnlich geht.

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Stromausfall

Nach einem Stromausfall dauert es eine halbe Stunde, bis das Internet wieder geht...eine gefuehlte Ewigkeit, wenn man mitten in einer Mail steckt. Hier geht das noch, weil das Haus einen Generator hat. An vielen Orten muss man warten, bis der Strom wiederkommt. Stunden. Tage.

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Qual der Wahl

Nachts hat man hier die Wahl zwischen Ruhe und Hitze (bei geschlossenem Fenster) und Laerm (Moschee, Autos, Leute) und relativer Kaelte. Ich habe Ohrstoepsel und Variante 2 gewaehlt.

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Montag, Mai 18, 2009

Tag 1

Heute war ein ruhiger Tag. Meine Freundin musste Aemterkram erledigen und zum Arzt, ich hab die Zeit auf dem Balkon verbracht und gelesen:
- Sei nicht nett, sei echt
- Jesus through Middle Eastern Eyes...
Habe im letzteren gelernt, dass die "Herberge" in der kein Raum mehr bei der Geburt Jesu war, keine Herberge war, sondern das Gaestezimmer einer Familie(wie bei der Witwe aus Zappata ein Raum auf dem Dach), es ist ein anderes griechisches Wort, das da benutzt wird als z. B. bei der Herberge (= eine echte Herberge) in die der barmherzige Samariter den verletzten bringt. Gelernt habe ich auch, dass einfache Haeuser in Palaestina einen Anbau hatten, in dem das Vieh in der Nacht schlief und die Krippen, aus denen die Tiere aussen waren an der Wand zum Wohnraum...d.h. die Krippe war NICHT im Stall, sondern in dem Familienraum, der an den Stall grenzte...

Nachmittags hab ich meiner Freundin beim Ausmisten geholfen. In 4 Wochen ziehen sie von hier weg, wir haben Buecher durchgesehen, zwei Muellsaecke mit Ueberfluessigem gefuellt und drei grosse Kisten, die wir Morgen in ein Waisenhaus bringen wollen.

[Gerade ruft der Muezzin zum Gebet...hier ist das weit weniger laut und viel dezenter als ich es von anderen arabischen Laendern kenne.] Ein kleiner Sparziergang durch die Gegend und Gespraeche mit den Teenie-Jungs rundeten den Tag ab - bis jetzt...der Abend kommt ja noch.

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Mittlerer Osten

Vom Balkon aus sieht man das Meer - und das UN Schiff, das die Kueste patroulliert, um zu verhindern, dass Waffen ins Land geschmuggelt werden. Was nicht wirklich viel nuetzt, da die Hisbolla ohnehin weit mehr Waffen besitzt als die Libanesische Armee, die dagegen praktisch politisch wie militaerisch machtlos ist. Neue Waffen kommen auch ueber den Flughafen ins Land.
Wie ueberall im Mittleren Osten wird das Toilettenpapier hier in Eimer neben der Toilette getan - eigentlich keine schlechte Methode, um das Abwassersystem nicht mit unnoetigem Ballast zu verstopfen. Aber anders als Anderswo laeuft das Wasser hier tatsaechlich und troepfelt nicht nur. Durch die hohen Berge ist der Libanon sehr regenreich und hat hoechstens gegen Ende des Sommers Wasserprobleme.
Ach ja, Kakerlaken oder aehnliche Tiere, die ich nicht identifizieren kann, gibt es natuerlich auch...

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Sonntag, Mai 17, 2009

Gut zu wissen

"Der Staat hat nicht genug Geld, um Brennstoff fuer die Kraftwerke zu kaufen. Deshalb haben die verschiedenen Stadtteile zu unterschiedlichen Zeiten keinen Strom. Aber unser Haus hat einen Generator. Also, Kerstin, falls du im Aufzug faehrst und er stecken bleibt, ist das kein Grund zur Panik. Nach 5 Minuten springt die Elektrizitaet in der Regel wieder an."
Ah, ok. Gut zu wissen.

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Weiter reisen

Jetzt bin ich angekommen. Im Libanon. Bei alten Freunden, die ich kenne, seit ich 18 bin. Herrliches Wetter, Sonnenschein, Waerme..ich bin sehr gespannt auf das Land. Heute haben wir aber erst mal nur relaxt...Wohnung mit Blick zum Meer. Einfach herrlich.
Die Pechstraehne scheint zu Ende zu sein. Danke fuer alle eure warmen Kommentare und euer Mitgefuehl. Das hat mir gut getan!

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Donnerstag, Mai 14, 2009

Lust auf Abenteuer

So, jetzt ist alles fertig: Das neueste Quadro ist beim Lektor, alle Koffer sind gepackt...und ich freue mich auf zwei Wochen Abenteuer...zuerst in Düsseldorf beim SWING-Seminar und dann...Ihr dürft gespannt sein...Follow this blog...

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Freitag, April 24, 2009

Unterwegs



Die Tage unterwegs waren voll und gut:
- Treffen mit einem Bekannten / Freund, um gemeinsam eine neue Quadro-Serie zu planen
- zwei Aufzeichnungen von Sendungen (1 x Radio, 1 x Fernsehen) beim christlichen Privatsender EFF
- zwei Treffen mit alten Freunden, die ich seit 25 bzw. 15 Jahren kenne
- ein Seminar zum Thema Gebet
- eine Sitzung, bei der ich Buchhandelsvertreter über meine geplanten Neuerscheinungen informiert habe.
Besonders bewegt hat mich das Seminar. Ich habe keinen fertigen Vortrag mitgenommen, sondern zu Beginn gefragt:
"Welche Eurer Fragen zum Thema Gebet müsste ich in den nächsten zwei Stunden beantworten, damit es sich für Euch gelohnt hat, hierher zu kommen?"
Die Fragen waren spannend:
- Wie gehe ich mit nicht erhörten Gebeten um?
- Welche Rolle spielt das Fasten?
- Welche Rolle spielt der Glaube beim Beten?
- Wie betet man im Freien?
- Wie kann ich Menschen, die selbst nicht glauben, Gebet anbieten?
So gut ich konnte habe ich, z. T. mit Unterstützung der Teilnehmer die Fragen beantwortet. Es war für mich ein reicher Abend, bei dem mir selbst auch Aspekte deutlich und wichtig wurden, die ich selbst bisher nicht so gesehen hatte.
Fasten hat - so weit ich das erkenne - nicht den Zweck, Gott durch fromme Leistung zur Erhörung meiner Gebete zu drängen. Es trägt vielmehr dazu bei, dass ich (wenn erst mal die erste Hungerphase überstanden ist) IHN besser höre. Und wenn ich sensibler für ihn bin, der Kontakt inniger und näher ist, dann ist es meistens auch leichter, so zu bitten, dass man erhört wird. Zumindest bei Menschen ist das so...wenn ich jemandem mein Herz geöffnet und gezeigt habe, in innigen und nahen Kontakt bin, ist es leichter zu bitten...und die Chancen, gehört zu werden, sind weit größer.
Ich bin bereichert und beschenkt von dem Abend weitergefahren...

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Sonntag, März 29, 2009

Picasso verstehen


Manche Dinge muss man erst sehen, um sie zu verstehen. Letzte Woche habe ich an einem Intensivtraining Gewaltfreie Kommunikation teilgenommen. Vor dem Rückflug habe ich mir noch Zeit genommen, mir Malaga die Geburtsstadt Picassos, anzusehen. Unter anderem war ich in seinem Geburtshaus, in dem eine kleine Ausstellung zum Thema Stierkampf in Picassos Werk zu sehen ist. Bis dahin hatte es mich immer irritiert, dass dieses Thema so viel in seinen Bildern vorkommt. Die Geographie erklärt manches. Die große Stierkampfarena Malagas ist kaum mehr als einen Steinwurf weit von Picassos Geburtshaus entfernt. Für ihn schien sich im Stierkampf das Leben abzubilden: der Kampf gegen starke Kräfte, die das Leben bedrohen, der Tanz von Mann und Frau, die sich gegenseitig beeindrucken wollen...das Spielerische ebenso wie das Bedrhliche..Vielleicht hat er nicht in erster Linie das Reale abgebildet, sondern es als Methapher für das Leben schlechthin gesehen...
Manches muss man sehen, um es besser zu verstehen...

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Samstag, März 21, 2009

Schweizerdeutsch für Anfänger

Gerade frische ich meine Basiskenntnisse des Schweizer Idioms auf und erweitere sie so gut es geht...

Hier ein paar zum Raten (Auflösung unten - und keine Garantie für richtige Lautschrift)

a) zügeln
b) Danke fürs Telefon
c) Götti
d) Chille
e) auf d hand
f) Chüngel
g) Mäsch
h) Gotte
i) Danke vielmal
j) gang go luege
a) umziehen (von einem Wohnort), b ) Danke für den Anruf, c) Patenonkel, d) Kirche e) zum Mitnehmen f) Kaninchen g) Strähnchen h) Patentante i) vielen Dank! (im Schweizerischen das vielmal ohne s am Ende! j) geh mal nachsehen

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Traeume

Manche Träume erfüllt man sich einfach. Ich hatte vor einer Weile geträumt, ich hätte Freunde in der Schweiz besucht, eine Bergtour mit ihnen gemacht und auf einer Hütte eine SMS auf meinem I-Phone bekommen. Also habe ich mich eingeladen...und mir zumindest schon man nen i-pod gekauft...
Gestern waren wir in der Berner Museumsnacht...sehr schön, interessant und entspannt, wenn man das Berliner Gedränge bei der langen Nacht der Museen kennt, heute werden wir Richtung Interlaken wandern...
Bild: Schweizer Bundeshaus (Regierung) bestrahlt für die Museumsnacht...(die Falter sind die Nachtschwärmer, die zur Museumsnacht unterwegs sind - Symbol der Museumsnacht).

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Sonntag, März 01, 2009

Glücksgefühle

Die letzten Tagen waren intensiv. Besuch bei meiner Schwester, zwei begegnungsreiche Tage am Stand von Down to Earth + Partnern beim Kongress christlicher Führungskräfte, ein Swing-Vortrag bei Dein Abend in Düsseldorf, eine Hochzeit in Berlin und auf Burg Rabenstein (die Feier)- alles kombiniert mit sehr kurzen Nächten. In Düsseldorf habe auf einem Killer-Schlafsofa mit Holzkeil im Nackenbereich geschlafen und das Zimmer mit meinem einjährigen Neffen geteilt, der mitten in der Nacht mehrfach Durst hatte oder einfach in der Laune war, mir Geschichten zu erzählen: Quäk, quäk, la la. Und bei Hochzeiten sind natürlich die Nächte ohnehin kurz...Von daher löst alleine der Gedanke an mein eigenes, ruhiges Schlafzimmer und bequemes Bett tiefe Glücksgefühle aus. Um die 160 Emails und 20 Briefe, die mich hier erwarten, werde ich mich dann Morgen kümmern!

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Montag, Januar 19, 2009

Kollektive Heilung

Mich bewegt die Sache mit dem Flugzeugabsturz in New York sehr.Sicher zum einen, weil ich die Strecke kurz vorher selbst geflogen bin, aber auch, weil es gerade dort passiert ist - dort, wo wenige Jahre zuvor Flugzeuge in Hochhäuser geflogen sind und weltweit kollektives Trauma ausgelöst haben - besonders aber bei den Menschen in New York.
Ich frage mich, wie sich das für die Menschen anfühlen muss, wenn sie jetzt erlebt haben, dass es auch anders geht. Sie haben erlebt, wie eine potentielle Katastrophe ähnlichen Ausmaßes abgewendet werden konnte - durch Umsicht, schnelles, kluges Handeln der Verantwortlichen, selbstloses Verhalten vieler Betroffener, Verkettung glücklicher Umstände und ein Element, das man wahrscheinlich nur mit mit "Wunder" beschreiben kann. Ich frage mich, ob so ein Erlebnis auch kollektive Heilung bringt - oder die Auswirkungen des vorher erlebten Traumas zumindest abschwächt. Ich kann es mir zumindest vorstellen.

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Samstag, Januar 17, 2009

Moma Bilder



Zwei meiner zwei Dutzend Moma-Bilder.

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Bilder aus New York


Gerade habe ich einige New York Bilder in mein (Kerstin_a_Hack) Flickr gestellt. Einige klassische New York Bilder, eine Mini-Dokumentation der Oba-Manie (Obama als Shirt, Papfigur, Poster...) und dann eine Reihe von Fotos, die ich im MoMA gemacht habe. Dort war (und ist) gerade eine Vidoinstallation der Künstlerin Pippilotti Rist zu sehen - die Art, wie ihre Videos mit der Wirklichkeit, den Menschen, die die Treppen in der Moma rauf und runter liefen verschmolzen oder kontrastieren hat mich ungemein fasziniert...und ich hab eine ganze Reihe von Bildern gemacht, um das fließende festzuhalten.

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Sonntag, Januar 11, 2009

Auf dem Heimweg

Nach einem ausgesprochen interessanten Gottesdienst mit einer ungewoehnlichen Mischung von Menschen, herrlichem Essen, einem kleinen Mittagsschlaf und der Fertigstellung der schwierigsten Ecke eines Puzzels, an dem ich in den letzten beiden Tagen gebastelt habe, geht es jetzt zum Flughafen...und zurueck in die alte Welt.

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Boston

Heute hat Judy, meine Gastgeberin, mich und zwei andere Leute, die auch die Stadt entdecken wollten, quer durch die Stadt gefahren. Wir haben alle Sehenswuerdigkeiten gesehen:
- den Ort, wo die Unabhaengigkeitserklaerung unterzeichnet wurde
- eines der Kriegsschiffe aus dem Unabhaengigkeitskrieg, den die Amerikaner Revolution War nennen
- das aelteste sich noch in Betrieb befindliche Restaurant Ye olde Oyster House, in dem auch Benjamin Franklin gerne Hummer verspeist hat
- den Hafen der Boston Tea Party - Ausloeser der Unabhaengigkeitsbewegung
- den Ort des Massakers von Boston, bei dem ganze fuenf - in Zahlen 5 - Menschen getoetet wurden
- einige Orte historischer Schlachten
- den Stadtteil, wo es in den 60er Jahren grosse Strassenschlachten zwischen den unterschiedlichen Bevoelkerungsgruppen gab
- die Irische Kneipe in der Good Will Hunting gefilmt wurde.
- Stadtteile, mit hohen Anteilen von Immigranten, in denen eine kleine Kirche neben der anderen steht. Judy erzaehlte mir, dass es 1969 um die 300 Kirchen in der Stadt gab. Heute sind es ca. 600. Der Grund fuer das Wachstum liegt einfach daran, dass die Christen Leben miteinander geteilt haben und - wenn es aus Raumnot, sozialen oder anderen Gruenden Sinn machte - Ableger ihrer Gemeinden gruendeten. Keine grossen Events, Aktionen, Programme. Einfach das normale Leben miteinander und mit Jesus. Mitlerweile geht man davon aus, dass die Zahl der aktiven Christen im gleichen Zeitraum von 3% auf 14 % angestiegen ist. Langsam, gruendlich, aber sicher. Viele engagieren sich auch sozial in Bildung fuer sozial Schwache, Fuersorge fuer die Armen usw. Alle 20 Tage entsteht statistisch gesehen eine neue Gemeinde - manche der alten sterben natuerlich auch und werden geschlossen, aber die neuen wiegen das auf.
Mit dem Auto durch eine Stadt zu fahren, war eine ganz andere ErFAHRung als eine Stadt wie New York unter die Fuesse zu nehmen. Ich hatte das Empfinden mehr Beobachter zu bleiben...aber es war natuerlich auch ok.

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Samstag, Januar 10, 2009

New York - Boston

Es war gar nicht so leicht, von New York wegzukommen. Zum einen, weil es doof ist, Doro und Lucas, bei denen ich die Tage verbracht habe, eine Weile nicht mehr zu sehen. Dann auch, weil ich mich in New York gar nicht wie ein Besucher gefueht habe, sondern so zu Hause, das es sich komisch anfuehlte, von dem Ort wieder weg zu gehen...ganz merkwuerdig...
Aber es war vor allem schwer, weil ich zum falschen Flughafen gefahren bin...auf meinem Online Ticket stand nur New York, New York...(2 x hintereinander)...ich bin ohne weiter nachzudenken zum JohnFKennedy-Flughafen gefahren, hab mich brav in die Schlange meiner Fluggessellschaft gestellt, um eine halbe Stunde spaeter, als ich endlich das Ende der Schlange erreicht hatte, zu erfahren, dass mein Flug von einem anderen Flughafen abgeht. Also raus, in ein Taxi...etwas hektisch...aber ich war relativ ruhig und es hat noch gut geklappt...auch wenn es mich mehr Geld as Nerven gekostet hat...pech!...
Hier in Boston bin ich Gast bei Doug and Judy, die lange Jahre die Arbeit des Emanuel Gospel Centers geleitet und gepraegt haben - eine aehnliche, nur viel groessere Stadtarbeit wie Gemeinsam fuer Berlin. Wir haben uns viel ueber Haltungen und Werte, die fuer eine erfolgreiche Vernetzungsarbeit noetig sind, unterhalten...habe spannende Menschen kennen gelernt...

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Freitag, Januar 09, 2009

Fit wie ein Turnschuh

Toll war, dass ich in der ganzen Woche New York keine Rückenschmerzen hatte. Lag sicher an den bequemen Schuhen, die jetzt ganz durchgelaufen sind und die Rückreise nicht mehr antreten werden...Lucas meint, dass es auch daran liegt, dass man in keiner anderen Stadt den Nacken so viel bewegt...weil es oben so viel zu sehen gibt...

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Unerwartet

Was mich an New York überrascht hat
- dass ich in einer Woche weniger Polizei- und Feuerwehrsirenen gehört habe, als in einem gängigen einstündigen Hollywood-Spielfilm
- wie teuer alles trotz des guten Umtauschkurses ist: Essen, Kleidung, Schuhe, Papier, Eintrittspreise...vermutlich ist hier nur das Benzin billig, aber das hab ich nicht gebraucht.
- Wie viel Werbung und Hinweise zu Themen wie Klimawandel im Straßenbild zu sehen sind.
- Wie wenig hektisch die New Yorker sind (ok, die morgendliche Rush-hour hab ich mir nicht angetan).
- Wie schön und ruhig Brooklyn ist (hier könnte ich glaube ich auch leben)
- Wie gut Entenfüsse schmecken (ok, das musste noch mal erwähnt werden)
- Dass es hier weitaus mehr Starbucks gibt als McDonald (Burger King hab ich gar nicht gesehen)...
- dass man zumindest Manhattan fast komplett zu Fuss erkunden kann (das oberer Ende der 13,6 Meilen langen Insel hab ich mir doch gespart, aber die unteren 2/3 hab ich in weiten Teilen zu Fuß erkundet
- wie zahm die Eichhörnchen im Central Park sind...
- ...

So, aber jetzt ab nach Boston!

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Mein letzter Tag in New York

Morgens: Noch mal ein Spaziergang durch den Central Park und ein Besuch im Metropolitan Museum of Art - spannend zu sehen, wie amerikanische Kunst lange Zeit an europäische Muster angelehnt war, bis sie sich durch Tiffany und andere von den eurpäischen Vorbildern emanzipierte und eigene Wege ging.
Dann Nachmittags: Apple Store, Barnes und Nobles - ein toller Buchladen, in dem ich aber vor allem Obama-Bücher fand, nicht das, was ich eigentlich suchte... außerdem verpasse ich Jimmy Carter, der demnächst dort spricht...leider bin ich dann schon weg. Noch ein Abstecher zu Macys, dem größten Kaufhaus der welt, dessen altertümliche Rolltreppen aus Holz!!! gar nicht zu den zeitgenössischen Mode-Displays zu passen scheinen...cool fand ich sie natürlich trotzdem.
Essen mit meiner Freundin und dann Treffen mit ihrer Hausgruppe...und jetzt packen...weil ich Morgen in aller Frühe zum Flughafen muss, um nach Boston zu Bekannten zu fliegen...Abenteuer Teil 2...

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Apple Store


Heute war ich im Apple Store - DEM Apple Store an der 5th Avenue. Eigentlich hätte ich gleich von dort aus einen Blog eintrag schreiben können, weil überall Computer, ipods, iphones und sonstige i...s herumstanden, an denen man spielen und herumprobieren konnte. Irgendwie schien ganz New York in dem Laden versammelt zu sein: Kinder und Muttis, Schwarze, Weiße, Asiaten, Freaks, Geschäftsleute...hat mir sehr gefallen.

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Mittwoch, Januar 07, 2009

Money, Money, Money

Morgens: Herrlicher Sparziergang entlang der alten Hafenalagen von Brooklyn, wo übrigens auch das Stammhaus des "Wachturm" (Zeugen Jehovas steht), der seinen Namen wohl wirklich von dem Wachturm am Wasser hat, in dem er entstand. Dann bei traumhaft verträumt nebelig pastelligem Himmel über die Brooklyn Bridge. Herrlicher Blick auf Manhattan, die Freiheitsstatue und die faszinierende Hängebrückenarchitektur.
Dann zu Ground Zero, der wieder mal kleiner war als ich mir das vorgestellt hatte, und ins World Financial Center gegenüber, wo einige Banken ihr Zuhause haben...als sie es bauten, hatten sie offensichtlich noch Geld. Die riesige Eingangshalle ist voller Marmor und mit 16 echten, großen Palmen bepflanzt. Nebendran: Das Dow Jones Gebäude - keine Ahnung, was die in all den Stockwerken machen. Ein Häuserblock weiter: Die Federal Reserve Bank, in der fünf Stockwerke unter der Erde 1/4 der weltweiten Geldreserven lagern - mehr als in Fort Knox.
Bewegens: St. Pauls Chapel, die auf der anderen Straßenseite des World Trade Centers stand und den Zusammensturz der Türme ohne Schaden überstanden hat. Der ganze Friedhof und das Dach der Kirche war voller Schutt und Staub, aber in der Kirche ist nicht einmal eine Fensterscheibe zerbrochen. Sie wurde in den 9 Monaten nach 9/11 zum Zentrum für 14.000 Freiwillige, die die Feuerwehrleute und andere, die am Ground Zero arbeiteten, unterstützten: Mit Essen, Rat, Gebet, einem Platz zum Schlafen für die Leute, die zum Teil 12 - 18 Stunden am Ground Zero arbeiteten. Es hat mich sehr berührt...ein Ort voller Hoffnung mittendrin...und Christen die die Türen öffneten und einige "heilige Kühe opferten, um das zu tun, was am Wichtigsten war: Den Menschen zu dienen. Die "heilige" Bank, die George Washington gehörte und Museumsstück war, wurde in der Zeit zuhanlungsstuhl umfunktioniert. Leute, die am Ground Zero arbeiteten, konnten sich dort ihre geschundenen Füsse massieren und verartzten lassen. Das hat mich mehr beeindruckt als alles Geld der Welt.

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Dienstag, Januar 06, 2009

Gewohnheiten

Gewohnheiten sind genial, wenn es um Abläufe geht, die man routiniert ausführt. Sie sind doof, wenn man in Begegnungen mit Menschen und Dingen alles durch die gewohnte Brille sieht, das Einzigartige nicht mehr wahrnimmt. An einem neuen Ort ist es leicht, alles mit enstaunenden und entdeckenden Augen zu sehen, die alles als neu wahrnehmen. Aber die Haltung möchte ich mir auch in mein "altes" Umfeld mitnehmen...Menschen und Dinge sehen und erleben, als hätte ich sie noch nie gesehen oder entdeckt...selbst Routine-Sachen wie z. B. Duschen, können einzigartig sein, wenn man sich dabei vorstellt: Das ist das erste Mal (zumindest an diesem Tag), dass ich mich dusche. So, jetzt raus in die Kälte und ins schöne, unbekannte New York! Werde über die Brooklyn Bridge nach Manhattan laufen!

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Entenfüsse und Chinatown

Mit einer Bekannten war ich heute in Chinatown in einem Dim Sum Parlor essen...einem typisch chinesischen Lokal, wo die Angestellten chinesische Delikatessen auf Rollwagen an einem vorbeifahren und man kann sich dann aussuchen was man mag: Krabben im Reisteig, Rindfleisch "Frühlingsrollen" und sogar Entenfüsse...Ja, hab ich natürlich probiert...die waren ein bisschen hautig und fettig, aber die Soße war gut.
Das Lokal selbst war so traditionell, dass am Ende eine chinesische Kapelle aufmarschierte, die in voller leichenaufweckender Lautstärke Begleitmusik für eine chinesische Beerdigungsgesellschaft spielte, von denen fast keiner Englisch sprach - mitten in Manhattan.
Dann bin ich noch 50 Blocks weit von Süden nach Norgen durch East Manhattan gelaufen, was übrigens von dem indianischen Manahatta ("Many Hills") abgeleitet ist - für mich der beste und schönste Weg eine Stadt kennen zu lernen.

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Religion der New Yorker

In Barnes + Nobles, einem großen, vierstöckigen Buchladen am Union Square gibt es neben Stapeln von Obama Puzzles auch Regale voll mit Büchern.
- 18 Regale zum Thema Diäten etc. (+ 6 weitere über Fitness)
- 4 Regale zum Thema christlicher Glaube (+ noch je 1 - 2 zu Islam, Judentum und New Age). Wahrscheinlich kein schlechtes Bild für das, was den New Yorkern wichtig ist.

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Montag, Januar 05, 2009

Wochennede und Alltag in New York

Meine ersten drei Tagen in New York habe ich als überraschend ruhig empfunden. Das liegt sicher auch daran, dass ich vom Fenster der Wohnung meiner Freunde einen schönen Blick auf einen Park habe, wo Hunde spielen und Menschen entspannt laufen. Aber auch daran, dass meine ersten Tage hier am Wochenende waren, wo die Stadt nicht so voll ist. Jetzt werde ich noch ein bisschen lesen und beten und bin dann gespannt auf den New Yorker Alltag.
Gestern waren wir im Gottesdienst der Redeemer Church, der von der Gestaltung her sehr formal war, die Predigt über "Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sein!" fand ich ausgesprochen gut, mit vielen neuen Gedanken. Das ist umso bemerkenswerter, weil ich ein Mensch bin, der eher durch Gespräche und Lesen lernt, weniger durch Vorträge.
Anschließend haben wir in der Kirche Tee getrunken und Muffins gegessen (superlecker!)...als Vorspeise für "Hot and Crusty Pizza", sind dann durch Upper West End gelaufen, haben die vielen Museen der Museumsmeile ebenso bestaunt wie die Hundewelpen einer Tierhandlung...(Preis 3000 Dollar!) und das Guggenheim (von außen). Nach einem gemütlichen Spaziergang durch den Central Park gab es dann noch Tee bei Alice Teecup, einem süssen kleinen Teehaus im Stil von Alice in Wonderland (die Preise waren allerdings nicht süss und klein, aber daran muss man sich in New York gewöhnen).

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Sonntag, Januar 04, 2009

Wall Street und Downtown


Trotz eisigster Temperaturen haben wir heute an einer guided tour durch den Wall Street Bezirk teilgenommen. Irgendwie war die ganze Ecke viel gemütlicher und heimeliger als ich es mir vorgestellt hatte. Selbst die Börse liegt in einer kleinen Seitenstraße und wirkt viel weniger wuchtig und beeindruckend als auf den Fernsehbildern...man ahnt nicht, wie viel Macht sich in diesem Gebäude konzentriert.
Gemütlich war es dort trotzdem nicht immer. Zumindest nicht als Anfang des 19. Jahrhunderst als eine mit Dynamit gefüllte Kutsche explodierte und 30 Menschen tötete und 400 !!! verletzte. Zur Erinnerung an diesen ersten Terroranschlag in der Geschichte Manhattans, der vermutlich auf das Konto von Anarchisten ging, hat man die Fassadenschäden bis heute nicht ausgebessert.
Oben auf der Börse ist eine Figur: "Integrity, protecting the works of men." Lady Integrity scheint jedoch in den letzten Jahren an Altersschwäche zu leiden. Es wirkt jedenfalls nicht so, als ob sie ihren Job gut macht.
Vom Wasser aus sieht die Stadt aber auf jeden Fall sehr beeindruckend und weit weniger gemütlich als auf dem Land aus.

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Samstag, Januar 03, 2009

Symphonie des Lebens

Ich freue mich heute auf die unterschiedlichen Klänge des Lebens, die ich heute in New York hören werde. Blitzblauer Himmel erwartet uns. Später wollen wir an einer "guided tour" entlang der Wall Street teilnehmen.
Die Wall Street hat ihren Namen von der langen Mauer, die "New Amsterdam" (die heutige Spitze Manhattans)davor schützen sollte, dass die Sklaven der holländischen Siedler, die dort lebten, entlaufen und auch davor, dass Indianer eindringen und die Schätze der Siedler rauben würden. So viel hat sich da bis heute nicht geändert. Auch wenn die physische Mauer weg ist, ist die Funktion der Wall Street, die Reichen zu schützen, geblieben...

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Walking Touren

Heute haben wir uns große Teile New Yorks erlaufen: Meat Packing district, Soho, Times Square, Broadway...immer wieder mit Pausen, zum Energie tanken oder Aufwärmen, obwohl es glücklicherweise nicht so kalt ist...selbst die 45 Minuten Schlangestehen, die bei MOMA einfach dazu gehören, waren erträglich...nicht zuletzt, weil wir sie für einen Jahresrückblick genutzt haben, indem wir uns immer verschiedene schöne Erinnerungen aus dem letzten Jahr, die mit verschiedenen Buchstaben anfingen, gesagt haben...D, K, V, Q....
Jetzt noch eine heiße Schokolade, dann schlafen! Bin gespannt, was Morgen bringen wird.

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Freitag, Januar 02, 2009

Lauter erste Male

Die Zeitverschiebung und die kurze Neujahrsnacht habe ich mir aus den Knoc n hen geschlafen und fühle mich frisch und tatendurstig und freue mich aufs Brunchen. Der Himmel ist nicht mehr ganz so blitzeblau wie gestern, aber immer noch schön!
Dinge zum ersten Mal tun hat etwas ganz Besonderes. Man erlebt sie in einer ganz eigenen Intensität. Hier erlebe ich lauter erste Dinge...zum Einen, weil New York ganz neu und interessant ist und zum anderen, weil der Beginn des neuen Jahres lauter Möglichkeiten bietet, etwas zum ersten Mal in diesem Jahr zu erleben:
- die ersten Nudeln
- der erste Kräutertee
- die erste CD, die man hört
- die erste Email, die man schreibt
...
Das Leben ist voll von ersten Malen!!!

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Donnerstag, Januar 01, 2009

Happy new York

Vorneweg: Euch allen ein gutes + frohes neues Jahr mit spannenden, schönen und wohltuneden Entwicklungen!

Neujahr um 4.00 aufzustehen ist nicht ganz das, was ich als großartiges Highlight empfinde, aber um einen Flug nach New York zu erwischen ist es ok...im Flugzeug fragte der Steward den Mann am Notausgang vor mir "Are you drunk?" als dieser glaubhaft seine Nüchternheit bestätigte, erklärte er ihm, wie er den Notausgang im Notfall öffnen könnte..auf den Test kam es dann nciht an. Alles ging gut, wir kamen sogar eine Stunde FRÜHER als geplant an.
Echtes Highlight: Ich sass neben einem jüdischen Ehepaar aus Holland, die nach New York flogen, um ihr erstes Enkelkind, das gerade geboren wurde, kennen zu lernen. Wirklich zeitgleich: Als wir losflogen ging die Tochter ins Krankenhaus, um das Kind zu gebären.
New York hat mich mit einer strahlenden Doro und ebenso strahlendem, blitzblauen Himmel begrüßt...nur Doros Umarmung ist einige Grad wärmer! Hier in Brooklyn ist es super entspannt und gemütlich (Feiertag), vor dem Fenser scheint die Sonne in einen Park...jetzt erst mal ankommen und Tee trinken: Happy New York...

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Sonntag, Dezember 21, 2008

Begrüssungstexte

Interessant, wie man wo begrüsst wird. Gestern Hoyerswerda. Eine Stadt, die in den 50er Jahren 5-7000 Einwohner hatte, dann für den Abbau der Braunkohle auf über 70.000 aufgebläht wurde, die in WK 1 - 10 wohnten (WK = Wohnkomplex). Seit der Wende hört man dort immer mal wieder das dumpfe Dröhnen, wenn mal wieder einer der Neubauten (Westdeutsch Plattenbauten) abgerissen wird. 38.000 Menschen sind übrig geblieben und Christen, die ihnen Hoffnung und Lebenssinn vermitteln wollen, hatten mich als Sprecherin zu einem alternativen Gottesdienst eingeladen - liebevoll, kreativ, passend...
Übernachtet habe ich - zum ersten Mal in meinem Leben - in einem (renovierten) Plattenbau. Im Flur der Wohnung fiel mir sofort ein Gedicht ins Auge, das, obwohl es mehrere Hundert Jahre alt ist, treffender kaum sein könnte:

Andreas Gryphius
Es ist alles eitel

Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden.
Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein;
Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein,
Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden;

Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden;
Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein;
Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein.
Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden.


Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn.
Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?
Ach, was ist alles dies, was wir vor köstlich achten,

Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind,
Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find't!
Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten.

Nach gutem Schlaf und liebevoll-leckerem Frühstück wurde ich von der Deutschen Bahn mit ganz anderen Texten begrüsst: Verspätung wegen technischer Probleme, aus gleicher Ursache funktionieren auch Reservierungen und das Bistro nicht.

Die letzte Begrüssung war dann bei Freunden in Stuttgart...eine Jubelschrei meines Patenkindes und an der Tür des Zimmers des Teenie-Sohnes von Freunden prangte dick ein Schild:
Vorsicht! ICH könnte heute schlecht drauf sein. Betreten auf eigene Gefahr.

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Samstag, Dezember 20, 2008

Unterwegs

Von heute ab bin ich 8 Tage unterwegs. Heute Abend in Hoyerswerda, wo ich bei einem Gottesdienst was über "Das Geschenk des Lebens" sagen werde - im Prinzip mein Buch SPRING auf 20 Minuten gestaucht...Dann geht es nach Stuttgart und Nürnberg zu zwei Freundinnen und ihren Töchtern, die beide meine Patenkinder sind und zu Eltern und Familie. Ich freu mich auf Zeiten ohne Arbeitsprogramm und mit viel Raum für Begegnung und wahrscheinlich - zumindest bei den Eltern - Zeit zum gemütlichen Kaffeetrinken und Lesen...
Euch allen wünsche ich ganz frohe Weihnachtstage, die genau das beinhalten, was ihr braucht - sei es Ruhe, Begegnung, Inspiration, gutes Essen, Besinnlichkeit...und in und über allem den Segen Gottes!

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Freitag, November 28, 2008

Reiselust




Macht Lust auf weg...

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Montag, September 29, 2008

WIENderbar

Von Donnerstag bis Samstag war ich mit einer Freundin in Wien - wir haben herrliche k + K Tage verlebt...Kaffee, Kultur (Stehplatz für 4 Euro in der Wiener Staatsoper), Kunst (Kuss von Klimt und andere Künstler), Kulinarisches (Kuchen, Kaiserschmarrn und weitere Köstlichkeiten), Königliche Paläste und natürlich hatten wir viel Zeit zum Klönen...einfach nur wunderschön...und gar nicht so teuer (mit Billigflieger hin und zurück und mit Übernachtung bei einer Bekannten eines Bekannten war es gut bezahlbar)... ich schwelge noch in den Erinnerungen...eine herrliche Zeit in einer herrlichen Stadt!

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Samstag, September 06, 2008

Zu Hause

Lächeln ist wie ein Fenster, durch das man sieht, ob das Herz zu Hause ist. Russisches Sprichwort


Nach sechs intensiven Weiterbildungstagen auf Rügen im traumhaft schönen Haus Viktoria im ruhigen Seebad Sellin bin ich jetzt froh, wieder hier zu sein. Das Thema der Weiterbildung war Selbsterfahrung und Selbstreflexion. Wir haben uns intensiv mit unseren Herkunftsfamilien, unserer Geschichte und unseren Stärken und Schwächen auseinandergesetzt. Es war sehr bewegend, die Lebensgeschichten und Familiengeschichten der anderen zu hören und auch selbst an der einen oder anderen Stelle zu erkennen: Das hat mich zu dem gemacht, wer und wie ich bin. Es erklärt einiges, gleichzeitig eröffnet es neue Freiheiten. Wenn ich erkenne, dass ich dieses oder jenes von meinen Eltern übernommen habe, kann ich damit umgehen. Ich kann es wertschätzen oder alternative Sicht- und Lebensweisen entwickeln.

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